Adelbert-von-Chamisso-Preis

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Abbas Khider ist der Preisträger des 33. und letzten Adelbert-von-Chamisso-Preises 2017. Von rechts: Katty Salié (Moderatorin), Uta-Micaela Düring (Geschäftsführerin der Robert-Bosch-Stiftung), Abbas Khider (Schriftsteller) und N.N. (Möglicherweise: Dr. Joachim Rogall, Geschäftsführer der Robert-Bosch-Stiftung). Der Preis wurde in der Münchner Allerheiligenhofkirche verliehen.

Der Adelbert-von-Chamisso-Preis der Robert Bosch Stiftung wurde von 1985 bis 2017 verliehen (bis 2005 gemeinsam mit der Bayerischen Akademie der Schönen Künste, seit 2006 von der Robert Bosch Stiftung allein). Der Literaturpreis zeichnete das deutschsprachige, bereits publizierte Werk von Autoren aus, die nichtdeutscher Sprachherkunft sind, wie es auch Adelbert von Chamisso war. Der Hauptpreis war mit 15.000 Euro (2017) dotiert.

Daneben wurden bis zu zwei Förderpreise vergeben, bei denen auch unveröffentlichte Texte berücksichtigt wurden; sie waren mit jeweils 7000 Euro dotiert.

Seit 1997 verlieh die Stiftung in unregelmäßigen Abständen auch eine (nicht dotierte) Ehrengabe zum Adelbert-von-Chamisso-Preis an Persönlichkeiten, die durch ihr Lebenswerk in besonderer Weise im Sinne des Chamisso-Preises gewirkt haben.

Die Bekanntgabe der neuen Preisträger erfolgte jährlich auf der Frankfurter Buchmesse. Die feierliche Preisverleihung fand jeweils im Februar oder März in München statt (seit 2005 in der Allerheiligen-Hofkirche der Münchener Residenz, 1985 bis 2004 im Festsaal der Bayerischen Akademie der Schönen Künste). Seit 2009 wurden die Preisträger in einem eigenen Magazin namens "Chamisso" vorgestellt, das zum Preis erschien.[1]

Der feststehende Begriff „Chamisso-Literatur“ (evtl. noch Neologismus) grenze sich von der sogenannten Gastarbeiterliteratur ab, hieß es bei der Preisträger-Bekanntgabe 2007.

Nach 33 Jahren wurde der Chamisso-Preis im März 2017 zum letzten Mal vergeben, da das Projekt von der Robert Bosch Stiftung eingestellt wurde.[2]

Preisträger[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Heinz Friedrich (Hrsg.): Chamissos Enkel. Zur Literatur von Ausländern in Deutschland. dtv, München 1986, ISBN 3-423-10533-X.
  • Dietrich Krusche (Hrsg.): Der gefundene Schatten. Chamisso-Reden 1985 bis 1993 München 1993. ISBN 978-3-927743-12-0
  • Robert Bosch Stiftung (Hrsg.): Viele Kulturen eine Sprache. Adelbert-von-Chamisso-Preisträgerinnen und Preisträger 1985–2007. Stuttgart 2007.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Siehe Eintrag des Magazins in der Deutschen Nationalbibliothek unter http://d-nb.info/993821812
  2. http://www.stuttgarter-nachrichten.de/inhalt.chamisso-preis-wird-eingestellt-klassenziel-erreicht-ohne-auszeichnung.964383b1-3b2c-44e0-98d3-85b7ac2e0388.html