edding

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edding AG
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Rechtsform Aktiengesellschaft
ISIN DE0005647937
Gründung 1960
Sitz Ahrensburg
Leitung Per Ledermann (Vorstandsvorsitzender)
Rüdiger Kallenberg (Aufsichtsratsvorsitzender)
Mitarbeiter 624 (2015)[1]
Umsatz 138,4 Mio. Euro (2015)[1]
Website www.edding.com
Modell 3000, 3300, 500, 800
Edding Flipchart Marker

Die edding AG ist ein börsennotierter Schreibwarenhersteller mit Sitz in Ahrensburg.

edding ist der Handelsname für Filzstifte, Marker und andere Schreibgeräte sowie für Farbsprays und Nagellack. edding-Stifte gibt es in verschiedenen Farben und Strichstärken zu kaufen.

Unternehmen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das Unternehmen wurde 1960 in Hamburg-Barmbek von Carl-Wilhelm Edding und Volker Detlef Ledermann mit einem Startkapital von 500 DM gegründet. Die beiden Firmengründer einigten sich auf den Firmennamen edding, da sie diesen für einprägsamer und internationaler hielten. Zunächst betrieben sie lediglich einen Import von Filzschreibern aus Japan, bis sie mit dem Marker „edding No. 1“ ein erstes eigenes Produkt anboten und auf Anhieb einen sensationellen Markterfolg erzielen konnten. Bedeutsam waren diese Marker zunächst nur für den Bereich Lagerwirtschaft und Speditionen, bis sie auch in den Bereichen Bürowirtschaft, Werkstätten und Ateliers Einzug fanden und durch ihre besondere Beschaffenheit auch an heißen, fettigen oder feuchten Oberflächen eingesetzt werden konnten. Die Produktpalette des Unternehmens wurde bis heute auf ca. 200 Marker ausgeweitet.

1965 wurden unter der Marke „planMASTER“ Produkte (Präsentationstafeln) der visuellen Kommunikation in das Sortiment genommen. Fünf Jahre später wurde der Hauptsitz nach Ahrensburg verlegt.

Seit dem Jahr 1986, dem Jahr des Ausstiegs Carl-Wilhelm Eddings aus dem Unternehmen[2], werden die Aktien des Unternehmens an der Börse in Frankfurt am Main gehandelt. Im gleichen Jahr erfolgte der Bau des Vertriebs- und Logistikzentrums in Wunstorf.

Bis 1992 war edding als reines Vertriebsunternehmen tätig. Nach dem Erwerb der ostdeutschen Marke „Markant“ aus Singwitz bei Bautzen wurde 1993 in Bautzen unter der Tochtergesellschaft „V. D. Ledermann & Co. GmbH“ der erste eigene Produktionsbetrieb in Deutschland errichtet. 2016 hatte es ein Fertigungsvolumen von 85 Millionen Stück jährlich.[3] Das Werk nimmt auch den Status eines Kompetenzzentrums in der Unternehmensgruppe ein.

Die niederländische Firma „LEGA Industrie B.V.“ in Lochem wurde 1998 übernommen und die beiden Sortimente LEGA und planMaster werden 1999 unter der Marke Legamaster weitergeführt. Mit der Übernahme entstehen auch die Niederlassungen „edding Lega International B.V.“ in den Niederlanden und in Mechelen in Belgien.

2000 beginnt die weitere Expansion und es entstehen Niederlassungen in Italien (bis 2010), Griechenland und Argentinien und ab 2001 in Frankreich und der Türkei.

Zur edding AG als operative Holding gehören heute Tochterfirmen in 10 Ländern. Der edding International GmbH obliegt die Produktion und der Vertrieb.

Im Geschäftsjahr 2015 erzielte die edding AG einen Konzernumsatz von 138,4 Mio. Euro (2010: 109,3 Mio [4]). Dabei wurden 41 Prozent des Umsatzes in Deutschland, 49 Prozent im restlichen Europa und 10 % in Übersee (hauptsächlich Latein-Amerika) erzielt.

Im Februar 2010 hat Edding den Geschäftsbereich für visuelle Kommunikation Legamaster wieder in eine GmbH ausgegliedert. Das größte Umsatzwachstum erzielt das Unternehmen mit E-Boards, interaktive weiße Tafeln, auf denen Eingaben auf Whiteboardflächen digitalisiert und an Computersysteme übertragen werden. Im Bereich der Marker erfolgt die Einführung der Untermarke „Edding Funtastics“ für Kinder ab 6 Jahren.

Geführt wird das Unternehmen seit 2005 vom Vorstandsvorsitzenden Per Ledermann (Sohn des Mitgründers Volker Ledermann). Zur Zeit (2013) hat der Vorstand drei Mitglieder. Der ehemalige Vorstand und Bankkaufmann Rüdiger Kallenberg steht dem Aufsichtsrat vor.

Marken[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

edding[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Häufig wird der Begriff edding auch als Gattungsname für Permanentmarker verwendet. Daneben vertreibt edding auch Lackstifte unterschiedlicher Strichstärke und Farbe unter dem Begriff paint marker sowie Nagellacke namens L.A.Q.U.E. Unter Graffitisprühern entwickelte sich „der Edding“ zum Kultwerkzeug für das Taggen.

Legamaster[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Legamaster ist der Handelsname der edding AG für Büroeinrichtungen im Bereich visuelle Kommunikation, beispielsweise zur Ausstattung von Konferenz- oder Seminarräumen, z. B. Flipcharts, Whiteboards und E-Learning und entstand aus der Zusammenlegung der Sortimente „LEGA“ und „planMaster“.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Edding – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. a b edding AG: Geschäftsbericht 2015 nach HGB. Abgerufen am 13. Juni 2016 (pdf, deutsch).
  2. Edding - Ein Stift aus Ahrensburg erobert die Welt
  3. sz-online.de: Edding treibt’s immer bunter
  4. EANS-Adhoc: edding Aktiengesellschaft 03-2011


Koordinaten: 53° 41′ 30,8″ N, 10° 15′ 27,4″ O