Jan Klare

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Jan Klare (Juni 2010)

Jan Klare (* 23. August 1961 in Hohenlimburg) ist ein deutscher Jazzmusiker (Saxophonist, Flötist und Klarinettist) und Komponist. Sein Bruder ist der Journalist Jörn Klare.

Leben und Wirken[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Jan Klare lebte von 1979 bis 1986 in Düsseldorf, wo er sich unter anderem an der Produktion der Folk-Jazz-Gruppe Gandalin für den WDR beteiligte. Von 1987 bis 1990 lebte er in London. Dort trat er mit Dean Brodrick, Harry Beckett und Ricardo Santos auf und wirkte an verschiedenen Plattenproduktionen mit.

Ab 1990 studierte er Saxophon an der Amsterdam School of Arts. Seither arbeitete er als Sideman von Musikern wie Frank Köllges, Conny Bauer, Dagmar Krause, Alfred Spirli, Anna Homler und FM Einheit, Bill Elgart, Wilbert de Joode, Han Buhrs, Michael Vatcher, Michiel Braam, Luc Ex, Achim Kaufmann; außerdem leitete er verschiedene eigene Formationen.

1993 entstand eine Gruppe mit Tom Lorenz (Vibraphon, Perkussion, Synthesizer, Komposition) (bis 2002), ab 2003 an seiner statt Martin Scholz (Orgel), Hartmut Kracht (Bass) und Wolfgang Ekholt (Schlagzeug), die sich nach ihrem Debütalbum Das böse Ding nannte. Mit Frank Köllges und Hartmut Kracht bildete Klare Anfang der 2000er-Jahre die Gruppe Autofab, zur gleichen Zeit leitete er mit Peter Eisold die Gruppe Supernova.

Aus der Konzertreihe 1000 Jahre Jazz entstand 2004 die Gruppe 1000 (mit Bart Maris, Trompete, Wilbert de Joode, Bass und Michael Vatcher, Schlagzeug), deren Repertoire auf Adaptionen von Kompositionen der Gregorianik, von Johann Sebastian Bach, Richard Wagner, Claudio Monteverdi und anderen basiert. The Dorf (the band formerly known as the »off domicil orchestra«) ist eine Bigband, die seit 2006 unter Klares Leitung in wechselnder Besetzung im Dortmunder Jazzclub Domicil auftritt. Die Großformation The Dorf erhielt 2013 den mit 10.000 € dotierten Jazzpreis Ruhr.[1]

Am Basssaxophon mit Deep Schrott auf dem TFF Rudolstadt 2014

Im Winter 2008 gründete Klare mit dem Drummer Simon Camatta und dem Organisten Oliver Siegel das Projekt You Are so Me. Zudem gehört er mit Wollie Kaiser, Andreas Kaling und Dirk Raulf dem 2008 gegründeten Basssaxophon-Quartett Deep Schrott an.

Außerdem komponierte Klare Werke für Ensembles für Neue Musik und Jazz-Bigbands sowie für die Bühne unter anderem die Kammeroper Ich war die Krawatte von Prinz Claus.

Jan Klare lebt und arbeitet in Münster.[2]

Diskografie (Auswahl)[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Das böse Ding: Das böse Ding, 1994
  • Das böse Ding: Cleanhappydirty, 1996
  • die entfesselte droste, Auftragskomposition für das Internationale Jazzfestival Münster 1997 (nach Annette von Droste-Hülshoff, mit Christiane Hagedorn, Joost Buis, Dean Brodrick, Wilbert de Joode, Michel Vatcher)
  • Das böse Ding: Germ Germ, 1998
  • Jerry Cotton versus Das Böse Ding, 2001
  • Autofab: Autofab, 2003
  • jA to zZ
  • Platz/Klare Quartet: Gathering
  • Jake Playmo: my favorite toys feat. Das Böse Ding & guests, 2006
  • Buhrs/Klare/de Joode: Unterm schwarzen Schafspelz (nach Ernst Meister)
  • 1000: Unplayable, 2007
  • The Dorf: The Dorf, 2009
  • 1000: Played, 2009
  • YOU ARE SO ME: IT, 2010
  • The Dorf: Le Record, 2011
  • You Are So Me 2011
  • Modern Primitive 2011
  • Klare/ Bektas/ Ak 2012
  • 1000 – shoe 2012
  • The Dorf – Live feat FM Einheit 2013
  • Jan Klare – Solo 2014
  • RkeT - 2014
  • Myanmar meets Europe 2014

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Jan Klare – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. jazzwerk ruhr, abgerufen am 15. Mai 2013
  2. siehe Impressum seiner Homepage