Eichen-Sichelflügler

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Eichen-Sichelflügler
Eichen-Sichelflügler (Watsonalla binaria)

Eichen-Sichelflügler (Watsonalla binaria)

Systematik
Klasse: Insekten (Insecta)
Ordnung: Schmetterlinge (Lepidoptera)
Familie: Sichelflügler (Drepanidae)
Unterfamilie: Drepaninae
Gattung: Watsonalla
Art: Eichen-Sichelflügler
Wissenschaftlicher Name
Watsonalla binaria
(Hufnagel, 1766)

Der Eichen-Sichelflügler oder Zweipunkt-Sichelflügler (Watsonalla binaria) ist ein Schmetterling aus der Familie der Sichelflügler (Drepanidae).

Merkmale[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Falter sind den Buchen-Sichelflüglern (Watsonalla cultraria) sehr ähnlich und haben auch eine gelbbraune Färbung. Das eindeutigste Unterscheidungsmerkmal sind je zwei schwarze Zwillingspunkte auf den Vorderflügeln. Manchmal kommen diese auch schwächer auf den Hinterflügeln vor. Die Vorderflügel haben zwei hellere Querbinden, die Hinterflügel sind bei den Männchen gleich wie die Vorderflügel gefärbt, bei den Weibchen sind sie aber etwas heller gefärbt. Die Falter der zweiten Generation sind deutlich kleiner und etwas heller gefärbt, als die der ersten.

Ähnliche Arten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Vorkommen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Falter kommen in Nordafrika, Süd- und Mitteleuropa in trockenen bis leicht feuchten Laubmischwäldern wie etwa in Eichen-Hainbuchenwäldern, in Auwäldern, Wäldern in Flusstälern und anderen Eichenmischwälder vor.

Lebensweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

An heißen Tagen können die Männchen hoch fliegen.

Flug- und Raupenzeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Pro Jahr treten zwei Generationen auf. Die erste fliegt Mitte Mai bis Juni, die zweite von Ende Juli bis August. Die Raupen aus den Eiern der ersten Generation findet man im September, die der zweiten von Juni bis Juli des darauffolgenden Jahres.[1]

Nahrung der Raupen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Raupen leben normalerweise auf Eichen (Quercus), vor allem Stieleichen (Quercus robur) und Traubeneichen (Quercus petraea), die an warmen Standorten wachsen. Sie wurden aber auch schon auf Buchen, Birken und Erlen gefunden.

Entwicklung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Weibchen legen die Eier auf den Blatträndern von buschigen Nahrungspflanzen ab. Die daraus schlüpfenden Raupen leben vorwiegend auf tief hängenden Ästen. Sie verpuppen sich in einem zusammengesponnenen Blatt und überwintern am Waldboden als Puppe.

Quellen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Manfred Koch: Wir bestimmen. Schmetterlinge. Band 2. Bären, Spinner, Schwärmer und Bohrer Deutschlands. S. 100f, Neumann Verlag Radebeul 2. Auflage 1964

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Günter Ebert (Hrsg.): Die Schmetterlinge Baden-Württembergs Band 4, Nachtfalter II (Bombycidae, Endromidae, Lemoniidae, Saturniidae, Sphingidae, Drepanidae, Notodontidae, Dilobidae, Lymantriidae, Ctenuchidae, Nolidae). Ulmer Verlag Stuttgart 1994. ISBN 3-800-13474-8

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Eichen-Sichelflügler – Album mit Bildern, Videos und Audiodateien