Diskussion:Durchschnittskosteneffekt

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Nicht ausreichend erklärt[Quelltext bearbeiten]

Ich finde diese Erklärung ungenügend. Ich habe zwar im Großen und Ganzen verstanden, um was es geht, aber ein Beispiel oder ein Diagramm wäre hier sicher nicht schlecht. (nicht signierter Beitrag von 84.176.126.196 (Diskussion) J-PG MaL LaCHeN?! 21:25, 9. Dez. 2008 (CET))

Beispiel[Quelltext bearbeiten]

Hier ein einfaches Beispiel:

Ein Fondsanteil kostet:

                       im Januar 100 €
                       im Februar 200 €

Wenn man also jeden Monat einen Anteil kauft, bekommt man für 300€ 2 Anteile

                 macht im Schnitt 150€ pro Anteil

Wenn man aber jeden Monat für 150€ Anteile kauft, bekommt man im Januar 1,5 Anteile und im Februar 0,75 Anteile, also zusammen für 300€ 2,25 Anteile

                 macht im Schnitt 133,33€ pro Anteil.

Der Cost-Average-Effekt sagt also, dass der Durchschnittspreis bei der ersten Vaiante (mehrfach gleiche Mengen kaufen) größer ist als bei der zweiten (mehrfach für den gleichen Betrag kaufen). Dabei müssen die Anlagezeitpunkte in beiden Varianten die selben sein, damit zu den Kaufzeitpunkten die gleichen Preise gelten.


Daran sieht man aber deutlich, dass der Cost-Average-Effekt als Argument für einen Fondssparplan unbrauchbar ist, denn

1. werden hier nur zwei Varianten eines Sparplans mit fest vorgegebenen Kaufzeitpunkten verglichen und nicht ein Sparplan mit einer Einmalanlage oder sonst irgend einer anderen Anlagestrategie und

2. ist die erste Variante für einen Sparplan so abwegig, dass darauf sowieso niemand kommen würde. Denn beim Geldanlegen geht es ja darum einen bestimmten Betrag anzulegen und nicht eine bestimmte Anzahl Anteile zu kaufen.


Der Cost-Average-Effekt spielt also beim Kaufen nur dann eine Rolle, wenn es irgendwie auf die gekauften Mengen ankommt, also z.B. wenn ich eigentlich regelmäßig bestimmte Mengen benötige.

Beispiel Tanken: Wenn ich jeden Montag 30 Liter tanke, zahle ich einen höheren Durchschnittspreis, als wenn ich jeden Montag für 40€ tanke. Die Frage ist aber natürlich, wie lange das funktioniert, denn wenn die Preise lange genug nur steigen, hab ich irgendwann nicht mehr genügend Benzin im Tank.


Im Zusammenhang mit Geldanlage kommt der Cost-Average-Effekt bestenfalls beim Verkaufen ins Spiel. Ein Fonds-Auszahlplan ist in der Regel so gestaltet, dass regelmäßig ein fester Betrag ausgezahlt wird, da ich beim Verkaufen der Fondsanteile natürlich einen möglichst hohen Preis erziehlen möchte, komme ich gemäß Cost-Average-Effect eigentlich besser weg, wenn ich jeden Monat eine fest Zahl von Anteilen verkaufen. Aber da stellt sich natürlich die Frage, was ich mit dem ausbezahlten Geld vorhabe. Wenn ich regelmäßig einen festen Betrag benötige, nützt mit der beste Cost-Average-Effekt nichts, weil dann die ausgezahlten Beträge unterschiedlich hoch sind. (nicht signierter Beitrag von Olivenbaer (Diskussion | Beiträge) J-PG MaL LaCHeN?! 21:25, 9. Dez. 2008 (CET))

Anmerkung[Quelltext bearbeiten]

Ich kann dem vorhergehenden Beitrag zwar nur zustimmen, wenn es darum geht, dass der cost average effect für Entscheidungen bei Geldanlagen irrelevant ist, muss aber doch in einigen Punkten widersprechen: 1. haben die Fondanbieter den cost average effect bestimmt nicht erfunden. Ich vermute eher, dass sie irgendwo davon gelesen haben, nicht richtig versanden haben, worum es dabei geht und seit dem den Begriff (weil er englisch ist und nach viel klingt) immer wieder verwenden. 2. Gibt es natürlich diesen Effekt (wurde ja ganz oben gut beschrieben) (ob er als positiv oder negativ anzusehen ist kommt dabei natürlich auf den Standpunkt an). Er ist aber eben für Geldanlagen völlig irrelevant. Deshalb zu behaupten, es gäbe Ihn nicht, geht aber zu weit. Nur weil die Existenz des Mont Blanc für Geldanlageentscheidungen keine Rolle spielt, bedeutet noch nicht, dass es diesen Berg nicht gibt. 3. Was der vorangehende Beitrag eigentlich meint, ist wohl, dass eine festgelegte regelmäßige Geldanlage in immer den gleichen Wert nicht unbedingt vorteilhaft sein muss. Das mag zwar richtig sein (auch wenn mir der Ratschlag , man möge doch stattdessen bei hohen Kursen verkaufen und bei niedrigen kaufen , ziemlich banal erscheint, weil die Schwierigkeit ja gerade darin besteht , vorher zu wissen wann ein Kurs hoch ist und wann niedrig), ist aber gerade nicht das , worum es beim cost average effect geht, der vergleicht nämlich nur solche regelmäßige Anlagen untereinander, macht also gar keine Aussage darüber, ob andere Strategien besser oder schlechter sind. Insofern gehören die vorangehenden Ausführungen eigentlich gar nicht zum Thema. Darin, dass in das Schlagwort cost average effect alle tatsächlichen oder vermeindlichen Vorteile einer festen regelmäßigen Anlage hinein interpretiert werden, liegt ja gerade das Missverständnis über die ursprüngliche Bedeutung dieses Begriffs, der vielleicht von nichts Böses ahnenden Wirtschaftswissenschaftlern eingeführt wurde, nur um eben den Unterschied zwischen Preis- und Mengen-Konstanz zu charakterisieren. (nicht signierter Beitrag von 212.114.188.238 (Diskussion) J-PG MaL LaCHeN?! 21:25, 9. Dez. 2008 (CET))

Cost Average einfach erklärt:[Quelltext bearbeiten]

1) Ich habe 2.400 Euro und kaufe 24 Aktien a 100 Euro. Der Kurs fällt im ersten Jahr von 100 auf 50 und steigt im zweiten Jahr wieder auf 100. Gewinn 0 Euro.


2) Ich habe 2.400 Euro und kaufe aber jeden Monat nur eine Aktie. Der Kurs fällt im ersten Jahr (der Einfachheit halber) linear auf 50 Euro. Damit ist mein durchschnittlicher Kaufpreis 75 Euro im ersten Jahr. Im zweiten Jahr steigt der Kurs linear wieder auf 100 Euro. Mein durchschnittlicher Kaufpreis ist wieder 75 Euro. Am Ende des zweiten Jahres habe ich 24 Aktien zu durchschnittlich 75 Euro gekauft und der Kurs ist bei 100 Euro, macht 33% Gewinn.


3) Wie 2), der Kurs steigt aber kontinuierlich von 100 auf 200 Euro. Mein durchschnittlicher Kaufpreis beträgt dann 150 Euro und am Ende habe ich 33% Gewinn.


4) Wie 1), aber der Kurs steigt kontinuierlich von 100 auf 200 Euro macht 100% Gewinn.


5) der Effekt verstärkt sich, wenn ich nicht eine Aktie (feste Zückzahl zu dem jeweiligen Kurs), sondern für einen festen Betrag Fondsanteile kaufe, da ich dann mehr günstige und weniger teure Anteile kaufe.


Fazit 1: Natürlich ist 4) am besten, aber 2 Aspekte: a) Wenn es runter geht ist es umgekehrt, dann ist 4) am schlechtesten und b) Wenn ich spare (Sparplan) dann habe ich in der Regel nicht das ganze Geld verfügbar, sondern spare eben monatlich einen Teilbetrag. Und selbst wenn ich einen großen Betrag zur Verfügung habe, gebe ich ihn immer stufenweise aus, um das Risiko einzudämmen.


Fazit 2: Es läuft meist wie unter 5), da ich eben einen festen Teilbetrag monatlich zur Verfügung habe. Außerdem ist es immer von Vorteil, mehr billige Aktien und weniger teuere Aktien zu kaufen. Gehts runter sind hauptsächlich meine wenigen teuren Aktien betroffen, gehts rauf sind haupsächlich meine vielen günstigen Aktien betroffen.


Auch kann der Cost Average Effekt nicht nachlassen, denn was für den letzen Kauf gilt, gilt auch für den ersten oder jeden anderen Kauf: Nämlich alle anderen Käufe (Vergangenheit oder Zukunft) erfolgen zu anderen Kursen.


Sicher ist auf jeden Fall, es handelt sich um Spekulation auf die Zukunft. Welches Risiko man sich leisten kann, und damit welche Chance, muss jeder abwägen.

Regards (nicht signierter Beitrag von 89.53.120.107 (Diskussion) J-PG MaL LaCHeN?! 21:25, 9. Dez. 2008 (CET))

Es gibt keinen positiven Cost Average Effekt[Quelltext bearbeiten]

Ich bin entsetzt, bei Wikipedia etwas positives über den Cost Average Effekt zu lesen.

Auf der Seite Fondssparplan steht "Bei regelmäßiger, langfristiger Anlage gleich bleibender Beträge führt die automatische Ausnutzung von Kursschwankungen zu einer Rendite, die über der Rendite der gekauften Anteilsscheine liegt. Dieser Effekt wird als Durchschnittskosteneffekt (auch Cost-Average-Effekt) bezeichnet. "

Das ist reiner Marketing-Humbug. Leider nicht totzukriegen. Erst vor zwei Wochen hat sich die Financial Times darüber beklagt, dass sich jetzt sogar die Deutsche Bank nicht zu schade ist, mit dem Unsinn Kunden anzulocken: http://www.ftd.de/boersen_maerkte/investmentfonds/:Porfolio-Stumpfe-Wunderwaffe-der-Fondssparpl%E4ne/491431.html

Die Beispiele meines Vorredners sind konsturiert. Ich nehme mal exemplarisch den ersten in leichter Abwandlung:


1) Ich habe 2.400 Euro und kaufe 24 Aktien a 100 Euro. Der Kurs steigt im ersten Jahr von 100 auf 200 und fällt im zweiten Jahr wieder auf 100. Gewinn 0 Euro.


2) Ich habe 2.400 Euro und kaufe aber jeden Monat nur eine Aktie. Der Kurs fällt im ersten Jahr (der Einfachheit halber) linear auf 200 Euro. Damit ist mein durchschnittlicher Kaufpreis 150 Euro im ersten Jahr. Im zweiten Jahr steigt der Kurs linear wieder auf 100 Euro. Mein durchschnittlicher Kaufpreis ist wieder 150 Euro. Am Ende des zweiten Jahres habe ich 24 Aktien zu durchschnittlich 150 Euro gekauft und der Kurs ist bei 100 Euro, macht 33% Verlust.

Ich hoffe man sieht, dass man daraus gar nichts schlussfolgern kann, vor allem nichts zu einem positiven Cost Average Effekt. Aus dem Vergleich der beiden Beispiele kann man nur folgern, dass es besser ist, zu niedrigen Kursen zu kaufen, aber das hilft einem nicht, weil niemand die Glaskugel hat, mit der er sehen könnte, wie sich die Kurse in Zukunft entwickeln. Das beste daran, regelmäßig zu investieren ist, dass es einen diszipliniert, weil die meisten Menschen das Geld sonst eher verplempern und man verschwendet nicht seine Lebenszeit damit, zu versuchen, den richtigen Zeitpunkt zum investieren des Gesamtbetrages abzupassen. -- DrUli 23:07, 5. Apr. 2009 (CEST)

Negativer Cost Average effect[Quelltext bearbeiten]

Ich habe in manchen Anlage Broschüren auch Aussagen zum 'Negativen Cost Average Effekt' gefunden. Ich habe den Artikel entsprechend ergänzt. Ich hoffe es hilft. --Smagc 22:01, 10. Mai 2010 (CEST)

Abnehmender Effekt bei langer Laufzeit[Quelltext bearbeiten]

Die Behauptung im Artikel, der Effekt würde bei langer Laufzeit abnehmen, weil die neuen Raten klein im Vergleich zum bereits angesparten Betrag sind, halte ich für falsch. Der Effekt besteht doch darin, dass im Vergleich zum Alternativszenario (konstante Mengen) der Einkauftpreis günstiger ist. Dieser Unterschied bleibt aber ungeschmälert erhalten, ganz egal wie lange die Laufzeit ist, oder wie sich die Kurse entwickeln. Wenn ich für mein eingesetztes Kapital jedesmal (im Duchschnitt) 10% mehr Anteile kaufen kann, dann habe ich auch am Ende 10% mehr Anteile und damit eine entsprechend höhere Rentite. Der Einfluss auf die Rendite bleibt also gleich. Der Einfluss auf das Endkapital wird bei langer Laufzeit eher noch stärker, weil bei tendenziell steigenden Kursen im Alternativszenario der Großteil des Kapitals erst zum Ende der Laufzeit angelegt wird und damit die Anlagedauer sinkt. Auf die Irrelevanz des Effektes für Geldanlagen hat das alles aber natürlich keinen Einfluss. Die folgt nicht aus einer abnehmenden Wirkung bei langer Laufzeit, sondern ergibt sich aus dem unrealistischen Alternativszenario. -- Olivenbaer 12:58, 28. Dez. 2010 (CET)