Dieter Kühn (Fußballspieler)

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche
Dieter Kühn im Trikot von Sachsen Leipzig

Dieter Kühn (* 4. Juli 1956 in Leipzig) ist ein ehemaliger deutscher Fußballspieler.

Stationen als Spieler[Bearbeiten]

Dieter Kühn, wegen seiner geringen Körpergröße meist Zwecke genannt, kam als Achtjähriger zum 1. FC Lokomotive Leipzig und durchlief dort sämtliche Nachwuchsmannschaften. In dieser Zeit absolvierte er bereits 40 Nachwuchsländerspiele für die DDR und wurde mit der U21-Auswahl Europameister. 1974 gelang ihm mit 18 Jahren der Sprung in die erste Mannschaft. 1980 wurde der Vollblutstürmer mit 21 Treffern Torschützenkönig der DDR-Oberliga und gewann mit der Olympiaauswahl der DDR bei den Olympischen Sommerspielen 1980 in Moskau die Silbermedaille. Für die Fußballnationalmannschaft der DDR bestritt Kühn insgesamt 13 Spiele und erzielte 5 Tore. Mit Lok Leipzig konnte er außerdem viermal den FDGB-Pokal gewinnen und schaffte 1987 mit dem Verein den Einzug ins Finale des Europapokals der Pokalsieger gegen Ajax Amsterdam. Aufgrund eines kurz zuvor erlittenen Rippenbruchs wurde Kühn dort nur zehn Minuten eingesetzt und konnte nichts mehr gegen die 0:1-Niederlage ausrichten.

1989 ließ er seine Karriere bei Chemie Böhlen ausklingen und schaffte dort sogar noch einmal den Aufstieg in die Oberliga. Dort spielte er 1990/91 noch ein Jahr beim FC Sachsen Leipzig, die kurz zuvor mit Chemie Böhlen fusionierten.

Sonstiges[Bearbeiten]

Seit 2002 arbeitet Dieter Kühn zusammen mit seinem ehemaligen Mannschaftskamerad Wolfgang Altmann als Trainer beim sächsischen Landesligisten Kickers 94 Markkleeberg.

Mit seinen Mannschaftskameraden wurde er 1980 für dem Gewinn der Silbermedaille bei den Olympischen Spielen mit dem Vaterländischen Verdienstorden in Bronze ausgezeichnet.[1]

Bilanz als Spieler[Bearbeiten]

  • DDR-Oberliga: 294 Spiele / 122 Tore
  • Europapokal: 36 Spiele / 10 Tore
  • DDR-Nationalmannschaft: 13 Spiele / 5 Tore

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Neues Deutschland, 22. August 1980, S. 4