Dragica Rajčić

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Dragica Rajčić 2016

Dragica Rajčić (Pseudonym Karla Jakob; * 1. April 1959 in Radošić (Lećevica)) ist eine kroatische Schriftstellerin.

Leben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Dragica Rajčić wuchs in Kroatien auf. Nach dem Abitur und einem Australien-Aufenthalt kam sie 1978 in die Schweiz, wo sie als Putzfrau, Büglerin und Heimarbeiterin tätig war. 1988 kehrte sie nach Kroatien zurück. Sie gründete dort die Zeitung Glas Kaštela und arbeitete als Journalistin. 1991 floh sie während der Jugoslawienkriege mit ihren drei Kindern in die Schweiz, wo sie sich in der Friedensarbeit engagierte. Anschließend studierte sie „Soziokulturelle Animation“ an der HSA Luzern. Sie lebt in Zürich und Innsbruck und ist mit Johann Holzner verheiratet.[1]

Dragica Rajčić begann Anfang der Siebzigerjahre mit dem Schreiben, zuerst in ihrer Muttersprache. Seit ihrem ersten Aufenthalt in der Schweiz entstanden auch Gedichte, Kurzprosa und Theaterstücke in deutscher Sprache. Rajčić pflegt in ihren deutschsprachigen lyrischen Werken häufig einen bewusst an das so genannte „Gastarbeiterdeutsch“ angelehnten, an der Oberfläche rudimentär-fehlerhaft wirkenden Stil.

Auszeichnungen / Förderbeiträge / Stipendien[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Erster Preis „Fremd in der Schweiz“ Universität Bern 1987
  • Adelbert-von-Chamisso-Preis 1994
  • 2. Förderpreis zum Lyrikpreis Meran (I) 1994
  • Werkbeitrag des Kantons St. Gallen, 2000, 2005, 2012
  • Werkbeitrag der Stadt St. Gallen 1994, 1999
  • Förderpreis der Stadt St. Gallen 1995
  • Werkbeitrag Pro Helvetia 1995
  • Werkbeitrag UBS, 1999 Zürich
  • Swiss Writer-in-Residence Max Kade Kulturhaus Lexington University of Ky 2007/2008 (USA)
  • Swiss Writer in Residence IWP Iowa, September bis November 2009
  • Sivije Strahimir Kranjčević, Erster Preis für Prosa auf kroatisch, Hrvatska Matica iseljenika, Zagreb, 2008
  • Arbeitsstipendium der Robert-Bosch-Stiftung, 2009
  • Literaturhaus Zürich, Text des Monats, Prosa 2009
  • Werkbeitrag Kanton St.Gallen 2012
  • Werkbeitrag Stadt Zürich, 2015 für ersten Roman Liebe um Liebe
  • Premio Ciampi, Valigie Rosse für Lyrik, Livorno (Italien) 2015

Werke[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Halbgedichte einer Gastfrau. St. Gallen 1986.
  • Lebendigkeit Ihre züruck: Gedichte 1992.
  • Buch von Glück. Zürich 2004
  • Nur Gute kommt ins Himmel. Zürich 1994.
  • Post bellum. Zürich 2000.
  • Warten auf Broch. Innsbruck 2011.
  • Ein Stück Sauberkeit. Theaterstück. 1992. Theater im Fass, Schaffhausen
  • Aufliebeseen. Theaterstück. 2000. Stadttheater St.Gallen
  • Glück. Theaterstück. 2018/19; Regie: Ursina Greuel. Basel und Zürich,
  • Glück. Stimmen. Der gesunde Menschenversand; edition spoken script. Luzern 2019

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Laurel Cohen-Pfister: Dragica Rajcic. Writing Women and War in the Margins. The Cupola: Scholarship at Gettysburg College (German Studies Faculty Publications, 16)
  • Christine Elena Fritze: Collaborating beyond the boundaries of citizenship: a transcultural perspective on public participation in the development of Swiss immigrant policy. University of Victoria. Canada, 2012.
  • Erika M. Nelson: Traumatic Traces. In: Reconfigurations: A Journal for Poetics & Poetry/Literature & Culture 3. 2009.
  • Erika M. Nelson: Reading Rajčić. In: Women in German Yearbook: Feminist Studies in German Literature & Culture, 2010, S. 167–195.
  • Erika M. Nelson: One of Innumerable Antigones. In: Reconfigurations: A Journal for Poetics & Poetry/Literature & Culture, 5, 2011.
  • Holly Fulton Osborn: Dragica Rajčić. Poetry; Poems; Slavic Languages and Societies. UKnowledge (disClosure: A Journal of Social Theory)
  • Charlotte Schallié, Christine Fritze: Poems by Dragica Rajčić. In: Women in German Yearbook: Feminist Studies in German Literature & Culture, Bd. 26, S. 137–145.
  • Charlotte Schallié, Christine Fritze: „Switzerland Has Run Out of Steam on Its Way to Multiculturalism“: An Interview with Dragica Rajčić. In: Women in German Yearbook: Feminist Studies in German Literature & Culture, 26, 2010, S. 146–166.
  • Lyrik von Dragica Rajcic. In: Schweizer Monatshefte Ausgabe Juni/Juli 2005.[2]

Film[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Catherine Arber: Geheimnisvolle Tauben und zauberhafte Murmeln. In: education, 4.13. Amtliches Schulblatt des Kantons Bern, Dezember 2013, S. 40. online (PDF-Datei, 2.9. MB.)
  2. [1]