Druzno

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Druzno
Drużno
Drużno Druzno Lake.png
Geographische Lage Ermland-Masuren, Polen
Zuflüsse Dzierzgoń (Sorge), Wąska (Weeske)
Abfluss Elbląg (Elbing)
Größere Städte in der Nähe Elbląg (Elbing), Dzierzgoń (Christburg)
Daten
Koordinaten 54° 4′ 0″ N, 19° 27′ 0″ OKoordinaten: 54° 4′ 0″ N, 19° 27′ 0″ O
Druzno (Polen)
Druzno
Fläche 17,9 km²f5
Länge 9,7 kmf6
Breite 2 kmf7
Mittlere Tiefe 3 mf11

Besonderheiten

Truso, Oberländischer Kanal

Der Druzno (auch Drużno, bis 1949 deutsch Drausensee[1]) ist ein See in der polnischen Woiwodschaft Ermland-Masuren.

Geographische Lage[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der See liegt etwa 30 Kilometer südlich der Danziger Bucht in der Nähe der Ostseeküste, 20 Kilometer südlich des Frischen Haffs, fünf Kilometer südlich der Stadt Elbląg (Elbing) und 15 Kilometer westlich der Stadt Pasłęk (Preußisch Holland).

Geschichte und Beschaffenheit[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Name des Sees, der früher auch See Drausen genannt wurde, geht auf den baltischen Volksstamm der Pruzzen zurück, die ihn Drussino oder Drußno nannten.[2]

Der Druzno ist 9,7 Kilometer lang und 2 Kilometer breit. Er ist der Überrest eines großen Seebeckens, das sich in älteren Zeiten bis Preußisch Holland erstreckte.[3] Der See ist mit einer mittleren Tiefe von drei Metern verhältnismäßig flach. Seine Ausdehnung war in früheren Jahrhunderten deutlich größer[4], doch im Lauf der Zeit wurde dem See Land abgewonnen.[5] Gegen Ende des 19. Jahrhunderts und Anfang des 20. Jahrhunderts, als der See auf der Grenze von West- und Ostpreußen lag, wurden seine Ausdehnung mit zehn Kilometer Länge und vier Kilometer Breite angegeben.[6][3]

Durch den See führen Schifffahrtslinien und Kanuwege, die wegen der starken Verkrautung des Gewässers teilweise mit Seezeichen ausgezeichnet sind. Darunter ist auch die Linie von Elbląg (Elbing) durch den Oberländischen Kanal bis nach Małdyty (Maldeuten). Sein Hauptzufluss ist die Dzierzgoń (Sorge), sein Abfluss die Elbląg (Elbing).[3]

Die Handelsstadt Truso lag am Ufer des Drausensees, als dieser noch Teil des Frischen Haffs war.

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

in der Reihenfolge des Erscheinens
  • Michael Gottlieb Fuchs: Beschreibung der Stadt Elbing und ihres Gebietes in topographischer, geschichtlicher und statistischer Hinsicht. Band 1, Elbing 1818, S. 326–333.
  • August Eduard Preuß: Preußische Landes- und Volkskunde oder Beschreibung von Preußen. Ein Handbuch für die Volksschullehrer der Provinz Preußen, so wie für alle Freunde des Vaterlandes. Gebrüder Bornträger, Königsberg 1835, S. 52–53.
  • Johann Gottlieb Bujack: Die Gruppe der Oberländischen Seen, mit Bezugnahme auf eine Kanal-Verbindung derselben mit dem Drausensee. In: Preußische Provinzial-Blätter. Band 20, Königsberg 1838, S. 354–373.

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Monitor Polski 1949, Nr 76, poz. 947, s. 12 [1]
  2. Michael Gottlieb Fuchs: Beschreibung der Stadt Elbing und ihres Gebietes in topographischer, geschichtlicher und statistischer Hinsicht. Band 1, Elbing 1818, S. 326.
  3. a b c Meyers Großes Konversations-Lexikon. 6. Auflage, 5. Band, Leipzig und Wien 1906, 177.
  4. Bild:Blaeu_1645_-_Prussia.jpg
  5. Friedrich Wilhelm Schubert: Handbuch der allgemeinen Staatskunde des preussischen Staats Bd. 1, Gebrüder Bornträger, Königsberg 1846 S. 267
  6. Meyers Konversationslexikon, Vierte Auflage, 1885-1892 S. 121.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Druzno – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien