Edward, mein Sohn

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Filmdaten
Deutscher Titel Edward, mein Sohn
Originaltitel Edward, My Son
Produktionsland UK
Originalsprache Englisch
Erscheinungsjahr 1948
Länge 98 (deutsche Fassung) Minuten
Altersfreigabe FSK 12
Stab
Regie George Cukor
Drehbuch Donald Ogden Stewart
Produktion Edwin H. Knopf
Musik John Wooldridge
Kamera Freddie Young
Schnitt Raymond Poulton
Besetzung

Edward, mein Sohn ist der Titel eines von Metro-Goldwyn-Mayer in Großbritannien produzierten Filmdramas aus dem Jahr 1948. Als Vorlage diente Eduard, mein Sohn (Edward, My Son), ein seinerzeit sehr erfolgreiches britisches Bühnenstück von Robert Morley und Noel Langley.

Handlung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

1919. Der Versicherungsangestellte Arnold Boult und seine Frau Evelyn begehen den 1. Geburtstag ihres Sohnes Edward. Der Hausarzt Dr. Larry Woodhope, der Evelyn verehrt, und Harry Simpkin feiern mit. Sie alle trinken auf das Wohl des Sprösslings (der aber nie in diesem Film persönlich auftritt!). Arnold will zusammen mit Harry ins Ratenkaufgeschäft einsteigen. Evelyn traut dem Geschäftspartner nicht so recht, weil der erst frisch aus dem Gefängnis kommt.

1924. Die Ärzte stellen bei Edward eine Hüftgelenkskrankheit fest. Da Arnolds Firma pleite ist, besorgt er sich das nötige Geld durch Versicherungsbetrug, er legt Feuer.

1930. Mit skrupellosen Tricks ist Arnold zu Geld gekommen, er ist mittlerweile Millionär. Edward besucht ein exklusives Internat, steht aber vor dem Rauswurf. Sein Vater regelt das auf seine Weise, er erpresst den Direktor Mr. Hanray mit Schuldscheinen des Internats, die er seinerzeit bei der Einschulung seines Sohnes aufgekauft hatte.

1935. Evelyn ist auf dem Sprung zum Bahnhof, sie will mit Edward in die Schweiz zum Skilaufen. Dr. Woodhope kommt vorbei und sie reden über den Jungen. Der ist mittlerweile 16, leichtsinnig, mit einer Vorliebe für Portwein. Evelyn und der Doktor gestehen sich ihre Liebe, aber sie bleibt bei Arnold aus Sorge um ihren Sohn.

Mr. Boult ist mittlerweile Lord geworden. Simpkin, der wieder im Gefängnis gesessen hatte, sucht ihn auf und bittet um Hilfe. Aber er erhält nur Ausflüchte, geht und stürzt sich in seiner Verzweiflung in den Tod. Boult hat nur eine Sorge, er könne mit dem Selbstmord in Verbindung gebracht werden.

Um seine Privatsekretärin Eileen Perrin mehr an sich zu binden - sie weiß zu viel von seinen Geschäften - macht Boult sie zu seiner Geliebten. Als er nach einem Jahr erfährt, dass Evelyn ihn von einem Detektiv beschatten lässt und sich von ihm scheiden lassen will, beendet er das Verhältnis. Eileen verkraftet das nicht und bringt sich mit einer Überdosis Tabletten um.

Evelyn ist entschlossen, sich von ihrem Mann zu trennen. Arnold ist dagegen und greift zu seiner bekannten Strategie: Er erpresst seine Frau. Er wolle einen Riesenskandal veranstalten wegen ihrer Liebe zu Dr. Woodhope. Der war mittlerweile zum Leiter eines Krankenhauses aufgestiegen und würde durch so was kompromittiert. Da gibt Evelyn nach.

1939. Dr. Woodhope kommt nach langer Zeit wieder in das Haus der Boults. Er trifft auf eine Evelyn, die angefangen hat zu trinken. Edwards Verlobte verabschiedet sich gerade. Der junge Mann nimmt das aber nicht so genau, er hat nebenher noch eine Freundin, und die ist von ihm schwanger. Mr. Boult möchte die Sache wie üblich mit Geld regeln, aber die junge Frau lehnt stolz ab.

1941. Es ist Krieg, und der Pilot Edward hat seine Crew bei einem riskanten Flugmanöver mit in den Tod gerissen. Evelyn sieht krank aus, nur der Alkohol ist ihr geblieben. Arnold aber ist immer noch stolz auf seinen Sohn und glaubt den leeren Phrasen seines Kommandeurs, der von einer "geborenen Führerpersönlichkeit" gesprochen hatte.

1946. Evelyn ist schon ein Jahr tot. Lord Boult fühlt sich allein in seinem großen Haus. Er hat herausgefunden, dass Edwards Freundin ihr Kind seinerzeit gesund zur Welt gebracht hat. Entbunden hat sie Dr. Woodhope. Den sucht er jetzt auf, um den Aufenthaltsort seines Enkels zu erfahren und ihn zu sich zu holen, aber der schweigt.

Die Vergangenheit holt Boult doch noch einmal ein. Er muss wegen der Brandstiftung ins Gefängnis, und auch ein Verfahren wegen Bilanzfälschung droht ihm. Aber er ist der Meinung, alles in seinem Leben immer richtig getan zu haben.

Hintergrund[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Robert Morley, einer der Autoren des Theaterstücks, war auch ein Charakterschauspieler. Er wurde 1938 für den Oscar als Nebendarsteller im Film "Marie Antoinette" nominiert, ohne ihn allerdings zu erhalten. Bei der Aufführung seines Theaterstücks auf der Londoner Bühne hatte er in der Hauptrolle einen tollen Erfolg.
  • George Cukors (1899–1983) bekanntester Film dürfte neben My Fair Lady Marilyn Monroes Machen wirs in Liebe gewesen sein. Er drehte Filme mit Spencer Tracy und Katharine Hepburn und hatte den Ruf, ein "Frauen-Regisseur" zu sein. Das stimmte zwar nicht ganz, denn auch Schauspieler konnte er zu großen Leistungen animieren. Bei Deborah Kerr gelang es ihm zweifelsohne, in Edward, mein Sohn ihr ganzes schauspielerisches Können abzurufen. Im Übrigen hat man Hollywood oft vorgeworfen, Mrs. Kerr oft als teetrinkende Lady verschlissen zu haben. Hier zeigt sie, was sie wirklich kann.

Kritiken[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • "Dass Tracy sich für Edward, mein Sohn entschied, muss wohl als grober Patzer in seiner Karriere angesehen werden."
  • "...in diesem schwülstigen Drama..."
  • "Edward, mein Sohn, wurde im Sommer 1948 gedreht, aber der Verleih wurde nahezu ein Jahr hinausgezögert. In der Zwischenzeit hatte Morley seine Rolle triumphierend am Broadway wiederholt. Im Vergleich dazu schnitten Film und Tracy nicht allzu gut ab. Nur Deborah Kerr überstand das Debakel. Ihre Darstellung der unglücklichen Ehefrau brachte ihr sogar eine Academie-Award-Nominierung ein." (Romano Tozzi)

Nominierungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Robert Morley, Noel Langley: Eduard, mein Sohn. Deutsch von M. Annunziata Jahn. Marton, Wien u.a. ca. 1948, 84 S. [Bühnenmanuskript]
  • Romano Tozzi: Spencer Tracy. Seine Filme - sein Leben. Heyne-Filmbibliothek Nr. 9. Deutsch von Alfred Dunkel. 2. Auflage. Heyne, München 1990, 191 S., ISBN 3-453-86009-8

Quellen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Romano Tozzi: Spencer Tracy. Seine Filme - sein Leben. Heyne-Filmbibliothek Nr. 9. Deutsch von Alfred Dunkel. 2. Auflage. Heyne, München 1990, 191 S., ISBN 3-453-86009-8

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]