Dirk Raulf

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche
Dirk Raulf am Basssaxophon mit Deep Schrott auf dem TFF Rudolstadt 2014

Dirk Raulf (* 14. Oktober 1960 in Lippstadt) ist ein deutscher Musiker (Saxophone, Klarinetten) und Komponist, der zunächst im Jazzbereich bekannt wurde. Seit Mitte der 1990er Jahre arbeitet er vor allem als Bühnenkomponist und -musiker.

Leben und Wirken[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Dirk Raulf studierte in Köln von 1981 bis 1986 Theater-, Film- und Fernsehwissenschaft, Germanistik und Philosophie. Der autodidaktische Musiker gründete 1987 das Quartett Tome XX (mit Thomas Heberer, Fritz Wittek und Tim Wells bzw. Dieter Manderscheid), das bei wichtigen internationalen Festivals auftrat, Tourneen durch verschiedene Länder unternahm, mehrere Platten vorlegte und bis 1998 bestand. Von 1988 bis 1994 war Raulf zudem Mitglied der Kölner Saxophon Mafia; anschließend war er als Bühnenkomponist am Schauspielhaus Bochum tätig. Seither entstanden etwa 80 Auftragsmusiken für Theater und Film. In einem Projekt mit Dagmar Krause ging er der Musik Friedrich Hollaenders nach.

Zusammen mit Frank Schulte gründete er das Duo sonargemeinschaft. Raulf und Schulte waren Initiatoren und Veranstalter des sonntäglichen Salons Teatime, der auch auf dem eigenen Label Poise dokumentiert wurde. Weiterhin hat er mit Stefan Bauer, Vinny Golia, Frank Köllges, Butch Morris, Ulla Oster, Keith Tippett, Andreas Willers oder Fred Frith gespielt.

Von 2003 bis 2009 arbeitete er mit Gerd Köster im NOX-Projekt zusammen. Ebenfalls seit 2003 ist Raulf in Lippstadt für die Lichtpromenade verantwortlich, einen Lichtkunst-Skulpturenpfad. 2005 konzipierte er gemeinsam mit Matthias Wagner K und Christiane Stahl das Festival Islandbilder und war verantwortlich für die Bereiche Musik und Film. 2008 initiierte und gründete er mit Klaas Hekman (Niederlande), Wollie Kaiser und Andreas Kaling das Basssaxophon-Quartett Deep Schrott, das mittlerweile drei Alben vorgelegt hat; anstelle von Hekman gehört seit 2009 Jan Klare zur aktuellen Besetzung. 2013/14 arbeitete er zudem im Trio Krank mit Hinrich Franck und Ralf Gessler.

Dirk Raulf lebt in Köln.

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Martin Kunzler: Jazz-Lexikon. Bd. 2. M–Z. Vollständig überarb. und erw. Neuausg., Rowohlt, Reinbek 2002 (= Rororo, Nr. 16513; rororo-Handbuch), ISBN 3-499-16513-9.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Dirk Raulf – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien