Eicha (Ahorn)

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Zur Navigation springen Zur Suche springen
Eicha
Gemeinde Ahorn
Koordinaten: 50° 13′ 37″ N, 10° 55′ 0″ O
Höhe: 331 m ü. NN
Einwohner: 636 (1987)[1]
Postleitzahl: 96482
Vorwahl: 09561
Der Dorfbrunnen
Der Dorfbrunnen

Eicha ist ein Ortsteil der oberfränkischen Gemeinde Ahorn im Landkreis Coburg.

Geographie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Eicha liegt etwa sechs Kilometer südwestlich von Coburg am Wohlbach, einem Quellfluss der Itz. Gemeindeverbindungsstraßen verbinden Eicha mit den Nachbarortschaften Schafhof, Schorkendorf und Witzmannsberg. Die Bundesstraße 303 von Coburg nach Schonungen führt nördlich an Eicha vorbei. Der Altort liegt im Norden, südlich schließt sich ein mittlerweile wesentlich größeres, neues Siedlungsgebiet an.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Eicha wurde erstmals am 15. April 1290 unter dem Namen „in villa Eich“[2] als Schenkung des Gundeloch Marschall von Cunstadt an das Kloster Langheim urkundlich erwähnt.[3] Der Name bezieht sich wohl auf einen oder mehrere markante Eichenbäume.[3]

Eicha war ein Ganerbendorf, da es zwei gleichberechtigte Herren gab. Die Dorfherrschaft hatten als Grund- und Lehenherr die Zisterzienserabtei Langheim inne, vertreten durch das Klosteramt Tambach, und die Herren des Hohenstein. Sie wurde in zweijährigem Wechsel ausgeübt. Konfessionell war Eicha gespalten, entsprechend den evangelischen Herren auf dem Hohenstein, die zum Fürstentum Sachsen-Coburg, und den katholischen Mönchen von Tambach, die zum Hochstift Würzburg bzw. später Hochstift Bamberg gehörten.[3]

Im Jahr 1803 wurde Franken ein Teil Bayerns und im Zuge der Säkularisation in Bayern wurde das Kloster Langheim aufgelöst. Der Zusammenschluss des größeren Eicha mit Schorkendorf führte damals zur Ruralgemeinde Schorkendorf.

1925 hatte Eicha 136 Einwohner und 30 Wohnhäuser.[4] Am 1. April 1931 wurde es als Teil der Gemeinde Schorkendorf aus dem Bezirksamt Staffelstein in das Bezirksamt Coburg eingegliedert.[5]

Am 1. April 1971 erfolgte die Eingemeindung von Schorkendorf mit Eicha nach Ahorn.[5] Im Jahr 1987 hatte das Dorf 636 Einwohner und 177 Wohnhäuser mit 212 Wohnungen.[1] 2004 gab es 300 Haushalte.[6]

Einwohnerentwicklung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Jahr Einwohnerzahl
1875 137[7]
1900 151[8]
1925 136[4]
1950 231[9]
1970 413[10]
1987 636[1]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Eicha (Ahorn) – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. a b c Amtliches Ortsverzeichnis für Bayern, Gebietsstand: 25. Mai 1987, München, 1991
  2. Horst Graßmuck: Die Ortsnamen des Landkreises Coburg. Inaugural-Dissertation der Universität Erlangen 1955, S. 18
  3. a b c www.ahorn.de
  4. a b Ortschaften-Verzeichnis für den Freistaat Bayern, nach der Volkszählung vom 16. Juni 1925 und dem Gebietsstand vom 1. Januar 1928, München, 1928
  5. a b Wilhelm Volkert (Hrsg.): Handbuch der bayerischen Ämter, Gemeinden und Gerichte 1799–1980. C. H. Beck, München 1983, ISBN 3-406-09669-7, S. 441.
  6. http://www.schorkendorf.com/html/uberblick_ortsteile.html
  7. Vollständiges Ortschaften-Verzeichnis des Koenigreichs Bayern, ... mit einem General-Ortsregister enthaltend die Bevölkerung nach dem Ergebnisse der Volkszählung vom 1. Decbr. 1875 bearbeitet vom kgl. Statistischen Bureau in München, München, 1876
  8. Ortschaften-Verzeichnis des Königreichs Bayern, mit alphabetischem Ortsregister, München, 1904
  9. Amtliches Ortsverzeichnis für Bayern, bearbeitet auf Grund der Volkszählung vom 13. September 1950, München, 1952
  10. Amtliches Ortsverzeichnis für Bayern, München, 1973