Edelsittiche

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Edelsittiche
Halsbandsittich (Psittacula krameri)

Halsbandsittich (Psittacula krameri)

Systematik
Klasse: Vögel (Aves)
Ordnung: Papageien (Psittaciformes)
Überfamilie: Echte Papageien (Psittacoidea)
Familie: Eigentliche Papageien (Psittacidae)
Unterfamilie: Edelpapageien (Psittaculinae)
Gattung: Edelsittiche
Wissenschaftlicher Name
Psittacula
Cuvier, 1800

Die Edelsittiche (Psittacula) sind eine Gattung der Papageien (Psittacidae). Das Hauptverbreitungsgebiet erstreckt sich von Asien über den gesamten indischen Subkontinent über Bangladesch bis nach China und Thailand. Ein weiteres Verbreitungsgebiet einiger Unterarten ist in Afrika im Senegal und Guinea in einem breiten Band durch den Sahel bis in den Südsudan. In Äthiopien bis nach Dschibuti und Somalia gibt es Unterarten des Halsbandsittiches.[1]

Die Gattung umfasst 15 Arten, davon sind drei, früher endemisch auf Inseln des Indischen Ozeans lebende Arten ausgestorben. Von den Inselarten lebt heute nur noch der Mauritiussittich. Mehrere Arten werden noch in Unterarten unterteilt.

Edelsittiche sind schon seit der Antike in Europa bekannt.

Aussehen und Verhalten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Alle Edelsittiche sehen sich recht ähnlich. Das Gefieder ist hauptsächlich grün. Bei ihnen machen die verlängerten Schwanzfedern über 50 % der Gesamtlänge aus. Männchen und Weibchen zeigen ein unterschiedlich gefärbtes Gefieder (Geschlechtsdimorphismus). Ebenso gibt es Unterschiede zwischen ausgewachsenen Vögeln und Jungvögeln. Das Federkleid ist bei allen wildfarbigen Edelsittichen grün.

Arten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Phylogenese der Gattung Psittacula, basierend auf existierenden molekularen Nachweisen. Die Arten mit einer roten Linie wurden noch nicht klassifiziert.[2]

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Zahme Edelsittiche wurden schon vor zweieinhalbtausend Jahren als Haustiere an indischen Höfen gehalten. Für einen Nagaraka (नागरक), einen intellektuellen jungen Inder der reichen Oberschicht, gehörte die Fähigkeit, einem Papageien das Sprechen beizubringen, sogar zu den vierundsechzig in dem altindischen Lehrbuch Kamasutra von Watsjajana verzeichneten Fertigkeiten, die er zu beherrschen hatte.[3]

Die erste überlieferte europäische Erwähnung stammt vom Griechen Ktesias von Knidos, der 397 v.Chr. das Buch Indika veröffentlichte.

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Tony Juniper: Parrots: a guide to parrots of the world. Yale University Press, 1998, ISBN 978-0-300-07453-6, S. 405.
  2. Jim Groombridge: Molecular phylogeny and morphological change in the Psittacula parakeets. In: Molecular Phylogenetics and Evolution. 2004, ISSN 1055-7903, S. 96–108.
  3. Hans Strunden: Papageien einst und jetzt. Horst-Müller-Verlag, Walsrode 1984, ISBN 3-923269-22-6, S. 7.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Psittacula – Sammlung von Bildern, Videos und AudiodateienVorlage:Commonscat/Wartung/P 2 fehlt, P 1 ungleich Lemma