Donatella della Porta

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Donatella della Porta (geboren 3. Juni 1956 in Catania) ist eine italienische Politikwissenschaftlerin und Professorin für Politikwissenschaft und Politische Soziologie am Europäischen Hochschulinstitut. Sie ist für ihre Forschung zu den Gebieten Soziale Bewegungen, Korruption, politisch motivierte Gewalt und Politik der öffentlichen Ordnung bekannt, zu denen sie Untersuchungen in Italien, Frankreich, Deutschland und Spanien durchführte.

Leben und Karriere[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

1978 schloss Donatella della Porta ihr Studium der Politikwissenschaft an der Universität Catania mit einem Bachelor of Arts ab. 1981 erwarb sie ihr Diplôme d’études approfondies an der École des Hautes Études en Sciences Sociales in Paris. 1987 promovierte sie mit der Schrift Underground political organizations. Leftwing terrorism in Italy am Europäischen Hochschulinstitut in Florenz.

1991 war sie Gastprofessorin an der Wesleyan University in Middletown (Connecticut) und kehrte im gleichen Jahr an die Universität Florenz zurück. Bis 1993 forschte sie am Wissenschaftszentrum Berlin für Sozialforschung über „vergleichende Analyse politischer Gewalt und Terrorismus in Italien und Deutschland“, was vom Ministero della Pubblica Istruzione und durch ein Guggenheim-Stipendium finanziert wurde. Von 1993 bis 1996 leitete sie ein internationales Forschungsprojekt über die Kontrolle von Massendemonstrationen in Europa. 1997 und 2003 erhielt sie Stipendien der Alexander von Humboldt-Stiftung.

Sie ist seit 2003 beurlaubte Professorin für Politikwissenschaft an der Universität Florenz, wo sie Direktorin der Fakultät für Politikwissenschaften und Soziologie war. Seit 2003 ist sie Professorin für Soziologie am Europäischen Hochschulinstitut.[1]

Donatella della Porta leitete das 2004–2008 von der Europäischen Kommission finanzierte Projekt DEMOS (Democracy in Europe and the Mobilization of the Society, deutsch: „Demokratie in Europa und gesellschaftliche Mobilisierung“), das sich mit partizipativer Demokratie und sozialen Bewegungen beschäftigte und hierzu publizierte.[2]

Seit September 2014 forscht sie am Robert Schuman Centre for Advanced Studies.[3] 2012 wurde sie zum Mitglied der Academia Europaea gewählt.[4]

Donatella della Porta lebt in Florenz.[1]

Schriften (Auswahl)[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. a b Download des Lebenslaufs bei Curriculum Vitae. Januar 2012, abgerufen am 1. Juni 2015.
  2. Demokratie in Europa und gesellschaftliche Mobilisierung. Abgerufen am 2. Juni 2015.
  3. Donatella Della Porta, Short Biography. 18. September 2014, archiviert vom Original am 11. Juni 2015; abgerufen am 1. Juni 2015. i Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe den Link gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www.eui.eu
  4. Mitgliederverzeichnis: Donatella della Porta. Academia Europaea, abgerufen am 4. Oktober 2017 (englisch).