Docear

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Zur Navigation springen Zur Suche springen
Docear
Basisdaten

Entwickler Jöran Beel, Stefan Langer, Marcel Genzmehr
Aktuelle Version 1.2[1]
(2. Dezember 2015)
Betriebssystem plattformunabhängig
Programmiersprache Java[2]
Kategorie Literaturverwaltung, Mind-Maps
Lizenz GPL (Freie Software)
deutschsprachig ja
www.docear.org

Docear ist ein freies Literaturverwaltungsprogramm zum Suchen, Verwalten, und Erstellen wissenschaftlicher Literatur. Docear wird unter der GNU General Public License veröffentlicht. Die Anwendung ist in Java programmiert und wird sowohl für Microsoft Windows, Linux als auch macOS angeboten.

Besonderheiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Entwickler betonen auf ihrer Website drei Besonderheiten von Docear.[3]

  • Docear hat ein "Single-Section" User Interface. Dieses soll das Sortieren von PDF-Dateien und Notizen in Kategorien effektiver ermöglichen als mit klassischen User Interfaces, die aus drei Teilen bestehen (eins für die Kategorien, eins für die Dokumentenliste, und eins für die Notizen). Die Entwickler verweisen darauf, dass es mit ihrem Konzept möglich sei, einzelne Notizen in beliebige Kategorien zu sortieren, während bei anderen Programmen üblicherweise nur ganze Dokumente (samt Notizen) sortiert werden könnten. Auch könnten Notizen eines PDFs in separate Kategorien sortiert werden. Notizen erstellen Nutzer nicht direkt mit Docear, sondern mit einem beliebigen PDF Reader wie Adobe Reader oder PDF-XChange Viewer. Die jeweiligen Notizen importiert und synchronisiert Docear.
  • Mind-Maps. Docear ermöglicht es, wissenschaftliche Arbeiten zu entwerfen. Die vorhandenen PDFs und Notizen können in Docear direkt in die Entwürfe hinein kopiert werden. So fällt das Verweisen auf Quellen leichter, als wenn eine externe Software genutzt wird. Ein Export des Entwurfs zu Microsoft Word oder OpenOffice ist möglich. Zumindest für Microsoft Word existiert ein Add-On, Docear4Word, welches das automatische Erstellen und Formatieren von Referenzen und nahezu beliebigen Zitierstilen ermöglicht (APA, Harvard, ACM, ...).
  • Docear bietet einen Empfehlungsdienst für wissenschaftliche Literatur. Dieser empfiehlt kostenlos downloadbare wissenschaftliche Arbeiten aus Docears Digitaler Bibliothek mit 2 Millionen Artikeln.[4]

Funktionen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Konzept zur Organisation von Literatur und Notizen
    • Single-section user-interface
    • Fokus auf Notizen statt auf Dokumenten
  • Möglichkeit eigene Literatur zu verfassen mittels...
    • Mind mapping
    • Import von Notizen in PDF-Dateien
    • Referenzmanager
    • Dateimanager
    • Akademische Suchmaschine (geplant)
    • Add-On für Microsoft Word (Docear4Word)
  • Empfehlungsdienst für wissenschaftliche Dokumente
  • Automatische Erstellung von Referenzen für PDF-Dateien
  • "Monitoring" Funktion zum automatischen Importieren neuer PDFs
  • plattformunabhängig
  • Open Source (GPL2)
  • Verwendung freier Datenformate (PDF, XML, und BibTeX)
  • Kostenlose Nutzung
  • Kostenloser Support
  • Kein Zwang zur Registrierung
  • Online backup (optional)
  • Online Viewer (Prototyp)
  • Mobile Version (geplant)
  • Echtzeit-Kollaboration (geplant)
  • Synchronisation zwischen verschiedenen Geräten (geplant)

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Docear ging aus dem Program SciPlore MindMapping hervor.[5] SciPlore MindMapping wurde zwischen 2009 und 2011 von Jöran Beel und Bela Gipp im Rahmen ihrer Promotionsarbeiten entwickelt. Seit 2011 entwickelt Jöran Beel zusammen mit Stefan Langer und Marcel Genzmehr Docear, und SciPlore MindMapping wurde nicht mehr weiter entwickelt. Das Grundkonzept der beiden Tools ist gleich. Jedoch basiert(e) SciPlore MindMapping auf der MindMapping Software FreeMind, während Docear auf FreePlane basiert. Außerdem ist die Referenzmanagementsoftware JabRef direkt in Docear integriert. Neben den genannten Personen gibt es einige weitere Beteiligte und Docear wird von der Otto-von-Guericke Universität und der University of California, Berkeley unterstützt.

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Blog « Docear. (abgerufen am 20. Oktober 2018).
  2. The docear Open Source Project on Open Hub: Languages Page. In: Open Hub. (abgerufen am 19. Juli 2018).
  3. Erklärung aller Funktionen
  4. Jöran Beel, Stefan Langer, Marcel Genzmehr, Andreas Nürnberger: Introducing Docear’s Research Paper Recommender System. In: Proceedings of the 13th ACM/IEEE-CS Joint Conference on Digital Libraries (JCDL’13). ACM, 2013, ISBN 978-1-4503-2077-1, S. 459–460.
  5. Praktische Mindmaps erstellen geht ganz einfach: Ohne Papierkram klappt das mit der Freeware Docear

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]