Ehrfurcht

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Ehrfurcht ist ein hochsprachliches Wort für eine mit Verehrung einhergehende Furcht. Sie bezieht sich immer auf einen übermächtigen (erhabenen) Adressaten, ob real oder fiktiv. Sie kann individuell oder allgemein üblich sein. Sie empfinden zu können, wird zumeist als Tugend angesehen. „Ehrfurcht“ ist stärker als „Scheu“ oder „Achtung“, schwächer als „Unterwerfung“ oder „Anbetung“. Im Brockhaus von 1896 wird die Ehrfurcht als „der höchste Grad der Ehrerbietung, das Gefühl der Hingabe an dasjenige, was man höher schätzt als sich selbst, sei es eine Person oder eine geistige Macht, wie Vaterland, Wissenschaft, Kirche, Staat, Menschheit, Gottheit“ beschrieben.[1]

Beispiel und Kennzeichen[Bearbeiten]

Der Begriff wird oft im religiösen, ethischen oder ästhetischen Kontext verwendet. Moses näherte sich in Ehrfurcht dem brennenden Dornbusch, als die Stimme Gottes ihn dazu aufforderte (Bibel 2. Mose). Alltäglichere Beispiele sind die Ehrfurcht vor dem Nachthimmel, vor einer berühmten Persönlichkeit oder einem bedeutenden Kunstwerk. Der Begriff wird im Kontext häufig auch als Gottesfurcht bezeichnet. Als soziale Zeichen der Ehrfurcht verlangen Rituale und Zeremonielle oft normativ – von Kultur zu Kultur und von Milieu zu Milieu unterschiedliche – Anredeformen oder Gesten und dergleichen (vgl. den Kniefall von Warschau).

Zitate[Bearbeiten]

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  • Ihr sollt jeder Ehrfurcht vor seiner Mutter und seinem Vater haben und meine Sabbate halten, denn ich, der HERR, bin euer Gott. (3. Mose 19,3 nach der Schlachter-Bibel, Ausgabe 2000)
  • Ihr Fleisch erreicht Allah nicht, noch tut es ihr Blut, sondern eure Ehrfurcht ist es, die Ihn erreicht. In der Weise hat Er sie euch dienstbar gemacht, auf dass ihr Allah für Seine Rechtleitung preiset. Und gib denen frohe Botschaft, die Gutes tun. (Koran Sure 22, 37[2])
  • Ehrfurcht ist der Angelpunkt der Welt, Ehrfurcht gegenüber der Natur, dem Mitmenschen und Gott. (Johann Wolfgang von Goethe)
  • Religion ist Ehrfurcht – die Ehrfurcht zuerst vor dem Geheimnis, dass der Mensch ist. (Thomas Mann)
  • Die Ethik der Ehrfurcht vor dem Leben begreift also alles in sich, was als Liebe, Hingabe, Mitleiden, Mitfreude und Mitstreben, bezeichnet werden kann. (Albert Schweitzer)
  • Wer sich nicht mehr wundern und in Ehrfurcht verlieren kann, ist seelisch bereits tot. (Albert Einstein)
  • Ehrfurcht vor Gott, Achtung vor der Würde des Menschen und Bereitschaft zum sozialen Handeln zu wecken, ist vornehmstes Ziel der Erziehung. (§ 2 Abs. 2 SchulG NRW, Stand: 14. Oktober 2012)

Siehe auch[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Ehrfucht – Ehrsam. In: Brockhaus Konversations-Lexikon 1894–1896, 5. Band, S. 757.
  2. Koran Sure 22, 37 bei Projekt Gutenberg-DE