Effeld

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Koordinaten: 51° 7′ 24″ N, 6° 6′ 5″ O

Effeld
Wappen von Effeld
Höhe: 32 m
Fläche: 8,56 km²
Einwohner: 1200 (2006)
Bevölkerungsdichte: 140 Einwohner/km²
Eingemeindung: 1. Januar 1972
Postleitzahl: 41849
Vorwahl: 02432
Effeld, Kirche

Effeld ist ein westlicher Ortsteil der Stadt Wassenberg im nordrhein-westfälischen Kreis Heinsberg, unmittelbar an der Grenze zu den Niederlanden im Rurtal gelegen.

Lage[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Effelder Waldsee

Östlich der Ortschaft liegt der Effelder Wald, an welchen sich der Ophovener Wald anschließt. Am nördlichen Ortsausgang, in Richtung Vlodrop, Niederlande, befindet sich der Effelder Waldsee mit Freibad und Campingplatz. Durch Effeld fließt der Schaagbach, westlich des Ortes die Rur.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Eine Römerstraße verlief von Effeld nach Dalheim. Hier wurden 11 germanische Hügelgräber mit 19 Graburnen entdeckt. Die Wasserburg Haus Neuerburg wurde im 19. Jahrhundert abgerissen. Am 1. Januar 1972 kam Effeld aufgrund des § 31 des Aachen-Gesetzes zur Gemeinde Wassenberg.[1]

Wirtschaft und Infrastruktur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Effeld verfügt über ein Feuerwehrhaus und eine Bürgerhalle. Ein wichtiger Wirtschaftszweig ist der Anbau von Spargel auf den hierzu besonders geeigneten Sandböden der Effelder Gemarkung.

Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Sehenswert ist das Wasserschloss Haus Effeld. Sein aus dem 15. Jahrhundert stammende Herrenhaus erhielt die heutige Gestalt bei einem Um- und Erweiterungsbau im Jahr 1606. Der Ziegelbau besitzt reich geschweifte Giebel an den beiden Schmalseiten. An die Gebäudenecken der Außenfront sind zwei dreigeschossige, übereck zum Hauptgebäude angeordnete quadratische Türme gestellt. An der der Vorburg zugewandten Langseite steht mittig ein größerer, viereckiger Turm mit einem rundbogigen Renaissance-Portal.[2]

Im Effelder Wald befindet sich in unmittelbarer Nähe und recht parallel zur (heutigen) Grenze zu den Niederlanden ein längerer, gut sichtbarer Abschnitt einer Landwehr. Die Landwehr soll hauptsächlich aus dem 16. Jahrhundert stammen.[3]

Die 1910 errichtete Herz-Jesu-Kirche ist die Hauptpfarrkirche der katholischen Gemeinde St. Martinus Steinkirchen-Effeld.

Verkehr[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die nächstgelegenen Autobahnanschlussstellen sind Hückelhoven-West auf der A 46 und bezüglich des niederländischen Autobahnnetzes Roermond auf der A73.

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Statistisches Bundesamt (Hrsg.): Historisches Gemeindeverzeichnis für die Bundesrepublik Deutschland. Namens-, Grenz- u. Schlüsselnummernänderungen bei Gemeinden, Kreisen u. Reg.-Bez. vom 27.5.1970 bis 31.12.1982. Kohlhammer, Stuttgart/Mainz 1983, ISBN 3-17-003263-1, S. 310.
  2. Karl Franck-Oberaspach, Edmund Renard: Die Kunstdenkmäler des Kreises Heinsberg (= Die Kunstdenkmäler der Rheinprovinz. Band 8, Abt. 3). L. Schwann, Düsseldorf 1906, S. 105–107.
  3. Wilhelm Piepers: Archäologie im Kreis Heinsberg. Selbstverlag des Kreises Heinsberg, Heinsberg 1989, ISBN 3-925620-05-2, Band I, S. 151 ff. mit begründeter Darlegung zum wiedergegebenen Errichtungszeitraum und zu anderweitigen Einschätzungen

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Effeld – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien