Diskussion:Herbert Eulenberg

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Nationalpreis der DDR[Bearbeiten]

Darüber, ob er in die Einleitung gehört oder nicht, kann man sicherlich verschiedener Meinung sein. Ich persönlich würde ihn dort lassen. Eine andere Frage ist, was es heißt, er habe ihn noch nicht einmal entgegen genommen. Hat er ihn abgelehnt? Und wenn ja, ließe sich das belegen? Gruß an den Änderer von heute 13.37 Uhr und andere Interessierte. --Datschist 14:03, 12. Jan. 2012 (CET)

Er ist aus Altersgründen nicht zur Verleihung erschienen ([1]). Ich glaube, da wird die Bedeutung des Nationalpreises stark überschätzt, wofür auch die seltsame Formulierung "als erster Preisträger" spricht (der Preis wurde jährlich natürlich nicht nur an einen verliehen, Eulenberg war also einer aus der ersten Gruppe von 48 Personen). Übrigens handelte es sich bei Eulenbergs Nationalpreis um die geringste Ausführung, einen von 24 dritten Preisen zu 25000 DM. Wer mag, kann nachsehen, bei wem es in der Einleitung steht oder überhaupt im Artikel erwähnt wird (Kategorie:Nationalpreisträger (DDR)). --84.130.153.140 18:44, 12. Jan. 2012 (CET)
Du hast mich überzeugt. Ich hoffe, die von dir freundlicherweise angeführte Quelle "Spiegel" können wir unterschlagen, dieser Schreibstil (hämisch und schnoddrig, herabsetzend) ist ja ekelhaft. --Datschist 22:06, 12. Jan. 2012 (CET)

Nachsatz: Wir schreiben den August 1949, weder BRD und DDR waren schon gegründet. Der Nationalpreis war an sich gesamtdeutsch gedacht, der ersten Preisverleihung ging mindestens in der SBZ, wahrscheinlich aber auch in intellektuellen westlichen Kreisen eine breite Debatte hinsichtlich der Nominierungen voraus. Angesichts der noch nicht verblassten Kriegsschrecken wollte man im Land der Dichter und Denker wirkliche große Geistesleistungen, die der Menschheit was gebracht haben, ehren. Ein Ansatz, der mir heute noch gefällt und gefallen würde. Außerdem sind 100.000DM für die I. Klasse und immer noch 25.000 DM für die III. Klasse für damalige Verhältnisse eine recht ordentliche Summe. Man sollt also den Preis nicht überschätzen, aber auch nicht unterschätzen. Das es ab 1950 ein Preis der DDR war, schmälerte natürlich nach westlicher Sicht den Wert des Preises.--scif 14:52, 9. Feb. 2012 (CET)

Die BRD wurde vorher im Mai, die DDR danach im Oktober gegründet, dementsprechend war das gerade dann eine machtpolitische Angelegenheit. Wenn ein Preis auf einer Debatte ohne freie Meinungsäußerung beruht, schmälert dies dessen Wert selbstverständlich auch aus "östlicher Sicht", außer man versteht darunter das Bekenntnis zu einer Diktatur und die Gleichgültigkeit gegenüber zentralen Menschenrechten. --84.130.182.176 15:32, 9. Feb. 2012 (CET)
Ich denke, wir müssen uns nicht streiten. Wenn ein Preis auf einer Debatte ohne freie Meinungsäußerung beruht... , war das 1949, und nur um dieses Jahr geht es hier, so? Ansonsten habe ich irgendein Datum im September als Gründung der BRD im Kopf, mit Mai irgendwas von GG. Ich hoffe, man verzeiht mir diesen Lapsus als Mauerkind... ;-)--scif 15:46, 9. Feb. 2012 (CET)
Da war ich auch nicht dabei, aber das mit dem Grundgesetz wird meist als Gründung bezeichnet, im September wurden Bundesrat und Bundestag gemäß der Wahl vom August konstituiert. Es waren die politisch aufgeheizten Wochen und Monate, in denen die Teilung Deutschlands besiegelt wurde (daher auch die Polemik in den Spiegel-Artikeln). --84.130.182.176 16:40, 9. Feb. 2012 (CET)

Eulenberg als kritischer Schilderer der bayerischen Dynastie der Wittelsbacher[Bearbeiten]

Herbert Eulenberg kommen zahlreiche Verdienste zu. Ein Verdienst liegt darin, als einer der ersten allgemein anerkannten deutschen Autoren ein kritisches Bild der bayerischen Dynastie der Wittelsbacher entworfen zu haben ("Die letzten Wittelsbacher", Wien 1929). Während bayerische Darstellungen, zum Teil noch bis in die Gegenwart, in ihrer Idealisierung und Überschätzung der heimischen Monarchen kaum ernst genommen werden können, stellte Eulenberg kritische Fragen und beantwortete diese ganz im Sinne eines gesunden Menschenverstandes und nicht unter dem Eindruck zweifelhafter, weil wenig sachlicher, regionalpatriotischer Gefühle. Ganz offensichtlich hat er sich bei den Arbeiten zu seinem Wittelsbacher-Buch gut vorbereitet und neben einschlägigen Werken der Fachliteratur auch die Tagespresse ausgiebig ausgewertet. Bedauerlicherweise endet sein Buch mit Ludwig III., dem letzten der Bayernkönige, und ermöglicht ihm nur darin noch kurz Bezug auf den Thronprätendenten, den Kronprinzen Rupprecht (1869-1955) zu nehmen. Indem Eulenberg einen martialischen Aufruf Rupprechts aus dem Ersten Weltkrieg, den man nur als einen Akt von Volksverhetzung werten kann, wiedergab, leistete er einen frühen und wertvollen Beitrag zu ehrlicher Geschichtsschreibung, obwohl er selbst kein Historiker war und wohl auch nicht an Historikern gemessen werden wollte. Noch heute ist Eulenbergs Dynastenporträt von Interesse, da es besonders zu Ludwig III., zum Prinzregenten Luitpold, zu Ludwig II. und zu Maximilian II. wichtige Einzelsapekte anspricht, die etwa den bayerischen Wiki-Autoren noch bis heute tabu sind. Zu Kronprinz Rupprecht von Bayern und dessen erst kürzlich publik gewordenen Antisemitismus, Rassismus, sowie dubiosem Verhalten im Ersten Weltkrieg (Kriegsverbrechen) enhält die Diskussionsseite seines Wiki-Eintrags interessante Aufschlüsse: http://de.wikipedia.org/wiki/Diskussion:Rupprecht_von_Bayern --Zworo (Diskussion) 14:01, 6. Jan. 2013 (CET)

Eulenbergs "Palästina" und Aussagen über Juden[Bearbeiten]

Die größte deutschsprachige jüdische Internetplattform haGalil (München/Tel Aviv) veröffentlichte im Oktober 2013 einen Aufsatz zu Eulenbergs Palästinareise. Wenn keine Einwände erhoben werden, stelle ich den Link auf die Artikelseite. http://www.hagalil.com/archiv/2013/10/09/eulenberg/ --Zworo (Diskussion) 20:03, 12. Okt. 2013 (CEST)

Als Quelle nicht geeignet, wie du durch die Bezeichnung "Aufsatz" auch schon selbst zeigst. 89.204.135.192 22:46, 12. Okt. 2013 (CEST)
Ein Aufsatz in einer renommierten Zeitung wäre prima geeignet. Aber, was bietet dieser konkrete Aufsatz (Věnceslav Schwartz: Ein rheinischer Dichter besucht den Judenstaat: “Tel-Aviv” von Herbert Eulenberg (1929), bei Hagalil, 9. Oktober 2013), außer dass er ein paar Absätze aus dem Buch Palästina - Eine Reise ins gelobte Land (1929) wiedergibt ? Wenn Du einen Mehrwert für den Leser siehst, außer dass er nicht in die Bibliothek rennen muss, dann könnte der Verweis hier auch eingefügt werden. Aber, ist das so? Du könntest natürlich den Abschnitt aus dem Buch selbst paraphrasieren und in die Vita einfügen, wenn die dort nur knapp erwähnte Reise einen größeren Stellenwert bekommen soll... ... gruß --Goesseln (Diskussion) 23:43, 12. Okt. 2013 (CEST)
Ein Aufsatz kann sehr wohl auch wissenschaftlich sein und als Beleg dienen. Auch muss es keineswegs eine "renommierte Zeitung" sein. Zahlreiche andere WP-Artikel stützen sich ebenfalls auf Aufsätze von Internetplattformen. Autor Schwartz gibt Literatur an, die auch in jedem wissenschaftlichen Aufsatz als Literatur akzeptiert werden würde.
Wir haben nunmal in Deutschland, traurige Tatsache, recht wenige namhafte Autoren, Schriftsteller, Künstler, aus der ersten Hälfte des 20. Jh., die judenfreundlich waren. Nachdem es bei WP allgemein Usus ist, bei Promis deren Antisemitimus, belegt durch Aussagen oder Handlungen, anzugeben, dachte ich mir, könnte man hier bei Eulenberg mal das Entgegengesetzte tun, indem man dessen Judenfreundlichkeit betont, eben durch Verweis auf diesen haGalil-Artikel. Keine gute Idee?--Zworo (Diskussion) 23:53, 17. Okt. 2013 (CEST)

Im selben Jahr starb er an den Folgen eines Unfalls[Bearbeiten]

Kann man das genauer spezifizieren? --Siehe-auch-Löscher (Diskussion) 15:02, 23. Apr. 2014 (CEST) Eigentlich nicht, besser ist es, den Satz zu löschen,er bringt keine neue Kenntnis.Eulenberg (Diskussion) 13:34, 24. Apr. 2014 (CEST)