Eicha (Ahorn)

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Eicha
Gemeinde Ahorn
Koordinaten: 50° 13′ 37″ N, 10° 55′ 0″ O
Höhe: 331 m ü. NN
Einwohner: 636 (1987)[1]
Postleitzahl: 96482
Vorwahl: 09561
Der Dorfbrunnen
Der Dorfbrunnen

Eicha ist ein Ortsteil der oberfränkischen Gemeinde Ahorn im Landkreis Coburg.

Geographie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Eicha liegt etwa sechs Kilometer südwestlich von Coburg am Wohlbach, einem Quellfluss der Itz. Gemeindeverbindungsstraßen verbinden Eicha mit den Nachbarortschaften Schafhof, Schorkendorf und Witzmannsberg. Die Bundesstraße 303 von Coburg nach Schonungen führt nördlich an Eicha vorbei. Der Altort liegt im Norden, südlich schließt sich ein mittlerweile wesentlich größeres, neues Siedlungsgebiet an.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Eicha wurde am 15. April 1290 unter dem Namen „in villa Eich“[2] als Schenkung des Gundeloch Marschall von Cunstadt an das Kloster Langheim urkundlich erwähnt.[3] Der Name bezieht sich wohl auf einen oder mehrere markante Eichenbäume.[3]

Eine andere Möglichkeit ist das sich der Name Eicha als Nachkomme aus römischen Familie de Quercu ableitet, welche sich in Germania niederließen, dann fortan den Namen von Eich(Quercu) trugen. Ein Teil jener Familie ist durch den Hochstift Würzburg auf Burg Eich bzw. der Ort Eich, dem heutigen Hohenstein, gelangt. (Quelle: Eich; Adelsbuch Burgen Eichstätt) Hinweis: Quercu = Eiche.

Im 1300 Jahrhundert nennt sich der Ort Langheim aus Tambach/Eicha/Hohenstein, Haart, Triebsdorf usw.

1256 verkaufte Helmericus de Quercu seine Lehen zu Schorkendorf an Langheim.

Ein Nachkomme dieser Familie ist Johann III. von Eych Fürstbischoff zu Eichstätt (* 1404 in Eicha bei Heldburg; † 1. Januar 1464 *)

Die Besitzungen oder Lehen die Hermann de Quercu in Eich (Hohenstein) sowie Lehen in Eichig Nähe Arnstein wurden durch Marschall Gundeloch an Langheim gegeben. Burg Eich (Hohenstein) ist Bestandteil des die Zisterzienserabtei Langheim.

Hermann von Eich trat seine Dienst am 15. April 1290 als Abt im Kloster Ebrach an!. Mit dem Tod Hermann de Eich um 1306 endet der politische Einfluss. Die Herzöge zu Henneberg sind die Lehensherren.

Eicha war ein Ganerbendorf, da es zwei gleichberechtigte Herren gab. Die Dorfherrschaft hatten als Grund- und Lehensherr die Zisterzienserabtei Langheim inne, vertreten durch das Klosteramt Tambach, und die Herren des Hohenstein. Sie wurde in zweijährigem Wechsel ausgeübt. Konfessionell war Eicha gespalten, entsprechend den evangelischen Herren auf dem Hohenstein, die zum Fürstentum Sachsen-Coburg, und den katholischen Mönchen von Tambach, die zum Hochstift Würzburg bzw. später Hochstift Bamberg gehörten.[3]

Im Jahr 1803 wurde Franken ein Teil Bayerns und im Zuge der Säkularisation in Bayern wurde das Kloster Langheim aufgelöst. Der Zusammenschluss des größeren Eicha mit Schorkendorf führte damals zur Ruralgemeinde Schorkendorf.

1925 hatte Eicha 136 Einwohner und 30 Wohnhäuser.[4] Am 1. April 1931 wurde es als Teil der Gemeinde Schorkendorf aus dem Bezirksamt Staffelstein in das Bezirksamt Coburg eingegliedert.[5]

Am 1. April 1971 erfolgte die Eingemeindung von Schorkendorf mit Eicha nach Ahorn.[5] Im Jahr 1987 hatte das Dorf 636 Einwohner und 177 Wohnhäuser mit 212 Wohnungen.[1] 2004 gab es 300 Haushalte.[6]

Einwohnerentwicklung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Jahr Einwohnerzahl
1875 137[7]
1900 151[8]
1925 136[4]
1950 231[9]
1970 413[10]
1987 636[1]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Commons: Eicha – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. a b c Bayerisches Landesamt für Statistik und Datenverarbeitung (Hrsg.): Amtliches Ortsverzeichnis für Bayern, Gebietsstand: 25. Mai 1987. Heft 450 der Beiträge zur Statistik Bayerns. München November 1991, DNB 94240937X, S. 298. (Digitalisat).
  2. Horst Graßmuck: Die Ortsnamen des Landkreises Coburg. Inaugural-Dissertation der Universität Erlangen 1955, S. 18
  3. a b c www.ahorn.de
  4. a b Bayerisches Statistisches Landesamt (Hrsg.): Ortschaften-Verzeichnis für den Freistaat Bayern nach der Volkszählung vom 16. Juni 1925 und dem Gebietsstand vom 1. Januar 1928. Heft 109 der Beiträge zur Statistik Bayerns. München 1928, Abschnitt II, Sp. 1159. (Digitalisat).
  5. a b Wilhelm Volkert (Hrsg.): Handbuch der bayerischen Ämter, Gemeinden und Gerichte 1799–1980. C. H. Beck, München 1983, ISBN 3-406-09669-7, S. 441.
  6. http://www.schorkendorf.com/html/uberblick_ortsteile.html
  7. Kgl. Statistisches Bureau (Hrsg.): Vollständiges Ortschaften-Verzeichniss des Königreichs Bayern. Nach Kreisen, Verwaltungsdistrikten, Gerichts-Sprengeln und Gemeinden unter Beifügung der Pfarrei-, Schul- und Postzugehörigkeit … mit einem alphabetischen General-Ortsregister enthaltend die Bevölkerung nach dem Ergebnisse der Volkszählung vom 1. Dezember 1875. Adolf Ackermann, München 1877, 2. Abschnitt (Einwohnerzahlen von 1871, Viehzahlen von 1873), Sp. 1124., urn:nbn:de:bvb:12-bsb00052489-4 (Digitalisat).
  8. K. Bayer. Statistisches Bureau (Hrsg.): Ortschaften-Verzeichnis des Königreichs Bayern, mit alphabetischem Ortsregister. LXV. Heft der Beiträge zur Statistik des Königreichs Bayern. München 1904, Abschnitt II, Sp. 1122. (Digitalisat).
  9. Bayerisches Statistisches Landesamt (Hrsg.): Amtliches Ortsverzeichnis für Bayern – Bearbeitet auf Grund der Volkszählung vom 13. September 1950. Heft 169 der Beiträge zur Statistik Bayerns. München 1952, DNB 453660975, Abschnitt II, Sp. 904. (Digitalisat).
  10. Bayerisches Statistisches Landesamt (Hrsg.): Amtliches Ortsverzeichnis für Bayern. Heft 335 der Beiträge zur Statistik Bayerns. München 1973, DNB 740801384, S. 152. (Digitalisat).