Ehrenzeichen für Verdienste um die Befreiung Österreichs

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Ehrenzeichen für Verdienste um die Befreiung Österreichs

Das Ehrenzeichen für Verdienste um die Befreiung Österreichs (kurz: Befreiungs-Ehrenzeichen) ist eine staatliche Österreichische Auszeichnung innerhalb der Systematik der Orden und Ehrenzeichen der Republik Österreich. Es wurde im Jahre 1976 geschaffen und ist zur Auszeichnung von Personen vorgesehen, die sich „um die Befreiung der Republik Österreich von der nationalsozialistischen Gewaltherrschaft“ verdient gemacht haben. Eine Verleihung ist auch posthum an, so noch vorhanden, nahe Familienangehörige wie Ehegatte/Ehegattin oder Verwandte in gerader Linie zulässig.

Das Befreiungs-Ehrenzeichen wird vom Bundepräsidenten auf Vorschlag der Bundesregierung verliehen, wobei die Bundesregierung auf den Vorschlag eines aus elf Mitgliedern bestehenden Kuratoriums Bedacht zu nehmen hat. Die Österreichische Präsidentschaftskanzlei hat ein Verzeichnis über die verliehenen Auszeichnungen zu führen und das Verleihungsdekret mit dem Hochdrucksiegel zu versehen.

Aussehen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Auszeichnung ist eine runde aus Bronze gefertigte versilberte Medaille und zeigt die dreizeilige Inschrift FÜR ÖSTERREICHS BEFREIUNG. Auf der Rückseite ist das Staatswappen zu sehen. Am Tragering ist zudem ein nach oben offener Lorbeerkranz angebracht, der auf dem Band aufliegt.

Trageweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Getragen wird die Medaille an einem roten Band mit einem breiten weißen Mittelstreifen auf der linken Brustseite.

Bekannte Träger[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Prominente Träger sind Manfred Ackermann, Anton Benya, Anton Brunner, Louis Häfliger, Hubert Mayr, Lucian O. Meysels, Fritz Muliar, Georg Schelling, Ludwig Steiner und Ernst Florian Winter. Bis 2004 wurde die Auszeichnung an etwa 4500 Personen vergeben. 2007 erhielt Richard Wadani als erster österreichischer Deserteur aus der deutschen Wehrmacht diese Auszeichnung, sie wurde ihm von Bundespräsident Heinz Fischer übergeben.

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Richard Hufschmied: „In seinem Handeln vor der Geschichte gerechtfertigt zu sein, ist die wirklich große Genugtuung“. Von der „Österreichischen Befreiungsmedaille“ zum „Ehrenzeichen für Verdienste um die Befreiung Österreichs“. In: Viribus Unitis. Jahresbericht 2004 des Heeresgeschichtlichen Museums. Wien 2005, S. 103–124.
  • Johann Stolzer und Christian Steeb: Österreichs Orden vom Mittelalter bis zur Gegenwart. Akademische Druck- u. Verlagsanstalt, Graz 1996, ISBN 3-201-01649-7.

Rechtsgrundlage[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]