Diedelsheim

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Diedelsheim
Stadt Bretten
Wappen der ehemaligen Gemeinde Diedelsheim
Koordinaten: 49° 2′ 29″ N, 8° 40′ 46″ O
Höhe: 179 m
Fläche: 7,07 km²
Einwohner: 3546 (28. Feb. 2013)
Bevölkerungsdichte: 502 Einwohner/km²
Eingemeindung: 1. Januar 1975
Postleitzahl: 75015
Vorwahl: 07252

Diedelsheim ist seit 1975 ein Ortsteil der Großen Kreisstadt Bretten in Baden-Württemberg mit rund 3570 Einwohnern und liegt auf einer Höhe von 160 m ü. NN.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Im Jahre 767 wurde Diedelsheim erstmals urkundlich erwähnt. Im Lorscher Codex trat das Dorf unter den Namen „Teutinsheim“ und später „Ditinesheim“ in Erscheinung, der Schenkungen verschiedener Eigentümer auf der Gemarkung Diedelsheim an das Kloster Lorsch beinhaltete. Im 14. Jahrhundert waren im Lehenbuch des Hochstifts Speyer von Diedelsheim drei Belehnungen erwähnt. Die Grafen Katzenellenbogen, die Herren von Sternenfels und die Kechler von Schwandorf waren zu dieser Zeit die Lehenträger des Dorfes Diedelsheim. Die Kechler von Schwandorf konnten die über vier Jahrhunderte bestehenden Rechte bis ins 18. Jahrhundert bewahren. 1749 verkaufte Franz Maximilian Kechler von Schwandorf die Lehen und Eigentümer des Dorfes an die Pfalz.

Wie alle anderen Gemeinden der rechtsrheinischen Kurpfalz, kam auch Diedelsheim 1803 durch den Reichsdeputationshauptschluss zum Großherzogtum Baden. Bis 1936 war Diedelsheim dem Bezirksamt Bretten zugewiesen und kam bei dessen Auflösung zum Landkreis Karlsruhe. Am 1. Januar 1975 wurde der Ort in die Stadt Bretten eingegliedert.[1] In Diedelsheim gibt es einen Gemeinderat mit Ortsvorsteher sowie eine Ortsverwaltung. Das Rathaus in Bretten ist allerdings übergeordnet.

Wirtschaft und Infrastruktur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bildung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Evangelischer Kindergarten
  • Katholischer Kindergarten (inkl. Kinderhort)
  • Grundschule („Schwandorfgrundschule“, vormals mit Hauptschule – wurde ausgegliedert)
  • Förderschule („Pestalozzi-Schule“)
  • Evangelische Dorfkirche
  • Katholische Kirche

Wirtschaft[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Darüber hinaus noch Einzelhandelsgeschäfte, Handwerksbetriebe, Bankfilialen, Gastwirtschaften, Einkaufszentrum auf der Diedelsheimer Höhe.

Verkehr[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Verkehrsanbindung über die Stadtbahnlinie S9 (Bahnübergang mit Haltestelle). Im Stunden-Takt verkehren die Züge nach Mühlacker und Bruchsal.

Besondere Bauwerke[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Rathaus, Kirche, das ehemalige Wasserschloss, Haus Renschler (ältestes Fachwerkhaus in der Alten Poststraße)

Freizeit[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Drei Kinderspielplätze, Skaterplatz, Bolzplatz, Spielwiese, Tennisplatz, Turn- und Schwimmhalle, Grillplatz mit Hütte, Vereine, Fußballplatz.

Sonstiges[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Im Süden des Ortes lag lange Zeit ein großes Areal von einem alten Steinzeugwerk brach, welches nun neu bebaut wird. Dort sollen Eigentumswohnungen und ein Mischgebiet entstehen.

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Statistisches Bundesamt (Hrsg.): Historisches Gemeindeverzeichnis für die Bundesrepublik Deutschland. Namens-, Grenz- und Schlüsselnummernänderungen bei Gemeinden, Kreisen und Regierungsbezirken vom 27.5.1970 bis 31.12.1982. W. Kohlhammer, Stuttgart/Mainz 1983, ISBN 3-17-003263-1, S. 482.

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Herbert Kumlin: Ortssippenbuch Diedelsheim, Ortsteil von Bretten, Baden. Lahr-Dinglingen: Interessengemeinschaft Badischer Ortssippenbücher 1995 (= Badische Ortssippenbücher 63); Bearbeiteter Zeitraum 1599–1995

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]