Bundesstraße 294

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Bundesstraße 294 in Deutschland
Bundesstraße 294
Basisdaten
Betreiber: DeutschlandDeutschland Bundesrepublik Deutschland
Gesamtlänge: 173 km

Bundesland:

Die Bundesstraße 294 (Abkürzung: B 294) ist eine 173 km lange Bundesstraße, die in Baden-Württemberg innerhalb der Regierungsbezirke Karlsruhe und Freiburg verläuft und von Bretten nach Freiburg im Breisgau führt.

Verlauf[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Bundesstraße 294 führt von Bretten im Kraichgau über Pforzheim und das Enztal durch den Nordschwarzwald nach Freudenstadt und weiter über das mittlere Kinzigtal und das Elztal nach Freiburg im Breisgau. Die Straße passiert dabei Höhenlagen zwischen 200 und 800 m. ü. M.

Zwischen Freudenstadt und Schiltach verläuft die Straße etwa 25 Kilometer gemeinsam mit der Bundesstraße 462 auf einer Trasse, zwischen Haslach im Kinzigtal und Hausach etwa sechs Kilometer gemeinsam mit der Bundesstraße 33. Die B 294 ist zwischen Waldkirch und Freiburg autobahnähnlich ausgebaut und als Kraftfahrstraße ausgeschildert. Sie verläuft nördlich von Freiburg kurzzeitig deckungsgleich mit der Bundesstraße 3 und endet als Zubringer zur A5 einige Kilometer später an der Anschlussstelle Freiburg-Nord.

An der Strecke befinden sich diverse Sehenswürdigkeiten wie die Glashütte in Wolfach nebst Altstadt mit Schloss; die Modelleisenbahnanlage in Hausach, die Fachwerk-Altstadt von Schiltach, das Trachtenmuseum der Fachwerkstadt Haslach, das Elztalmuseum in Waldkirch, mit kurzen Abstechern zum Freilichtmuseum Vogtsbauernhof in Gutach und den Triberger Wasserfällen.

Entwicklung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Straße von Bretten nach Pforzheim wurde zwischen 1768 und 1769 zur Chaussee ausgebaut. 1771 wurde auch die Landstraße von Pforzheim nach Neuenbürg zur Chaussee ausgebaut.

Das Verzeichnis der Landstraßen in Baden vom 1. Juli 1901 teilt die heutige Bundesstraße 294 in zwei verschiedene Teilstrecken:

  • Die badische Staatsstraße Nr. 16 zwischen Bretten und Pforzheim wurde zur Kreisstraße herabgestuft.
  • Die badische Staatsstraße Nr. 138 von Pforzheim nach Wildbad endete nach 1,7 km Länge an der badisch-württembergischen Grenze.

Die Reichsstraße 294 wurde um 1937 eingeführt.

1985 wurden die Ostumgehung von Freudenstadt sowie die durch den Hugenwaldtunnel verlaufende Ortsumgehung von Waldkirch freigegeben.

In den 1990er-Jahren wurden die drei im Kinzigtal liegenden Orte Hausach, Schiltach und Wolfach durch den Bau von Ortsumgehungen entlastet, die jeweils durch ein oder zwei Tunnel führen. 1991 wurden der 830 m lange Schlossberg- und der 1.840 m lange Kirchbergtunnel als Umgehung der Stadt Schiltach sowie 1993 der 1.256 m lange Reutherbergtunnel als Umgehung der Stadt Wolfach eröffnet. Während die beiden Tunnel um Schiltach herum die Strecke im Vergleich zur Ortsdurchfahrt um gut einen Kilometer verlängern, verkürzt der Tunnel bei Wolfach diese um etwa 700 m. 1995 erfolgte schließlich die Eröffnung des 1.085 m langen Sommerbergtunnels als Umgehung der Stadt Hausach.

Die Ortsdurchfahrt von Elzach wurde in den Jahren 2009 bis 2012 durch eine neue 1,5 km lange Ortsumgehung ersetzt. Die Einweihung erfolgte am 9. Oktober 2012. Die Strecke kostete rund 13,6 Millionen Euro.[1]

Planungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Seit den 1980er-Jahren bestehen in Pforzheim Pläne für den Bau einer Westtangente, die die B 294 mit der B 10 an der Anschlussstelle Pforzheim West verknüpfen und durch den geplanten Arlinger Tunnel westlich der Kernstadt vorbeiführen soll. Am 20. November 2015 begann der Bauabschnitt 1.02 dieser Westtangente als verlegte B 463, der aber noch keine Verbindung zu B 294 schaffen wird. Der bereits fertiggestellte Abschnitt 1.01 der Westtangente verbindet dort bereits die A 8 mit der B 10.

Mit dem Bau einer Ortsumgehung für Winden im Elztal wurde im November 2015 begonnen[2]. Gerechnet wurde mit einer Bauzeit von zwei Jahren für die Umgehungsstraße des Ortsteils Niederwinden sowie sechs JahrenVorlage:Zukunft/In 3 Jahren für den Ortsteil Oberwinden, wo ein mehrere hundert Meter langer Tunnel gebaut werden muss. Die Kosten werden nach bisherigem Stand mit 68 Millionen Euro veranschlagt. [3]

Im Sommer 2017 wurde die Fertigstellung der Umfahrung Niederwinden für Sommer 2019 vorgesehen. Zur Weiterführung um Oberwinden wurden erste vorbereitende Baumaßnahmen für September 2018 vorgesehen. Die Bundesstraße wird bei Niederwinden nach südöstlich (bergwärts zum Hörnleberg) der Elztalbahn verlegt, was zwei Bahnbrücken erfordert. Die Elztalbahn wird gleichzeitig elektrifiziert, was 2019 einen Schienenersatzverkehr über die Bundesstraße erforderlich macht. Außerdem werden zwei Wege über die Bundesstraße überführt und eine Brücke über die Elz gebaut.[4][5]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Bundesstraße 294 – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Verkehr fließt um Elzach herum
  2. B 294 - Ortsumfahrung Winden. In: rp.baden-wuerttemberg.de. Abgerufen am 2. November 2016.
  3. Winden im Elztal: Ministerium sagt Umfahrung zu, SWR, 21. Juli 2015, abgerufen am 1. November 2015
  4. Badische Zeitung: Bau der Ortsumfahrung im Zeitplan - Winden im Elztal - Badische Zeitung. (badische-zeitung.de [abgerufen am 5. Dezember 2017]).
  5. Badische Zeitung: Fünf neue Brücken für Niederwinden - Winden im Elztal - Badische Zeitung. (badische-zeitung.de [abgerufen am 5. Dezember 2017]).