Johann Holzner

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Zur Navigation springen Zur Suche springen
Johann Holzner

Johann Holzner (* 16. September 1948 in Innsbruck) ist ein österreichischer Germanist und Hochschullehrer.

Leben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Johann Holzner studierte nach dem Besuch des Akademischen Gymnasiums in Innsbruck Geschichte, Germanistik und Philosophie (Abschluss 1972 an der Universität Innsbruck: Dr. et Mag. phil.). 1985 wurde er Univ.-Dozent (Neuere deutsche Sprache und Literatur), 1994 Ao. Univ.-Prof. am Institut für Germanistik der Universität Innsbruck. 2001–2013 war er Leiter des Forschungsinstituts Brenner-Archiv an der Universität Innsbruck. – Lehrtätigkeit u. a. auch an der Universität Wrocław (1979/80), Universität Salzburg (1986), University of California, Santa Barbara (1994 und 1996), Universität St. Petersburg (1998), Universität Jyväskylä (2009) und Universität Maribor (2012). Seit 2014 ist er Vorsitzender der Gesellschaft der Freunde und Förderer des Theodor-Fontane-Archivs Potsdam, seit 2016 Vorsitzender des Internationalen Trakl-Forums in Salzburg.

Johann Holzner ist mit der Schriftstellerin Dragica Rajčić verheiratet.

Auszeichnungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Förderungspreis des Theodor Körner-Stiftungsfonds (1983)
  • Preis der Landeshauptstadt Innsbruck für wissenschaftliche Forschung (1986)
  • Ehrenzeichen für Kunst und Kultur der Landeshauptstadt Innsbruck (2011)
  • Großes Ehrenzeichen für Verdienste um die Republik Österreich (2014)

Publikationen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Monographien
  • Untersuchungen zur Überwindung des Nationalsozialismus in Österreich. Dissertation. Innsbruck 1971
  • Franz Kranewitter. Provinzliteratur zwischen Kulturkampf und Nationalsozialismus. Habilitationsschrift. Innsbruck 1985
Herausgeberschaften
  • (mit Michael Klein und Wolfgang Wiesmüller) Studien zur Literatur des 19. und 20. Jahrhunderts in Österreich: Festschrift für Alfred Doppler zum 60. Geburtstag. Innsbruck 1981.
  • (mit Gerhard Oberkofler) Ausbruch aus der Provinz. Adolf Pichler – Alois Brandl: Briefwechsel (1876–1900). Innsbruck 1983.
  • (mit Wolfgang Wiesmüller) Jugoslawien – Österreich. Literarische Nachbarschaft. Innsbruck 1986.
  • (mit Udo Zeilinger) Die Bibel im Verständnis der Gegenwartsliteratur. St. Pölten – Wien 1988.
  • Kopf oder Adler. Andere Erzählungen aus Tirol. Innsbruck 1991.
  • (mit Sigurd Paul Scheichl und Wolfgang Wiesmüller) Eine schwierige Heimkehr. Österreichische Literatur im Exil 1938 bis 1945. Innsbruck 1991.
  • (mit Erika Schuster) Moderne Literatur – Herausforderung für Theologie und Kirche. Innsbruck – Wien 1992.
  • (mit Wolfgang Wiesmüller) Ästhetik der Geschichte. Innsbruck 1995.
  • (mit Dragutin Horvat) Einschließung und Abweisung der Tradition. Österreichische Lyrik 1945–1995. Zagreb 1996.
  • (mit Oskar Putzer und Max Siller) Literatur und Sprachkultur in Tirol. Innsbruck 1997.
  • Literatur in Südtirol. Innsbruck 1997.
  • (mit Karl Müller) Literatur der 'Inneren Emigration' aus Österreich. Wien 1998.
  • (mit Stefan Simonek, Wolfgang Wiesmüller) Russland – Österreich. Literarische und kulturelle Wechselwirkungen. Bern 2000.
  • (mit Elisabeth Walde) Brüche und Brücken. Kulturtransfer im Alpenraum von der Steinzeit bis zur Gegenwart. Wien-Bozen 2005.
  • (mit Manfred Moser, Hans Prantl, Daniela Rummel-Volderauer, Anton Unterkircher) Josef Leitgeb: Christian und Brigitte. Roman. Innsbruck 2005.
  • (mit Sandra Unterweger) Schattenkämpfe. Literatur in Osttirol. Innsbruck 2006.
  • (mit Barbara Hoiß) Max Riccabona. Bohemien – Schriftsteller – Zeitzeuge.(Edition Brenner-Forum, Band 4). Innsbruck 2006.
  • (mit Karin Dalla Torre, Paul Renner, Anton Unterkircher und Silvano Zucal) Carl Dallago. Der große Unwissende. Innsbruck 2007.
  • (mit Stefan Neuhaus) Literatur als Skandal. Fälle – Funktionen – Folgen. Göttingen 2007.
  • (mit Alois Hotschnig) Wechselnde Anschriften. Innsbruck 2008.
  • (mit dem Forschungsinstitut Brenner-Archiv) Zeitmesser. 100 Jahre „Brenner“. Innsbruck 2010.
  • (mit Barbara Hoiß) Franz Tumler. Beobachter – Parteigänger – Erzähler. (Edition Brenner-Forum, Band 6). Innsbruck 2010.
  • (mit Brigitte Mazohl und Markus Neuwirth) Triumph der Provinz. Geschichte und Geschichten 1809–2009. Innsbruck 2012.
  • (mit Alois Hotschnig) Changing Addresses. Contemporary Austrian Writing. New Orleans-Innsbruck 2012.
  • (mit Marjan Cescutti und Roger Vorderegger) Raum – Region – Kultur. Literaturgeschichtsschreibung im Kontext aktueller Diskurse. (Schlern-Schriften 360). Innsbruck 2013.
  • (mit Bettina Schlorhaufer und Anton Unterkircher) Walter Schlorhaufer: Glasfeder. Innsbruck 2016.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]