Eichendorff (Adelsgeschlecht)

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Wappen derer von Eichendorff

Eichendorff ist der Name eines alten Adelsgeschlechts aus dem Erzbistum Magdeburg.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das Geschlecht erscheint erstmals im Jahre 1237 mit Conradus de Eikendorp urkundlich.[1] Es hatte seinen Stammsitz zu Eickendorf bei Calbe im Erzstift Magdeburg. Dort war es noch bis zur Mitte des 15. Jahrhunderts ansässig.

Schon im 14. Jahrhundert gelangte ein Zweig in die Mark Brandenburg und erlangte im Laufe der Zeit im Barnim, Lebus und Zerbow reichen Grundbesitz. Während es im Magdeburgischen im 16. Jahrhundert und im Brandenburgischen im 17. Jahrhundert bereits wieder erlosch, hat das Geschlecht in Schlesien und Mähren weitergeblüht. In Schlesien gelangte 1634 bis 1782 Deutsch Krawarn bei Troppau in den Besitz der Familie und das Schloss Deutsch Krawarn wurde für lange Jahre der Stammsitz. In Mähren war das Geschlecht von 1655 bis ins 19. Jahrhundert mit Sedlnitz begütert. 1657 wurden Angehörige der Familie in den mährischen alten Ritterstand aufgenommen und 1679 in den Freiherrenstand erhoben. Von 1724 bis 1822 war Schloss Lubowitz im Besitz der Familie.

Einer der bedeutendsten Vertreter der Familie war der romantische Dichterjurist und Schriftsteller Joseph Freiherr von Eichendorff (1788–1857), königlich preußischer Regierungsrat und Mitbesitzer von Sedlnitz. Von ihm stammten alle weiteren Freiherren von Eichendorff ab.

Das Geschlecht ist in männlicher Linie mit Rudolf Hartwig von Eichendorff am 4. Januar 1964, in weiblicher mit Elisabeth von Eichendorff am 13. September 1976 erloschen. Georg Graf Strachwitz von Groß-Zauche und Camminetz (* 1940) führt, bestätigt durch einen Beschluss des Deutschen Adelsrechtsausschusses, mit seiner Familie die Namensform Freiherr von Eichendorff Graf Strachwitz von Groß-Zauche und Camminetz. Er ist der jüngste Sohn von Oskar Graf Strachwitz (1889–1951) und Elisabeth Freiin von Eichendorff (1896–1976), Urenkelin des Dichters Joseph von Eichendorff, deren kinderloser Bruder Rudolf Hartwig von Eichendorff ihn adoptierte, um den Namen Eichendorff in der Familie zu erhalten.[2] Sein Großvater war Hartwig von Eichendorff (1860–1944).

Wappen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das Wappen zeigt in Rot einen schrägrechten goldenen Ast mit zwei goldenen Eichenblättern und einer goldenen Eichel oben und unten. Auf dem Helm ein geschlossener roter Flug mit der Schildfigur auf dem Flügel. Die Helmdecke ist rot-golden.

Es gibt auch Darstellungen mit gekröntem Helm und ohne Flug und rechtsgeneigtem Ast, wie dieser im Schild gezeigt wird.

Namensträger[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Staatsarchiv Magdeburg, Halberst. Domin. 53, im Urkundenbuch der Stadt Halberstadt 7 a 35
  2. Joseph Carl Benedikt Freiherr von Eichendorff

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Eichendorff – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Siehe auch[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]