Earl Grey (Tee)

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Earl Grey
Lose getrocknet, fermentiert und mit Fruchtschalenstücken
Typ: Schwarzer Tee

Andere Namen: Lady Grey (mit dem Zusatz von Orangen- und Zitronen­schalen sowie Zitronen­aroma)
Herkunft: Vereinigtes Königreich

Kurzbeschreibung: Herb mit Bergamotte-Aroma

Menge: 10–15 g/l
Zeit: 3–5 Min.

Earl Grey ist die Bezeichnung einer Teemischung, die aus schwarzem Tee besteht[1] und ursprünglich aus ausschließlich chinesischen Teesorten bestand. Sie wird mit dem feinen, duftig-bitteren Öl der Bergamotte-Frucht leicht aromatisiert.

Entstehungsgeschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Teesorte wurde nach Charles Grey, 2. Earl Grey, benannt. Er hob 1833 als britischer Premierminister das Preismonopol der East India Company im Teehandel mit China auf. Allerdings ist die Teesorte Earl Grey nicht die Erfindung der Person Earl Grey. Ein „Grey’s Tea“ ist bekannt seit den 1850er Jahren, aber die erste belegte Referenz eines „Earl-Grey-Tees“ sind Anzeigen der Firma Charlton & Co. in der Jermyn Street in London in den 1880er Jahren.[2]

Der zusätzliche Duft schützte – ähnlich wie das Raucharoma beim Räuchern von Wurst- und Fleischwaren – auf der langen Überfahrt von Übersee nach England den jeweils tief im Schiffsrumpf lagernden Tee vor der Annahme von Moder-, Fisch- und/oder Teergeschmack.

Earl Grey wird heute nicht mehr nur aus chinesischen Teesorten gemischt, sondern auch aus anderen.

Das typische Bergamotte-Aroma kommt heute allenfalls in einigen traditionellen Mischungen noch allein von natürlichem Bergamottöl. Stattdessen wird oft, besonders bei billigen Tees, naturidentisches Aroma zugesetzt.

Es gibt auch grünen Earl Grey und Earl Grey versetzt mit einem (feinen) Raucharoma.

Eine Variante des Earl Grey mit dem Zusatz von Orangen- und Zitronenschalen sowie Zitronenaroma wird als Lady Grey bezeichnet.

Legenden[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

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Über die Erfindung des Earl Grey gibt es unterschiedliche Darstellungen. Eine der unbelegten Legenden lautet, dass bei einem Sturm auf einer Überfahrt auf hoher See zwischen England und China die transportierte Ladung des Schiffes stark durcheinandergeworfen wurde und sich dabei auslaufendes Bergamotteöl auf mitgeführte Teeballen ergoss. Lord Grey ließ sich bei der Ankunft des Schiffes in London die Schäden zeigen und beschloss, zunächst den „verschmutzten“ Tee zu probieren und erst dann zu entscheiden, ob die Ladung vernichtet werden müsse.

Trivia[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Earl Grey – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Waldemar Ternes, Alfred Täufel, Lieselotte Tunger, Martin Zobel (Hrsg.): Lebensmittel-Lexikon. 4., umfassend überarbeitete Auflage. Behr, Hamburg 2005, ISBN 3-89947-165-2., Seiten 198, 1845
  2. Foods of England. Abgerufen am 22. Februar 2016.
  3. Earl Grey im Star-Trek-Wiki Memory Alpha