Eckhard Bodo Elze

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Eckhard-Bodo Elze, 2014

Eckhard-Bodo Elze (* 14. April 1951 in Porst bei Köthen (Anhalt)) ist ein ehemaliger deutscher Kommunalpolitiker. Bis 2014 war er im ehemaligen Kreis Köthen, im ehemaligen Landkreis Köthen und im Landkreis Anhalt-Bitterfeld aktiv.

Leben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Elze ist das jüngste von vier Kindern einer ehemaligen Großbauernfamilie in Porst. Seit seinem 6. Lebensjahr steht er als Sänger auf der Bühne und seit seinem 17. Lebensjahr auf der Karnevalsbühne. Nach dem Abitur studierte er Fördertechnik an der TU Magdeburg. Er arbeitete zunächst als Konstrukteur und später als Abteilungsleiter Kultur beim VEB Förderanlagen und Kranbau Köthen. Ab 1979 war er Ratsmitglied für Kultur beim Rat des Kreises Köthen. Zwischenzeitlich absolvierte er ein Studium der Kulturwissenschaften an der Kunsthochschule Berlin-Weißensee.

Auf Elzes Initiative hin, wurde die Köthener Musikschule Johann Sebastian Bach gegründet, welche 1983 eröffnete. 1985 war er der Intendant der 10. Köthener Bachfesttage im Jubiläumsjahr zur "Bach-Händel-Schütz-Ehrung" der DDR, die seinerzeit erstmals mit internationaler Beteiligung stattfanden. 1987 war er der Beauftragte des Bezirkes Halle zur Koordinierung der Kulturaktivitäten des Bezirkes zum 750. Geburtstag Berlins. Im selben Jahr leitete er die Erweiterung und Sanierung des Ensembles Museum Synagoge in Gröbzig. 1988 rief er eine kreiseigene Denkmalpflegewerkstatt ins Leben.

Im Oktober 1989 begründete er mit Gleichgesinnten die SDP in Köthen. Während der politischen Wende war er Mitbegründer des Runden Tisches im Kreis Köthen, der ihm Anfang 1990, bis zur Konstituierung des neuen Kreistages, die Aufgabe des Vorsitzenden des Rates des Kreises übertrug. Danach wurde er Kulturamtsleiter des Landkreises Köthen bzw. ab 2007 des Landkreises Anhalt-Bitterfeld. Von 2007 bis 2014 war Elze der einzige und damit letzte Kulturamtsleiter eines Landkreises in Sachsen-Anhalt. Zwischenzeitlich trug er auch die Verantwortung für die Ressorts Schulen, Tourismus und Sport. 1992 holte er den ersten Bücherbus Sachsen-Anhalts in den Landkreis Köthen. 2014 ging er in den vorzeitigen Ruhestand.

2006, 2009, 2012 und 2015 war er der Intendant des Internationalen Viola da gamba-Wettbewerbes Bach-Abel in Köthen, dem weltweit einzigen Wettbewerb für dieses Instrument.

Elze ist seit 1977 verheiratet und hat einen Sohn.

Ehrenämter[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Seit 1973 ist Elze Mitglied des Männerchores Eintracht Köthen, seit 2015 Chorklang Eintracht; seit 2016 ist er 1. Vorsitzender des gemischten Chores.
  • 1992 war er Mitbegründer der neuen 1. Köthener Karnevalsgesellschaft KUKAKÖ 1954 e.V. Elze bekleidet hier das Amt des Vizepräsidenten.
  • Seit vielen Jahren ist er Mitglied des Briefmarkensammlerverein 1877 Köthen und des Fördervereins der Bachgedenkstätte Köthen.

Auszeichnungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Who is who der Bundesrepublik Deutschland. Ausgabe 8 / Bd. 1. Verlag für Personenenzyklopädien AG. Zug (Schweiz) 2001. ISBN 3-7290-0032-2.
  • Bürgerportraits: Region Sachsen-Anhalt. Band 1. Lipsia-Präsenz-Verlag. Delitzsch 2009. ISBN 978-3-938128-54-1.