Kamasutra

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Das Kamasutra (Sanskrit: कामसूत्र kāmasūtra = „Verse des Verlangens“) wurde vermutlich zwischen 200 und 300 n. Chr. von Vatsyayana Mallanaga verfasst, über dessen Leben keine weiteren Kenntnisse vorliegen. Der vollständige Titel lautet Vatsyayana Kamasutra. Das Werk gehört zur indischen Tradition der Lehrwerke über Erotik (Kamashastra). Als ein Leitfaden der Erotik und der Liebe steht das Kamasutra in einer Beziehung zum Tantra, in dem es um die Transformation der Sexualität geht.[1] Es enthält unter anderem Beschreibungen von Positionen beim Geschlechtsverkehr.

Darstellung einer erotischen Szene in einer Kamasutra-Ausgabe aus dem 19. Jh.

Etymologie

Ob die erotischen Darstellungen des 10. und 11. Jh. in den Tempeln von Khajuraho ihre Inspirationsquellen im Kamasutra haben, ist umstritten.

Das Wort Kamasutra ist aus den Wörtern Kama und Sutra zusammengesetzt:[1]

  • Kāma (Sanskrit काम) bezeichnet das sinnliche Verlangen und seine Wunscherfüllung als eine Kraft der Evolution
  • Sūtra (Sanskrit सूत्र) ist die Versform indischer Lehrtexte.

Kama zählt im Hinduismus zu den vier Lebenszielen des Menschen (purushartha). Die anderen drei Ziele sind

Vanamali Gunturu nennt als Reihenfolge der Bedeutung: Dharma, Artha, Kama und Moksha. Diese vier Werte bilden die vier Bereiche des Wissens oder der Wissenschaften, die śāstras des traditionellen Indiens. Bereits in der vorchristlichen Zeit wurden Lehrbücher verfasst, ebenfalls śāstras genannt. „In der Gattung der Kāmaśāstras, der Lehrbücher über die Sexualität, gibt es heute kein älteres als das Buch Vātsyāyanas.“[3]

Autor und Zeitphase

Über Herkunft und Leben Vatsyayanas ist wenig bekannt. „Wahrscheinlich ist Vātsyāyana der Sippenname gotra und er hieß Mallanāga mit Vornamen. Inder haben ihn Muni, den 'Schweigsamen' genannt. Im Altertum gaben Inder bedeutenden Personen, für die sie Respekt empfanden und die sie verehrten, diesen Beinamen.“ Nach indischer Auffassung sprechen Menschen, die ernsthaft suchen, nicht viel oder schweigen gar um der Wahrheit willen. Vatsyayana lebte „wahrscheinlich zwischen dem 2. Jahrhundert v. Chr. und dem 5.Jahrhundert n. Chr. Er schrieb sein Werk zu einer Zeit, in der in Indien eine städtische Kultur entstanden war.“

Über sich selbst sagte er, „er habe das Kamasutra in strenger Enthaltsamkeit und höchster (meditativer) Konzentration geschrieben.“ Und er habe es „für den Fortbestand der Welt geschrieben und nicht für die blinde Leidenschaft. (VII. 2. 57).“[4]

Yashodhara, der im 13. Jahrhundert einen Kommentar zum Kamasutra verfasste, gab an, Vatsyayana habe das Werk in der damaligen Stadt Pataliputra, dem heutigen Patna im Bundesstaat Bihar im Nordosten Indiens am Südufer des Ganges geschrieben.[5]

Kultureller Hintergrund

Während europäische Autoren die Zeit der Abfassung des Kamasutra mit dem 3. Jahrhundert n. Chr. annehmen, datiert Gunturu vorsichtiger und legt die Entstehung in Gleichzeitigkeit mit der Blütezeit des Hellenismus bis hin zur Römischen Kaiserzeit. Im gesamten zeitlichen Rahmen existierten damit Fernhandelsbeziehungen mit dem mittelmeerisch-vorderasiatischen und dem indischen Raum über die Seeroute zum Roten Meer.

Gunturu charakterisiert die indische Gesellschaft:

„Der Staat wurde von einem König mit seinem bürokratischen Apparat geprägt. […] Die Gesellschaft war zu seiner Zeit durch Arbeitssteilung und Berufsauffassung so organisiert, dass die Menschen Freizeit hatten, die sie für die schönen Künste, für Musik, Theater, Malerei, Reisen, Ausflüge und Spaziergänge nutzten. […] Die wichtigen Religionen, der Hinduismus und der Buddhismus, hatten ihre Blütezeit bereits hinter sich; sie waren im Verfall begriffen: Die Menschen hatten der Religion gegenüber, wie es auch heute im Westen und in Indien üblich ist, eine weitgehend entspannte, pragmatische und aufgeklärte Haltung eingenommen. […] Zwar war damals Monogamie ein allseitig akzeptierter Wert, ja die Basis der Gesellschaft – […] aber Untreue scheint als Möglichkeit bei Männern und Frauen allgegenwärtig vorhanden gewesen zu sein.“

V. Gunturu, Kamasutra-Ratgeber, S. 10.

Intentionen der Lehre

Für Vatsyayana fügen sich die Menschen nicht passiv ihrem Schicksal, dem Karma, sondern beeinflussen ihre Lebensumstände. Neben rationalen Methoden zählt auch die Magie zur Erfolgshilfe. Die heutige naturwissenschaftlich dominierte Einstellung, so Gunturu, spezialisiere und reduziere Sexualität auf abgesonderte Bereiche – „Vātsyāyana dagegen betrachtet die ganze Welt von der Warte der Sexualität aus. […] Umgekehrt beeinflusst jeder Lebensbereich die Sexualität. […] Daher ist es die erste Aufgabe des Kāmasūtra, die Komponenten zu benennen und zu erläutern, die die erotische Anziehungskraft eines Mannes und einer Frau ausmachen.“ Einen hohen Wert für Männer misst Vatsyayana „der Erzählkunst und der Sprache“ bei. Für beide die Deutung von Zeichen – wie Sie Signale gibt, einen Mann anblickt, wo oder wie sie steht, die Fähigkeit zur genauen Einschätzung ihrer Erfolgschancen – und „nicht nur darum, wie eine Frau den Mann in ihren Bann zieht, sondern auch darum, mit welchem psychologischen oder diplomatischen Geschick sie ihn wieder loswerden kann.“

„Vātsyāyana vertritt nicht die Ansicht, dass diese Komponenten, die die Persönlichkeit eines erotischen Menschen ausmachen, angeboren sind. Sie werden erworben, […] sind eine Sache des Wissens und des Könnens.“ Von Schönheit spricht er dabei selten, sie ist zu sehr eine Laune der Natur. Alle Künste und auch Körperstellungen sind der „Weg, wie der Partnerin oder dem Partner eine Freude zu machen ist. […] Wie Konflikte und Verletzungen mit Takt zu lösen oder zu vermeiden sind.“ Prostituierte sind in allem einbezogen – auch in den „Jahrhunderten danach war Prostitution kein Tabu in Indien.“

Vatsyayana „misst dem Kastensystem keine allzu große Bedeutung bei [… er] denkt nicht daran, das Sexualverhalten von Angehörigen verschiedener Kasten zu erwähnen.“ Philosophisch könnte Vatsyayana durch seinen Gegenwartsbezug dem Materialismus (Lokayata) nahe stehen, doch findet sich bei ihm keine Aussage zur Existenz Gottes, der Unsterblichkeit der Seele oder zur Wiedergeburt. „Er nimmt schlichtweg keine Stellung zu diesen metaphysischen Fragen.“ Ethisches Ansinnen ist ihm hingegen nicht fremd, so „bezeichnet er die sogenannte Liebesheirat, Gāndharvavivāha als die beste.“ Gängige Moral – auch seiner eigenen Zeit – ordnet er jedoch unter, etwa wenn er „der Kunst, verheiratete Frauen zu verführen, einen der sieben Hauptteile seines Werkes (widmet).“[6]

Geschichte

Seite einer in Nepal erhaltenen Schrift

„Vātsyāyana stand bereits in einer langen Tradition der Sexualwissenschaften – um das 3. Jahrhundert n. Chr. […] (lag) ihre Blütezeit, mit der zugehörigen ‚Spezialisierung‘, [..] bereits zurück.“

Tradition

„Der Schöpfergott Brahma (war) der Verkünder aller Wissenschaften. Diese Grundannahme der indischen Tradition meint, dass alle Wissenschaften, auch der Sexualität, auf die Veden, also die ersten heiligen Schriften der Hindus, die der Überlieferung nach nicht von Menschen verfasst worden sind, zurückzuführen sind. Wie indische Forscher nachgewiesen haben[Anm 1], gibt es tatsächlich Stellen in den Veden, die den Geschlechtsverkehr beschreiben. Das bedeutet, dass die Ursprünge dieses Wissens bereits in den vorbewussten Zeiten liegen und sich dem Menschengedächtnis entziehen.“

Vanamali Gunturu: Der Kamasutra-Ratgeber, 2004, S. 8.
Illustration aus einer arabischen Kamasutra-Ausgabe aus dem 19. Jh.

Nandi, „wahrscheinlich eine mythische Figur“, verfasste über die Sexualität ein Werk mit 1000 Kapiteln, Śvetaketu fasste dieses in 500 Kapitel zusammen, das er Kamasastra nannte, Bhabhravya machte daraus ein Werk von 150 Kapiteln in sieben Teilen. Dieses letzte Werk bewirkte eine Phase der Spezialisierung anhand der sieben Teile, deren Bücher alle verloren gingen. Sie müssen jedoch noch bis ins 10. Jahrhundert bekannt gewesen sein. „Vātsyāyana zitiert in seinem Werk zuerst ihre Meinungen zu verschiedenen Fragen, bevor er seine eigenen Ansichten formuliert. […] Nachdem Bhābhravyas 150 Kapitel langes Werk zu verschiedenen eigenständigen Büchern verarbeitet worden war […], lief die originale Quelle Gefahr, verloren zu gehen. Um dies abzuwenden, fasste Vātsyāyana alle sieben nachträglich entstandenen Werke in einer kleineren Schrift zusammen und nannte sie Kāmasūtra.“[7]

Die sieben Bücher waren:

  • Charayana über das Allgemeine (1. Buch)
  • Suvarnanabha über den Geschlechtsverkehr (2. Buch)
  • Ghotakamukha über die Jungfrauen (3. Buch)
  • Gonardiya über die Ehefrauen (4. Buch)
  • Gonikaputra über die Frauen anderer Männer (5. Buch)
  • Dattaka über die Kurtisanen (6. Buch)
  • Kuchumara über die geheimen Mittel (7. Buch)

Diese Autoren, die Vatsyayana als Lehrer oder Gelehrte bezeichnet, stellen für ihn auch die andere Seite dar: Es sind diejenigen, die eine andere, auch entgegengesetzte Meinung vertreten, es sind – im logischen und chronologischen Sinne – die Opponenten (purvapakshin).[5][8]

„Vātsyāyana führte jedoch das Sexualwissen weiter und erweiterte die Grundlagen der Sexualität.“[9]

Aus dem 13. Jahrhundert stammt der Kommentar (Jayamangala) des Yashodhara, der von seinem Guru den Namen Indrapada erhalten hatte. Dieser Kommentar übertrifft an Textlänge die des Kamasutra um ein Vielfaches.[10] Einen Kommentar in Hindi, der 1964 veröffentlicht wurde, verfasste Davadatte Shastri (1912–1982), der als moderner Traditionalist eine Verknüpfung von spiritueller Philosophie und Sozialwissenschaft herstellte.[10]

Titel der Ausgabe 1883 ohne Nennung der Herausgeber

Europäische Veröffentlichungen

In Europa erschien das Kamasutra erstmals im Jahr 1883 in einer Bearbeitung der Orientalisten Sir Richard Francis Burton und Forster Fitzgerald Arbuthnot. Die Übersetzung aus dem Sanskrit ins Englische hatten allerdings die beiden indischen Gelehrten Bhagavanlal Indrajit und Shivaram Parashuram Bhide besorgt, die ungenannt blieben. Burton übernahm hauptsächlich die Lektoratsarbeiten; Arbuthnot verfasste die Einleitung und das Vorwort. Das Verdienst der beiden Herausgeber bestand in dem Mut, die englische Zensur trickreich zu umgehen und das Werk in Europa zum ersten Mal zu veröffentlichen.[11]

In Deutschland veröffentlichte Richard Schmidt im Jahr 1897 eine eigenständige und vollständige deutsche Übersetzung, die auch die Kommentare von Yashodhara umfasste. Die Ausgabe hatte mehrere Neuauflagen und gilt als beste europäische Übersetzung des Kamasutra. Klaus Mylius übersetzte das Kamasutra nochmals aus dem Sanskrit ins Deutsche, wobei er an Stelle der Kommentare von Yashodhara eigene Anmerkungen machte.[11] Diese Ausgabe kam im Jahr 1987 in der DDR auf den Markt.

Im Jahr 2002 erschien in England eine kommentierte Neuübersetzung aus dem Sanskrit. Verantwortlich für diese Ausgabe zeichnen die Amerikanerin Wendy Doniger (Religionshistorikerin, Sanskritologin) und der Inder Sudhir Kakar (Psychoanalytiker, Muttersprachler in Hindi). Der englischen Ausgabe folgte die Übersetzung ins Deutsche, die Robin Cackett besorgte und die der Berliner Wagenbach-Verlag im Jahr 2004 veröffentlicht hat.[12]

Kritik der europäischen Übersetzungen

In ihrer Zeit waren die ersten Übertragungen des Kamasutra gewagte Literatur, die in ihrer Rezeption jedoch – und schließlich als Weltliteratur – nicht nur erotische Werke (auch in der darstellenden Kunst) aus dem Vergessenen holten; generell wurde die indische Kultur auch im Lande selbst wieder bekannt. So gibt es in jüngerer Zeit auch indische Autoren, die das Original und die Übersetzungen des 19. und 20. Jahrhunderts einer Revision unterzogen. So wurden eine Vielzahl von Interpretationsfehlern im Sanskrit und auch kulturell-moralisch bedingte Missverständnisse thematisiert:

Geschlechtsverkehr-Darstellung des 19. Jh.

Schon Grundbegriffe gerieten in Kritik und mussten korrigiert werden:

„In diesem Licht ist es bemerkenswert, ja seltsam, wie einige Forscher das Wort ‚Dharma‘ im Kāmasūtra übersetzen. Wendy Doninger zum Beispiel übersetzt es mit ‚Religion‘ und Richard Schmidt mit ‚religiöse Verdienste‘. Der Ursprung dieser Auslegung bleibt im Dunkeln. Sollte ‚Dharma‘ ‚Religion‘ bedeuten, würde es keinen Sinn machen, ein weiteres Lebensziel, die Erlösung, Moksa zu postulieren, das ja im religiösen Bereich erlangt werden soll. […] Auch Alain Daniélous Übersetzung als ‚Tugend‘ ist unbefriedigend. Sanskrit-Wörter haben mehrere Bedeutungen, so auch Dharma“

Vanamali Gunturu: Der Kamasutra-Ratgeber, 2004, S. 24.

Der indische Gelehrte Kane nennt als Bedeutungen für Dharma: „Privilegien und Pflichten, die einem Menschen auf Grund seines Alters und Standes zufallen“ oder „der normative Maßstab seines Verhaltens als Mitglied einer zivilisierten Gesellschaft“.[13]

Doninger und Karkars legten dem Wort capāti – so Gunturu – die Bedeutung „indisches Brot“ und „ungefähr geformt wie das Pita-Brot“ bei: „Das Wort bedeutet einfach ‚Vagina‘.“

An Doninger wird auch kritisiert, dass sie das Kamasutra als „Drama“ gesehen habe – „eher als Fiktion denn als ernst zu nehmende Lehre“. Dabei übersieht sie, dass Dramen in der Zeit Vatsyayanas mit einem Prolog-Vers beginnen, das Kamasutra jedoch nicht.

Andererseits wurde Vatsyayana aufgrund der Beschreibung bestimmter Verhaltensweisen vorgeworfen, eine „Vergewaltigungsmentalität“ zu fördern, wobei übersehen wurde, dass der Autor schrieb, dass „Gewaltanwendung schmerzlich, unzivilisiert und prinzipiell nicht gutzuheißen sei (Sutra 25).“ Wenn sie dennoch einbezogen würde, so Vatsyayana: „Mit der Gewaltanwendung muss die Frau einverstanden sein. Geschieht sie gegen ihren Willen, soll sie es dem Mann doppelt heimzahlen.“[14]

Inhalt

Die sieben Bücher des Kamasutra entsprechen den sieben Hauptbereichen der Sexualität der traditionell indischen, auf Babhravya zurückgehenden Lehre, dessen ursprünglich umfangreiches und „nicht einfach zu studierendes“ Werk von Vatsyayana „in einem kleinen Buch“ neu zusammengefasst wurde. In der Auslegung von Gunturu „(lässt sich) das gesamte heutige oder künftige Wissen von Sexualität und Erotik mit allen seinen Fragen […] dem einen oder anderen dieser sieben Hauptbereiche zuordnen.“

Erstes Buch: Allgemeiner Teil (Sadharana)

Der allgemeine Teil im ersten Buch – Das allgemeine Umfeld von Erotik und Sexualität – besteht aus fünf Kapiteln:[15]

  • Übersicht über das Buch (Was ist das Kamasutra?)
  • Die Erreichung der drei Lebensziele (Die Erotik und der Sinn des Lebens)
  • Die Darlegung des Wissens (Die Erotik und die 64 Künste)
  • Das Leben der Elegants (Den Genuss leben und ausleben)
  • Erörterung über die Freunde (Sex als Mittel zum Zweck)[16][17]

Im ersten Kapitel beschreibt Vatsyayana die Entwicklungsgeschichte und den Aufbau des Kamasutras (siehe den obigen Abschnitt ‚Tradition‘).

Gesellschaft im Haus eines „Lebemannes“ während der Begrüßung eines weiblichen Gastes
  • Im zweiten Kapitel geht er kurz auf die ursprünglich vier Lebensziele ein, deren viertes – „Erlösung“ – er in seinem Werk ausschließt, „da sie unfassbare Dinge wie Gottesexistenz, Jenseits und Wiedergeburt voraussetzen.“ So teilt er im Kamasutra die Lebensziele in drei Phasen ein: „Kindheit“ (bis zum Alter von 16 Jahren) zu Wissenserwerb, Beruf, um „die Mittel zum Reichtum [zu] erlangen.“ Die folgende Lebensphase – Jugend – „dauert bis zum 70. Lebensjahr. […] In dieser Lebensphase soll er [der Mensch] sich dem Kama, dem sexuellen Genuss widmen.“[Anm 2] Danach beginnt das hohe Alter, darin „soll sich der Mensch mit der Moral und der Erlösung auseinandersetzen.“
  • Im dritten Kapitel stellt Vatsyayana für die gegenseitige Anziehung der Geschlechter das „interessant“-sein über körperliche „Attraktivität“. So „(sollten) auch Mädchen [..] bis zu ihrer Eheschließung die Wissenschaften erlernen.“ Von einem Unterschied in den Fähigkeiten von Mann und Frau geht Vatsyayana – im Gegensatz zu „einigen Lehrmeistern“ – nicht aus. Eine Zusammenfassung aller Künste und Wissenschaften sind die – dem Lebensziel entsprechend – „64 Künste und Techniken der Liebeswissenschaft […] insofern ist Kunst bloß ein Mittel und der Zweck ist, von der Warte des Kamasutras aus gesehen, die Erotik.“ Hohe Bedeutung besitzen dabei die Fähigkeiten um Sprache.
  • Im vierten Kapitel zeichnet Vatsyayana ein Idealbild kultivierter Männer und Frauen, ihrer Lebensumstände und Handlungen. Er negiert nicht die sozialen Unterschiede seiner Zeit – doch das grundsätzliche Verhalten, orientiert eben an den 64 Künsten – durchziehe alle Schichten der Bevölkerung: „Auch in den Dörfern gab es [..] Männer und Frauen, die von der gleichen Gesinnung waren.“
  • Im fünften Kapitel steht die Regelung eines freizügigen Sexuallebens im Mittelpunkt, „die das Dharma vorgab.“ So zwang die notwendige gesellschaftliche Billigung zu Ehebindungen innerhalb der eigenen Kaste, die – nach der Beispielsgabe Vatsyayanas – mit einer Vielfalt von Gründen und Absichten umgangen wurde. Generell erscheinen „die Überlegungen der Männer“ als Rechtfertigung sexueller Begierden durch die Rationalisierungen ihrer Zeit, um ihnen vorgeblich Vorteile oder ihren Feinden Nachteile zu bringen. „Und das Dharma hatte viele Schlupflöcher.“ Offensichtlich war es auch gang und gäbe „Freunde“ genannte Helfer einzuschalten, um „auf geschickte Lösungen“ in der Beziehungsbildung zu kommen.[18]
Bildnis einer akrobatischen Stellung

Zweites Buch: Über den Liebesgenuss (Samprayogika)

Das zweite Buch über den Liebesgenuss – Die Liebestechniken – umfasst zehn Kapitel:[19] „Wie abwechslungsreich ein Liebesspiel sein kann, hängt vor allem mit der Phantasie, der Libido, der persönlichen Einstellung und Lebenssituation ab.“[20]

Nach dem Erscheinen der englischen Übersetzung richtete sich das besondere Interesse auf das 6. Kapitel des zweiten Buches über Stellungen beim Geschlechtsverkehr. Dieses wird bis heute oft mit dem Kamasutra gleichgesetzt. Doch befasste sich auch die Phantasie der Künstler der vergangenen Jahrhunderte zumeist mit den Stellungsspielen.[21]

  • Darstellung des Liebesgenusses, Die Arten der Liebe (Die Größen und Tiefen des Körpers)
  • Die Untersuchung über die Umarmungen (Die Umarmung und die Umklammerung)
  • Die Mannigfaltigkeit der Küsse (Das Küssen)
  • Die Arten der Nägelwunden (Das Kratzen)
  • Die Regeln für das Beißen mit den Zähnen (Das Beißen)
  • Stellungen beim Verkehr De miris coiticus (Das Kopulieren)
  • Die Anwendung von Schlägen (Das Schlagen und Stöhnen beim Sex)
  • De coitu inverso (Der Rollentausch)
  • De auparistako (Der Oralverkehr)
  • Anfang und Ende des Liebesgenusses (Der rechte Umgang miteinander)[22]
Darstellung verschiedener ‚Körpertypen‘ im Tiervergleich

Im ersten Kapitel klassifiziert Vatsyayana die „Sexorgane“ in Bezug auf die Größe des Penis und die Tiefe der Vagina mit drei Männer- und drei Frauentypen – Hase, Stier und Hengst sowie Gazelle, Stute und Elefantenkuh: „Der genussvollste Liebesakt ist der, bei dem der Mann und die Frau den Orgasmus gleichzeitig erreichen und der Penis die Scheide ganz füllt.“ Entsprechen sie sich nicht, beschreibt Vatsyayana die Komplikationen aus der Empfindungsweise der Frau. Die Klassifizierung der Liebenden beruhe zudem auf der Stärke der Leidenschaft. Er verwirft ältere Lehrmeinungen über den Orgasmus der Frau und betont, das trotz den körperbedingten Unterschieden im Sexualverhalten es „keinen Unterschied zwischen dem Wesen eines Mannes und einer Frau (gibt)“ und da sie „derselben Gattung angehören, erlangen sie den gleichen Liebesgenuss. Aber der Mann könnte als der Agierende der Frau ihren Orgasmus durch ein Fehlverhalten verderben. Das lässt sich jedoch leicht vermeiden, wenn er darauf bedacht ist, dass die Frau zuerst den Orgasmus erreicht.“

Umklammerung – Nepalesische Sammlung 1948
  • Im zweiten Kapitel stehen vier Arten von Umarmungen für die Möglichkeiten, eine sexuelle Beziehung einzuleiten, wobei beide Geschlechter aktiv sein können, auch wenn eine Berührung unter einem Vorwand erfolgt. Vier weitere Umarmungen sind zur Einleitung des Liebesaktes und seiner Steigerung erfolgreich und Umklammerungen können währenddessen erfolgen.
  • Das dritte Kapitel klassifiziert auf ähnliche Weise verschiedene Arten von Küssen, wobei auch Kuss mit Kuss beantwortet werden kann und es auch bedeutsam wird, etwa wenn ein Mann die Zehen seiner Partnerin küsst. Wer dies als unterwürfig interpretiere – so Vatsyayana – gebe sich „falschem Stolz und falschen Ego“ hin: „In der Erotik geht es meines Erachtens nicht um Unterwerfung oder Sieg, sondern um reinen Genuss. Der Stolz ist ein Feind des sexuellen Genusses.“[23]
  • Das vierte Kapitel wird mit der Geschichte eines Mannes eingeleitet, dem ein vornehmes Mädchen zur Liebe vermittelt wurde, den sie aber bei angestrebter Wiederholung mit der Bemerkung abwies, er „hätte bei ihr nichts hinterlassen, was sie an [ihn] erinnert hätte.“ Vatsyayana: Er hätte „ihr einen leidenschaftlichen Kratzer auf ihrer Brust oder Bissspuren auf ihrem Schenkel hinterlassen können. Diese hätten ihre Triebe sprudeln lassen und ihre Erinnerung [..] für lange Zeit wach gehalten.“ Es folgen – wie auch im
  • fünften Kapitel – Klassifizierungen und Ratschläge. Das Beißen, das als „sanft“ verstanden sein soll, führt bei Vatsyayana zu Ausführungen zur „Gewaltanwendung“: „Wenn die Liebenden rücksichtsvoll und diskret miteinander umgehen, wird ihre Liebe selbst in hundert Jahren nicht vergehen. […] Allgemein gilt, dass eine Frau einen Mann nicht dulden soll, der sie trotz ihres Verbotes kratzt oder beißt. Wie in einem Wutanfall soll sie mit ihm kämpfen, seine Kratzer und Bisse doppelt vergelten.“
Sex mit mehreren Frauen
  • Das in der Rezeption ‚legendär‘ gewordene sechste Kapitel wird mit der Absicht eingeleitet, Empfehlungen zu Stellungen zu geben, in denen Männer und Frauen verschiedenen Typs (siehe erstes Kapitel) den Liebesakt gelingen lassen können. Im weiteren unterscheidet Vatsyayana „normale“ und „ungewöhnliche Körperstellungen“. Hier gibt es auch keine Einschränkungen zum Sex mit mehreren Partnern, auch in Gruppen – „so konnte es auch mit einer Kurtisane in einer Männergesellschaft oder mit den Königsdamen geschehen.“ Eine Wertung findet sich erstmals bei Analverkehr, den Vatsyayana als „niederen Koitus“ bezeichnet.[24]
  • Siebtes Kapitel

Mit der „Anwendung von Schlägen“ meint Vatsyayana „kein willkürliches, boshaftes Dreinschlagen“ (Gunturu), sondern „eine Art Kampf“ – Liebesschläge „mit dem Handrücken, mit der ausgestreckten hohlen Hand, mit der Faust und mit der flachen Hand [..] Die Gepeinigte stöhnt und schreit dabei vor Lust auf. Es gibt acht Arten von Aufschreien ...“ Es sind abgestimmte Akte: Der Mann setzt die Schläge gezielt und mit Selbstbeherrschung ein und die Frau stößt die Schreie aus, die dazu passen. Gunturu: Dabei geht es zumeist um die Traditionen der alten Lehrmeister und die Frau kann „ungewollte Gewalt zweifach zurückgeben.“ Vatsyayana: „Ich meine dennoch, dass Schläge böse und unzivilisiert sind und nicht gutgeheißen werden können.“ Er nennt Beispiele von Mächtigen, die Frauen mit Schlägen töteten oder schwer verletzten. So zeigt er auch seine Absicht, mit seinem Werk und den Regeln zur Sexualität eine Harmonisierung zu bewirken, selbst wenn „der Liebesakt in vollem Gang […] weder von Berechnungen noch von Kenntnissen gelenkt (wird). […] Daher soll der Kenner der Lehrbücher bei einer Frau erst dann Schläge anwenden, wenn er die Zartheit, Feurigkeit und Kraft der Frau wie auch von sich selbst richtig eingeschätzt hat.“

Getauschte Rollen (Autor unbekannt)

Nicht zufällig deutet er schon in diesem Kapitel an, dass bei dieser „Art der gerade geübten Technik [..] es manchmal zum Rollentausch kommen kann“.

  • Achtes Kapitel

Der Rollentausch sei mit oder ohne Zustimmung des Mannes möglich, während des Aktes oder von Anfang an – etwa unter ihrer Perspektive: „Du hast mich unterworfen, jetzt unterwerfe ich dich dafür.“ Vatsyayana empfiehlt den Rollentausch auch, wenn „der Mann scheu ist“ oder sie tut es, „um die Neugier ihres Geliebten zu befriedigen. […] Sie kann auch sich wie ein Mann verhalten und ihm gegenüber Härte und Ungestüm zeigen. Aber das hält nicht für immer an. Am Ende nimmt die jeweilige Natur überhand.“

  • Neuntes Kapitel
Oralverkehr. Vermutlich 19. Jahrhundert

„Die Lehrmeister meinten damals, dass man den Oralverkehr unterlassen sollte, weil man gegen die gesellschaftlichen Normen und den Anstand verstoße.“ Vatsyayana differenziert: „Obwohl anständige Menschen gegen den Oralverkehr sind, sind die sittlichen Vorstellungen darüber unterschiedlich. Daher soll man in dieser Sache sich so verhalten, wie es den örtlichen Gewohnheiten, der eigenen Natur und der eigenen Überzeugung entspricht.“

  • Zehntes Kapitel

Am Beispiel des kultivierten Stadtbewohners entwirft Vatsyayana das romantische Szenario eines idealen, bunten und luxuriösen Treffens mit seiner Geliebten, bei dem er anfangs auch „umgeben von seinen Freunden und Dienern“ ist. Dabei gibt es sieben verschiedene Arten der Leidenschaft und des Sex – je nachdem, wie sich die Partner kennengelernt haben. Ausführlich geht er auch auf verschiedene Formen von Konflikten ein und empfiehlt der Frau nach ihrer Gefühlslage durchaus „zur Haustür zu gehen, sich auf die Türschwelle setzen und weinen. (Doch) selbst wenn sie sehr zornig ist, darf sie nicht über die Türschwelle hinausgehen, das wäre ein Fehler, wie ein Lehrmeister meint.“ Im eigenen Haus soll sie ihn hinausweisen, „sich ihm dann aber wieder nähern.“ Nach Vatsyayana wird ein Mann, der die 64 Künste beherrscht, nicht mit Frauen in Streit geraten.[25]

Drittes Buch: Über den Verkehr mit Mädchen (Kanyasamprayuktata)

Im dritten Buch über den Verkehr mit Mädchen – Die Jungfrauen – befinden sich fünf Kapitel:[26]

  • Die Regeln für das Freien. Die Prüfung der Verbindungen (Die eingefädelte Ehe)
  • Das Gewinnen des Vertrauens des Mädchens (Wie man das Vertrauen eines Mädchens gewinnt)
  • Das Herangehen an ein Mädchen, Erklärung der Gebärden und des Äußeren (Wie man das Mädchen für sich gewinnt)
  • Bemühungen eines einzelnen Mannes. Das Aufsuchen des zu gewinnenden Mannes. Erlangung des Mädchens infolge der Annäherung (Wie man mit den Anzeichen der Liebe verfährt)
  • Die Hochzeitsfeier (Die verschiedenen Wege zur Eheschließung)[27]

Viertes Buch: Über die verheirateten Frauen (Bharyadhikarika)

Im vierten Teil über die verheirateten Frauen sind zwei Kapitel enthalten:[28]

  • Das Benehmen der einzigen Gattin, Der Wandel während der Reise des Mannes
  • Das Benehmen der ältesten Gattin. Das Benehmen der jüngsten Gattin. Das Benehmen der Witwe, die wieder geheiratet hat. Das Benehmen der zurückgesetzten Frau. Das Leben im Harem. Des Mannes Umgang mit mehreren Frauen

Fünftes Buch: Über die fremden Frauen (Paradika)

Der fünfte Teil behandelt in sechs Kapiteln den Umgang mit fremden Frauen, also den Frauen anderer Männer:[29]

  • Darstellung des Charakters von Mann und Frau, Die bei den Frauen vom Glücke begünstigten Männer, Die mühelos zu gewinnenden Frauen
  • Das Anknüpfen der Bekanntschaft, Die Annäherungen
  • Die Prüfung des Wesens
  • Die Taten der Botin
  • Das Liebesleben der Herren
  • Das Treiben der Frauen im Harem. Das Beschützen der Frauen

Sechstes Buch: Über die Hetären (Vaisika)

Die sechs Kapitel des sechsten Buches beschreiben den Umgang des Freiers mit Hetären:[30]

  • Untersuchung über die Freunde. Die Besucher und Das Gewinnen der Besucher
  • Die Hingebung an den Geliebten
  • Die Mittel für den Erwerb von Vermögen. Das Erkennen der Gleichgültigkeit. Das Verfahren bei dem Fortjagen
  • Die Wiederaufnahme eines ruinierten Liebhabers
  • Die verschiedenen Arten des Gewinnes
  • Prüfung der Folgen und des Risikos bei Gewinn und Verlust

Das Kamasutra heißt die Witwenverbrennung gut, indem es beschreibt, auf welche Art sich eine Kurtisane wie eine gute Ehefrau verhalten kann. Innerhalb einer langen Aufzählung wird von dieser auch verlangt, dass sie „wünsche ihn nicht zu überleben“.[31]

Siebtes Buch: Die Upanisad (Geheimlehre)

Das siebte Buches behandelt in zwei Kapiteln die Geheimlehre:[32]

  • Das Bezaubern der Frauen, Das Gewinnen, Die Stimulantien
  • Wiedererweckung der erstorbenen Leidenschaft, Die Mittel, den Penis zu vergrößern, Besondere Praktiken

Intention

Der indische Kulturraum ist von starken sozialen Zuordnungen geprägt. Soziales Verhalten misst sich daran, was man in der eigenen Kaste tun darf und tun muss. Abweichungen vom Normverhalten werden sanktioniert. In allen Schichten und Kasten herrscht eine patriarchale und heterosexuelle Ordnung.

Die ausführliche Darstellung der Details der Suche nach einer geeigneten Sexualpartnerin entspringen nicht nur dem Bemühen um Aufklärung. Vielmehr ist diese Darstellung und Reglementierung ein für alte indische Schriften typisches Merkmal, das hier dazu verwendet wurde, um einen ebenso hohen Rang des Kamasutras anzudeuten. Ausdrücke wie: „Die 64 Glück verheißenden Zeichen einer guten Liebhaberin“, die nachfolgend einzeln, in Untergruppen aufgeteilt beschrieben werden, sollen an Systematiken wie den „Tausendblättrigen Lotus“ erinnern, das höchste Chakra, das ebenso systematisch abgehandelt wurde. Im Unterschied zu den religiösen Texten, welche die „niederen Gelüste“ als gefährliche Feinde der spirituellen Entwicklung anprangern, wird diesen im Kamasutra gehuldigt.

Rezeption

Neuere Interpreten wie Nuri Vittachi[33] und Volker Zotz[34] betonen, dass das Kamasutra weit über die Funktion einer erotischen Belehrung hinaus eine wesentliche Quelle für die Kultur des Managements und die persönliche Ethik von Führungskräften darstellen könne.

Anmerkungen

  1. Vanamali Gunturu nennt „Devadatta Shastri oder Paras Nath Dwivedi“ in: Der Kamasutra-Ratgeber, 2004, Anmerkungen, S. 269.
  2. „Das heißt nicht, dass alle so lange jung bleiben. Die Jugend ist schließlich eine Einstellungssache, denn jung ist jemand, der jung sein möchte. […] In der Kindheit, in der Phase, in der der Mensch sich Wissen erwirbt, soll er jedoch enthaltsam leben.“ (Gunturu, 43).

Werkausgaben

  • Wendy Doniger, Sudhir Kakar (Hrsg.): Kamasutra. Kommentierte Neuübersetzung aus dem Sanskrit. Oxford University Press, Oxford 2002
    • Deutsche Ausgabe: Kamasutra. Übersetzung aus dem Englischen von Robin Cackett. Wagenbach, Berlin 2004, ISBN 3-8031-3614-8
  • Klaus Mylius (Hrsg.): Das Kamasutra. Deutsche Übersetzung aus dem Sanskrit und eingeleitet von Klaus Mylius. Reclam, Leipzig 1987
  • Sandhya Mulchandani, Sudhir Kakar: Kamasutra. Die indische Liebeslehre. Heyne, München 2008, ISBN 3-89910-415-3
  • Richard Schmidt (Hrsg.): Das Kamasutram. Die indische Ars Amatoria. Nebst dem vollständigen Commentare (Jayamangala) des Yasodhara. Aus dem Sanskrit übersetzt von Richard Schmidt. Wilhelm Friedrich, Leipzig 1900

Literatur

  • Wendy Doniger: On the Kamasutra. In: Daedalus. Spring 2002, S. 126–129. (PDF-Datei; 461 kB)
  • Vanamali Gunturu: Der Kamasutra Ratgeber, Atmosphären Verlag, München 2004, ISBN 3-86533-004-5
  • Nuri Vittachi: Das Kamasutra für Manager: Führen, leisten und ethisch handeln. Barth, Frankfurt am Main 2008, ISBN 3-502-61191-2
  • Volker Zotz: Kamasutra im Management. Inspiration und Weisheiten aus Indien. Campus, Frankfurt am Main 2008, ISBN 3-593-38515-5

Siehe auch

Weblinks

Commons: Kamasutra – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

  1. a b Martin Mittwede: Spirituelles Wörterbuch Sanskrit − Deutsch. Sathya Sai Vereinigung, Dietzenbach 1999, Lemma kāmasūtra.
  2. Martin Mittwede: Spirituelles Wörterbuch Sanskrit − Deutsch. Sathya Sai Vereinigung, Dietzenbach 1999, Lemma purushārtha.
  3. Vanamali Gunturu: Der Kamasutra Ratgeber, Atmosphären Verlag, München 2004, S. 7 f. ISBN 3-86533-004-5.
  4. Vanamali. Gunturu: Der Kamasutra-Ratgeber, 2004, S. 9 f.
  5. a b Kamasutra. Übersetzung von Robin Cackett. Wagenbach, Berlin 2004, S. 13f.
  6. V. Gunturu: Kamasutra-Ratgeber, S. 11 bis 20.
  7. V. Gunturu: Kamasutra-Ratgeber, 2004, S. 8 f.
  8. Martin Mittwede: Spirituelles Wörterbuch Sanskrit − Deutsch. Sathya Sai Vereinigung, Dietzenbach 1999, Lemma purvapakshin.
  9. V. Gunturu: Kamasutra-Ratgeber, S. 9.
  10. a b Kamasutra. Übersetzung von Robin Cackett. Wagenbach, Berlin 2004, S. 44–48.
  11. a b Kamasutra. Übersetzung von Robin Cackett. Wagenbach, Berlin 2004, S. 49f.
  12. Kamasutra. Übersetzung von Robin Cackett. Wagenbach, Berlin 2004, S. 50f.
  13. Pandurang Vaman Kane: History of Dharmasastra, Poona:Bhandarka Oriental Research Institute, 1930, Bd. 1, S. 1–3. In: V. Gunturu, S. 24.
  14. Siehe auch: Zweites Buch. V. Gunturu: Kamasutra-Ratgeber, S. 24 ff.
  15. Das Kāmasūtram des Vātsyāyana, Berlin 1922, S. 3.
  16. Kamasutra. Übersetzung von Robin Cackett. Wagenbach, Berlin 2004, S. 67 f.
  17. Zitate im Kapitel, Titelung kursiv und in Klammern: V. Gunturu: Kamasutra-Ratgeber, S. 33.
  18. Zitate zu den Kapitelbeschreibungen: V. Gunturu: Kamasutra-Ratgeber, S. 42 f./S. 49 f. und S. 53/S. 57 bis 62/S. 64 bis 70.
  19. Das Kāmasūtram des Vātsyāyana, Berlin 1922, S. 95–99.
  20. V. Gunturu: Kamasutra, S. 25.
  21. Kamasutra. Übersetzung von Robin Cackett. Wagenbach, Berlin 2004, S. 54 f.
  22. Aufgrund der größeren Quellennähe von Vamali Gunturu sind hier wie auch zu den anderen Büchern die Kapitelbezeichnungen den oft assoziativen bzw. lateinisierenden Eingebungen der modernen Übersetzer in Klammer zugesetzt. Siehe dort bereits im Inhaltsverzeichnis, S. 5 f.
  23. Beschreibung und Zitate in Kapitel 1 bis 3 nach Gunturu, Kamasutra, S. 73 und 76 / 81 ff. / 86 ff. und 90.
  24. Gunturu, S. 96 und 98 / 101 f. sowie 103 bis 107.
  25. Gunturu, S. 109 bis 113 / 115 f. sowie 111 / 122 f. / 127 bis 131.
  26. Das Kāmasūtram des Vātsyāyana. Berlin 1922, S. 238–241
  27. Kapitelbenennung näher am Originaltext nach: Gunturu, S. 5.
  28. Das Kāmasūtram des Vātsyāyana. Berlin 1922, S. 289–293
  29. Das Kāmasūtram des Vātsyāyana. Berlin 1922, S. 319–323
  30. Das Kāmasūtram des Vātsyāyana. Berlin 1922, S. 386–389.
  31. Kamasutram, Buch 6, Kapitel 2.
  32. Das Kāmasūtram des Vātsyāyana. Berlin 1922, S. 465–469
  33. Nuri Vittachi: Das Kamasutra für Manager: Führen, leisten und ethisch handeln. Barth, Frankfurt am Main 2008.
  34. Volker Zotz: Kamasutra im Management. Inspiration und Weisheiten aus Indien. Campus, Frankfurt am Main 2008.