Dschand

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Dschand (Ǧand) war im Mittelalter eine Stadt am unteren Lauf des Syrdarja in Transoxanien.

Die Lage der Stadt verortete W. Barthold in der Nähe von Perowsk (dem heutigen Qysylorda)[1].

Seldschuk, der Begründer der türkischen Herrscherdynastie der Seldschuken, übernahm die Herrschaft im muslimischen Dschand und wurde nach seinem Tod 1038 in der Stadt beerdigt[2].

Danach war Dschand eine Zeitlang im Winter die Hauptstadt der Seldschuken.

Der Choresm-Schah Ala ad-Din Atsiz eroberte (nach 1128) die Stadt[3], 1152 wurde Il-Arslan zum Gouverneur der Stadt ernannt, später Tekisch – beide wurden danach ebenfalls jeweils Choresm-Schah.

Die Stadt wurde im 13. Jahrhundert von den Mongolen zerstört – doch wurde sie wohl wieder aufgebaut, denn sie scheint noch bis gegen Ende des 14. Jahrhunderts existiert zu haben[4].

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. W. Barthold: Turkestan, S. 514
  2. W. Barthold: Turkestan, S. 257
  3. W. Barthold: Turkestan, S. 324
  4. W. Barthold: Four Studies, S. 115