Echo der Zeit

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Radio SRF-Korrespondenten-Treffen 2014

Das Echo der Zeit heisst eine der ältesten noch bestehenden Radiosendungen im deutschsprachigen Raum. Sie ist die abendliche Informations- und Hintergrundsendung auf den Sendern Radio SRF 1, Radio SRF 2 Kultur, Radio SRF 4 News und der Radio SRF Musikwelle von Schweizer Radio und Fernsehen (SRF) und wird oft als Flaggschiff des Deutschschweizer Radios bezeichnet. Basis der Sendung bilden die Berichte der SRF-Korrespondentinnen und Korrespondenten.

Allgemeines[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das Echo der Zeit wurde am 17. September 1945 gegründet und überlebte alle Umbenennungen von Radio Beromünster über Radio DRS bis Radio SRF. Es wird ausser an Feiertagen täglich um 18 Uhr auf Radio SRF 1, SRF 4 News und um 19 Uhr auf SRF 2, SRF 4 News und der SRF Musikwelle ausgestrahlt. Die Sendung dauert jeweils etwa 45 Minuten, am Wochenende 30 Minuten. Die Sendung erreicht täglich rund 700'000 Hörer.

Die Sendungen von Echo der Zeit können im Internet im MP3-Format heruntergeladen oder als Podcast abonniert werden. Die Sendebeiträge kann man auch jeweils einzeln online hören.

Publizistisch hatte die Sendung seit jeher den Anspruch, über blosse Fakten und unmittelbare Aktualität hinaus mit längeren Beiträgen, Interviews und Analysen Geschehnisse nach ihrer Relevanz einzuordnen. Zu ihren bekannten Ausland-Korrespondenten der Pionierzeit zählten unter anderem Heiner Gautschy, Hans O. Staub, Theodor Haller, Alphons Matt und Annemarie Schwyter. Hans Lang prägte das Echo der Zeit von 1948 bis 1978 im Studio Bern. Casper Selg arbeitete über viele Jahre als Korrespondent (USA, D), Moderator und Redaktionsleiter für das Echo.[1] Nach 40 Jahren Radio und TV und vielen Jahren beim Echo der Zeit ging Ursula Hürzeler 2015 in Pension.[2]

Anlässlich des 60. Geburtstags der Sendung bemerkte Bundesrat Moritz Leuenberger im Buch über das Echo der Zeit halb im Scherz, halb im Ernst:

«Und wenn unsere Nachkommen dereinst in den Enzyklopädien nachschauen, woher das Wort Echo kommt, werden sie lesen: „Echo stammt aus der berühmten schweizerischen Radiosendung Echo der Zeit und symbolisiert aufgeklärten Journalismus.“»[3]

2016 ergab eine Untersuchung des Stiftervereins Medienqualität für das Echo der Zeit sowohl in der Dimension der Berichterstattungsqualität (wissenschaftliche Inhaltsanalyse) als auch bei der Qualitätswahrnehmung (Befragungen) die besten Ergebnisse aller untersuchten Schweizer Medien.[4]

Moderatoren[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Nicoletta Cimmino[5]
  • Simone Hulliger
  • Samuel Wyss
  • Beat Soltermann

Produzenten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Tobias Gasser
  • Judith Huber
  • Marcel Jegge
  • Matthias Kündig
  • Markus Hofmann[6]

Redaktionsleitung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Beat Soltermann[7]

Auslandkorrespondenten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Ulrich Achermann (seit 2003): Lateinamerika
  • Martin Aldrovandi (seit 2016 für Nordostasien: China, Japan, Taiwan, Südkorea und Nordkorea)
  • Martin Alioth (seit 1984/2000): Irland/Grossbritannien
  • Franco Battel (seit 2015): Italien
  • Urs Bruderer (seit 2014): Osteuropa
  • Fredy Gsteiger (seit 2006): UNO und diplomatischer Korrespondent
  • Elsbeth Gugger (seit 1992; frei): Niederlande
  • Thomas Gutersohn: Südasien
  • Bruno Kaufmann (seit 1990; frei): Skandinavien
  • Anna Lemmenmeier (seit 2017): Afrika
Radio-Gespräch mit Karin Wenger, Massimo Agostinis und Fritz Dinkelmann
  • David Nauer (seit 2015): Russland
  • Philipp Scholkmann (seit 2012): Naher Osten
  • Isabelle Jacobi (seit 2017): USA (Washington, D.C.)
  • Beat Stauffer (seit 2013): Maghreb (Reisekorrespondent)
  • Peter Voegeli (seit 2015): Deutschland
  • Daniel Voll (seit 2018): Frankreich
  • Urs Wälterlin (frei): Australien
  • Oliver Washington (seit 2014): EU, Belgien, Luxemburg
  • Karin Wenger (seit 2009) Südostasien
  • Christoph Wüthrich: Südosteuropa (Reisekorrespondent)

Anlässlich des 70. Geburtstages des Echo der Zeit veröffentlichte Radio SRF Kurzporträts der weltweit tätigen Korrespondentinnen und Korrespondenten.[8]

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Hanspeter Gschwend: «Echo der Zeit». Weltgeschehen am Radio. Mit einer Audio-CD «Rückblick auf 60 Jahre Echo der Zeit», zusammengestellt von Casper Selg. NZZ Libro, Zürich 2006. ISBN 978-3-03823-246-9

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Interview mit Casper Selg, anlässlich seiner Pensionierung, 30. Juni 2015
  2. Ursula Hürzeler geht in Pension. 30. Dezember 2015, abgerufen am 3. Januar 2016.
  3. Hanspeter Gschwend: «Echo der Zeit». Weltgeschehen am Radio. NZZ Libro, Zürich 2006. S. 10.
  4. Die Ergebnisse auf einen Blick - Medienqualitätsranking 2016. In: mqr-schweiz.ch. Abgerufen am 22. September 2016.
  5. «Echo der Zeit»: Nicoletta Cimmino wird neue Moderatorin. In: srgd.ch. Abgerufen am 30. März 2016.
  6. NZZ. Inland-Redaktor Markus Hofmann geht. In: persoenlich.com. 24. September 2015.
  7. «Echo der Zeit»: Beat Soltermann wird neuer Redaktionsleiter. In: srgd.ch. Abgerufen am 3. August 2016.
  8. Das Korrespondenten-Netz

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]