Mark Brandenburg

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Zur Navigation springen Zur Suche springen
Banner of the Holy Roman Emperor with haloes (1400-1806).svg
Territorium im Heiligen Römischen Reich
Mark Brandenburg
Wappen
DEU Mark Brandenburg COA.svg
Karte
Karte Mark Brandenburg 1320.png
Die Mark Brandenburg im Jahr 1320
Alternativnamen Kurfürstentum Brandenburg
Entstanden aus Nordmark
Herrschaftsform Markgrafschaft
Herrscher/Regierung Markgraf, Kurfürst
Heutige Region/en DE-BB, DE-BE, DE-MV, DE-ST, PL-LB, PL-ZP
Reichstag Kurfürstenkollegium, Reichsfürstenrat
Reichskreis obersächsisch
Hauptstädte/Residenzen die Brandenburg,
in Neustadt Brandenburg,
Burg Tangermünde
(um 1400),
Stadtschloss Berlin (ab 1415)
Dynastien Askanier,
Wittelsbacher,
Luxemburger,
Hohenzollern
Konfession/Religionen römisch-katholisch, protestantisch (ab 1539)
Sprache/n Niederdeutsch, West­slawische Sprachen (u. a. Polabisch, Niedersorbisch)


Währung Brandenburgischer Pfennig und Groschen
Aufgegangen in Provinz Brandenburg


Die Mark Brandenburg war ein Territorium im Heiligen Römischen Reich. Als Gründungsdatum ging der 11. Juni 1157 in die Historie ein. Durch die Entwicklung zum Kurfürstentum Brandenburg seit dem Ende des 12. Jahrhunderts spielte sie eine herausgehobene Rolle in der deutschen Geschichte. Die Goldene Bulle von 1356 bestätigte die Stimme der Markgrafen von Brandenburg als Kurfürsten bei der Königswahl. Die Markgrafschaft Brandenburg umfasste die Altmark (westlich der Elbe), die als Kerngebiet geltende Mittelmark (zwischen Elbe und Oder), die Neumark (östlich der Oder), Teile der Niederlausitz und Streuterritorien. Im Jahr 1701 entstand mit der Monarchie Preußen ein neuer, europäischer Staat. Damit wandelte sich die Markgrafschaft faktisch in eine Provinz. Die formelle Gründung der Provinz Brandenburg erfolgte 1815.[1][2][3][4][5][6][7]

Die umgangssprachliche Verwendung des Begriffs Mark Brandenburg bzw. der Kurzform Mark als Synonym für das heutige Bundesland Brandenburg ist weder historisch noch territorial korrekt. Während einst märkische Gebiete heute in Sachsen-Anhalt, Mecklenburg-Vorpommern sowie den polnischen Woiwodschaften Zachodniopomorskie und Lubuskie liegen, gehörten Gebiete im Süden des Bundeslandes nie, nur teilweise oder lediglich kurzzeitig zur Mark. Außerdem trennten sich Brandenburg und Berlin in mehreren Schritten zwischen 1875 und 1936.[8][9][4][10]

Geografie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Lage und Ausdehnung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Mark Brandenburg lag im Norden Mitteleuropas. Weder die niedrigen hiesigen Platten und Hügelländer noch die Ströme Elbe und Oder standen der Landesherrschaft der Markgrafen im Weg. Der Aufbau begann in den askanischen Stammlanden (später Altmark genannt). Mit friedlichen und kriegerischen Mitteln arbeiteten sie sich Richtung Osten vor. Daher war die Mark im Gegensatz zum Bundesland Brandenburg in West-Ost-Richtung gedehnt und in Nord-Süd-Richtung gestaucht. Zwischen Salzwedel im Westen und Schivelbein im Osten lagen über 400 Kilometer. Nach dem Erwerb der Mark Lausitz (spätere Niederlausitz, 1302/1304) sowie der Länder Budissin und Görlitz (spätere Oberlausitz ohne südlichen Teil, nach 1233) wurde die größte Ausdehnung erreicht. Das Lausitzer Bergland im Süden und die Ostsee im Norden (halbes Ländchen Wolgast, von 1230 bis 1250) dienten nur zeitweilig als geografische Barrieren. Feste, dauerhafte natürliche Grenzen konnte die Mark nicht ausbilden. Nach dem Ende der Askanier-Zeit verkleinerte sich das Territorium wieder.[11][12][13][14][15][16][17][18][19]

Anno 1350 grenzten an das Kurfürstentum Brandenburg:[5]

Mecklenburg Pommern,
Ruppin
Deutschordensstaat
Braunschweig-Lüneburg Nachbarländer des Kurfürstentums Brandenburg im Jahr 1350 Polen
Erzmagdeburg,
Anhalt
Sachsen-Wittenberg,
Lausitz
Schlesien

Im Laufe der Jahrhunderte änderten sich stetig die Namen, Ausdehnungen und Anzahlen der Nachbarländer. Auch zum oben dargestellten Zeitpunkt fiel die Lage differenzierter aus. Deutschordensstaat und Königreich Polen lagen außerhalb, alle Anderen innerhalb des Heiligen Römischen Reichs. Formell reichsunmittelbar waren die drei märkischen Hochstifte Brandenburg, Havelberg und Lebus. Die Herzogtümer Braunschweig-Lüneburg und Pommern zerfielen in mehrere Teile. Die Erste Mecklenburgische Hauptlandesteilung bewirkte das Gleiche. Die meisten Herzogtümer in Schlesien zählten bereits zu den Ländern der Böhmischen Krone, die Mark Lausitz folgte später usw.

Naturräume und Landschaften[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Naturräumlich zählte die Mark Brandenburg zum Mitteleuropäischen Tiefland. Für dessen grundsätzliche Unterteilung boten sich drei Möglichkeiten an: 1) Aus geomorphologischer Sicht unterschied sich das Alt- vom Jungmoränengebiet. 2) Aus politischer Warte erstreckte sich seit der neuen Grenzziehung im Jahr 1945 westlich von Oder und Lausitzer Neiße das Norddeutsche, östlich das Polnische Tiefland. 3) Großräumig zeigte die Mark ein Streifenmuster aus a) Südlichem Landrücken (nur Randbereiche), b) der Zone der Niederungen und Platten (großflächigster Teil), c) dem Nördlichen Landrücken (der Nordosten) und d) dem Südbaltischen Küstensaum (kaum erwähnenswert).[20][21][22][13][23]

Mit dem Sperenberger Gipsberg ragten Schichten aus dem Zechstein (250 Millionen Jahre), mit den Rüdersdorfer Kalkberg aus dem Muschelkalk (240 Millionen Jahre) an der Oberfläche auf. Hauptsächlich prägte das bis heute andauernden Quartäre Eiszeitalter das Relief aus. Für seine periglaziale[Anm. 1] Nivellierung sowie Überformungen stand im Altmoränenland der Elster- und Saale-Kaltzeiten ausreichend Zeit zur Verfügung. Das Jungmoränenland der Weichsel-Kaltzeit zeigte relativ unveränderte glazigene, d. h. unmittelbar vom Eis abgelagerte oder gebildete Formen: vielzählige große und kleine Hohlformen, Seenreichtum und ein unübersichtliches Gewässernetz. Je später sich der Fennoskandische Eisschild zurückzog, umso klarer blieb die glaziale Serie erhalten.[24][25][26][20][27]

Diese stellte eine modellhafte kausale Verknüpfung her. Vom Eiszentrum aus betrachtet, reihten sich Grundmoräne, Endmoräne, Sander und Urstromtal hintereinander auf. Von letzterer Landschaftsform wies das Gebiet der Mark Brandenburg eine weltweit einmalige Häufung auf:[Anm. 2] Glogau-Baruther, Warschau-Berliner, Thorn-Eberswalder, Netze-Randow- und Pommersches Urstromtal. Die vier Grundformen vergesellschafteten sich. Sie ergänzten dabei regional charakteristische Landschaftsformen sowie beeinflussten natürliche und menschliche Prozesse. So entstanden spezifische Landschaftstypen:[28][13][29][30]

Landschaftstypen im Alt- und Jungmoränengebiet[30][31]
Landschaftstyp Beschreibung Beispiel
Landschaftstyp der Grundmoräne Die fruchtbaren Böden boten ein gutes bis sehr gutes Ertragspotential. Für den Ackerbau eigneten sich eher die flachwelligen, für die Tierhaltung die kuppigen Bereiche. Die Ersteren durchzogen die Bahndämmen gleichenden Oser. Die in Letzteren häufig anzutreffenden Sölle speicherten das Wasser und boten ökologische Nischen. Für die Feldarbeit stellten sie eine Erschwernis dar. In der Nähe zu Endmoränen häuften sich die Drumlins. Sie gewährten weite Blicke über die offene, weil kaum von Wäldern bestockte Agrarlandschaft. Diese lockerten mehr oder weniger ausgedehnte Abflussrinnen sowie feuchte, abflusslose Senken auf. Typische Bewohner waren Feldlerche, Graukranich und in den Söllen die Rotbauchunke.[32]
Streuobstwiesen in der Gatower Feldflur
Auf der Nauener Platte gedeihten Weizen und Zuckerrüben. Die Möglichkeiten Letzterer entdeckte 1747 Andreas Sigismund Marggraf.[11][33]
Landschaftstyp der Endmoräne Die langgestreckten Hügelketten mit ihrem stark nivelliertem Relief hoben sich deutlich von der Umgebung ab. Im Nordosten waren Hohlformen (Sölle, kleine Seen) und Kesselmoore in die Landschaft eingebettet. Die Geschiebemergel- oder -lehmdecke wurde auf der dem Inlandeis zugewandten Seite mit ansteigender Höhe immer flachgründiger, auf der abgewandten Seite fehlte sie völlig. Während der spätmittelalterlichen Agrarkrise fielen viele Dörfer gänzlich oder teils wüst. Es breiteten sich wieder Wälder aus. Eine Nutzung als Hutewald (agroforstwirtschaftlich) oder Forst (für die Holzgewinnung) entsprach eher dem ökologischen Potential.[34][35][32][36]
Die Markgrafensteine in den Rauener Bergen gelten als die größten Findlinge des Landes Brandenburg
Von der Kraft des Eisschildes zeugten die Rauenschen Berge selbst und die von ihm hierher verbrachten Markgrafensteine[37]
Sanderlandschaft Die schiefe Ebene fiel zumeist flach ab. Ein höherer Neigungswinkel konnte am Fuß der Endmoräne auftreten. Daher nahmen in Richtung Vorfluter (z. B. ein Urstromtal) die Feinkörnigkeit und Kantenrundung der fluvioglazialen Sedimente zu. Diese durch Schmelzwasser bedingten Ablagerungen bestanden hauptsächlich aus Sanden und Kiesen. Die sich obenauf entwickelnden, sehr ertragsarmen Böden eigneten sich nicht für den Ackerbau. Sie brachten der Mark Brandenburg den Ruf als „Streusandbüchse des Heiligen Römischen Reiches“ ein. Unter bestimmten Bedingungen bereicherte ein Rinnensee das Landschaftsbild: Zuvor musste subglazial (unter dem Eis) eine Abflussrinne entstanden sein. Nach dem Rückzug des Eisschilds durfte es höchstens zu einer teilweisen Verfüllung der tiefen Kerbe kommen. Besonders gut konservierte Rinnentoteis die steilen Hänge.[38][39][40][11][41][42]
Hofjagd in der Letzlinger Heide um 1890
In der Letzlinger Heide ließ Johann Georg von 1559 bis 1564 das Jagdschloss Letzlingen errichten. Seine Nachfolger dankten es ihm.[43]
Landschaftstyp der großen Niederungen Die meist sehr breiten Urstromtäler und die breiten, kürzeren glazialen Rinnen bildeten eine gitterartige Struktur aus. Die Talhänge waren unterschiedlich ausgeprägt, mitunter kam es zur Terrassenbildung. Dort wo Talsandterrassen seit der ausgehenden Weichsel-Kaltzeit trocken fielen, bildeten sich am Eisrand auch ausgedehnte Dünenkomplexe. Besagte Sandterrassen wiesen ertragsschwache Böden auf. Sonst zählten die großen Niederungen zu den fruchtbarsten Gebieten der Mark. Um sie landwirtschaftlich zu nutzen, bedurfte es umfangreicher Meliorationen und Wasserregulierungen. Das Entwässern und Eindeichen der Wische und Lenzer Wische – links und rechts der Elbe – erfolgte bereits im Hochmittelalter. Die umfassende Umgestaltung des Oderbruchs begann 1748–1753 mit der teilweisen Verlegung des Oderlaufs, fiel damit in die Endphase der märkischen Geschichte. Die beiden genannten Ströme sowie Warthe und Netze bildeten einen Untertyp aus – die Flussaue. Neben natürlich vorkommenden Mooren bewirkten u. a. die Mühlenstaue eine menschengemachte Vermoorung. Wobei sich das Phänomen nicht auf die großen Niederungen beschränkte.[20][44][45][32][31][46]
Der 2001 gegründete Nationalpark Warthemündung im Westen des Wartebruchs
Teile des Warthebruchs stehen heute als Park Narodowy Ujście Warty (Nationalpark Warthemündung) unter Naturschutz
Landschaftstyp der Beckenlandschaft Umgaben Endmoränen mehr oder weniger Grundmoränengebiete entstanden Becken mit eingeschlossenen Zungenbeckenseen und sandigen Ablagerungen. Oft kamen Ansammlungen von Drumlins, kleineren Mooren und Kessel- bzw. Toteisseen vor.[38]
Der Rheinsberger See im gleichnamigen Seengebiet, dem südlichen Ausläufer des Neustrelitzer Kleinseengebiets
Der Rheinsberger See, ein Zungenbeckensee im gleichnamigen Becken und Seengebiet[47]

Die beschriebenen Landschaftstypen stellten eine Idealisierung dar. Obwohl an einzelnen Lokalitäten anzutreffen, überwogen Kombinationen von ihnen. Fiel der Reliefunterschied gering aus, bedurfte es eines geschulten Blicks, um den wahren Charakter zu erkennen. Dennoch beeinflussten Landschaftsgliederungen, -formen und -typen nach innen, anders als nach außen, tiefgreifend die Struktur der Mark. Gemäß einer der möglichen Definitionen des Begriffs gestalteten Natur und Mensch die märkischen Landschaften:[30][11][48][4]

Keine von ihnen gehörte zeitlich und räumlich in Gänze zur Mark Brandenburg. An den Rändern kamen Weitere hinzu. Zu beachten war der Unterschied zwischen Landschaft und Verwaltungseinheit. Obwohl für Beides oft die gleichen Eigennamen verwendet wurden, deckten sie sich nur graduell. So gehörte die Schorfheide naturräumlich zur Uckermark, aber verwaltungsmäßig zeitweise (und heute wieder) zum Barnim.[14][4][5][49][50][51][52]

Böden[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Auf Grund der verschiedenen eiszeitlichen Ablagerungen in der Mark Brandenburg waren verschiedene Bodenarten vorherrschend (Talsande, Lehmböden, Hohe Sande). Die Ertragsfähigkeit reichte von extrem nährstoffarm und unfruchtbar bis hin zu sehr fruchtbar. Die Böden der Altmark waren dominiert von nährstoffarmen sandigen und lehmigen Bodentypen. Im mittleren Brandenburg, vor allem im Havelland und in der Zauche, dominierten die nährstoffarmen Sandböden. Die Bezeichnung „Streusandbüchse“ stimmte nur zum Teil. Wenn nicht größere Teile ertragreich gewesen wären, hätte sich Kaiser Karl IV. nicht so hartnäckig um die Mark Brandenburg bemüht und sein Landbuch anlegen lassen, um die Einkünfte zu erfassen.

Auf den Höhenzügen herrschte im Allgemeinen bis zur Höhe von etwa 100 Meter fruchtbarer Lehmboden vor (Exportgut: Berliner Roggen). Oberhalb der 100 Meter dominierten die geröllhaltigen hohen Sande, wo sich die in der Mark Brandenburg dominierende Landwirtschaft nicht lohnte. Dort unterblieben zunächst die im 13. Jahrhundert gezielt vorgenommenen Rodungen, so dass neben landwirtschaftlichen Anbauflächen auf weiten Strecken die Höhenzüge mit Kiefern und Heidekraut bewachsen blieben. Als nach etwa 1300 die Anbauflächen weniger wurden, wurden dann auch hier Siedlungen angelegt. In der Zeit der Wüstungen ab etwa 1350 fielen diese Dörfer wegen der geringen Erträge als erste wüst. Die Talsandböden sind weniger ertragreich. Das änderte sich erst ab dem 18. Jahrhundert, als sie im Rahmen von Meliorationsmaßnahmen zu Wiesen und Weiden umgestaltet wurden.

Gewässer[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die beiden Ströme Elbe und Oder teilen das Land in drei Hauptteile, ermöglichen den Zugang zum Nord- und Ostseeraum. Zwischen beiden verläuft die Nordsee-Ostsee-Wasserscheide. Daneben gibt es weitere wichtige Flüsse, darunter Havel, Spree und Dahme, Warthe, Netze und Drage sowie Uecker. Die natürlichen Wasserstraßen verbinden mehrere Kanäle. Der Finowkanal gilt als älteste, noch betriebene künstliche Wasserstraße Deutschlands.[53][54]

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Entstehung der Mark Brandenburg[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Slawen im Elberaum[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Rekonstruktion eines slawischen Burgwalls des 9./10. Jahrhunderts, die Slawenburg Raddusch in der Niederlausitz

Im Zuge der Völkerwanderungen verließen die Sueben, der elbgermanische Teilstamm der Semnonen, ab dem 5. Jahrhundert, bis auf wenige Restgruppen ihre Heimat an Havel und Spree in Richtung Oberrhein und Schwaben. Im späten 6. sowie 7. Jahrhundert zogen in den vermutlich weitgehend siedlungsleeren Raum Slawen ein.

Östlich von Havel und Nuthe, im heutigen Barnim und Ostteltow, siedelten die Sprewanen. Ihre Hauptburg lag am Zusammenfluss von Dahme und Spree in Köpenick.[55][56] Westlich der zwei Flüsse, heute Havelland und Zauche, lebten die Heveller. Die Hauptburg der Stodoranen, so die Eigenbezeichnung, war die Brandenburg.[55][56] Havelaufwärts standen zwei weitere von ihren Befestigungsanlagen nur unweit voneinander entfernt – der wichtige Burgwall Spandau und eine kleine Anlage auf dem Gelände der heutigen Zitadelle Spandau. Die beiden elbslawischen Stämme mussten sich gegen die mächtigen Feudalstaaten aus dem Westen wehren. Gelegentlich trugen sie auch untereinander und mit angrenzenden Slawenstämmen Streitigkeiten aus, oft in kriegerischer Weise.

Erste Ostexpansion, erste Marken[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Nach den erfolgreichen Feldzügen im Jahre 804 gegen die Sachsen überließ Karl der Große den mit ihm verbündeten Abodriten mit Nordalbingien kurzzeitig einen Teil des sächsischen Landes zwischen Elbe und Ostsee. Eine verhältnismäßig ruhige Zeit währte bis zum Jahr 928. In der folgenden sogenannten ersten Phase der Deutschen Ostsiedlung eroberte König Heinrich I. im Winter 928/929 die Brandenburg. Die Stämme bis zur Oder wurden tributpflichtig. Unter Otto I. folgte 936 die Einrichtung von Marken, deutschen Grenzregionen im Slawenland. Ab etwa 965 (die Datierung ist unter den Historikern umstritten) errichtete er die Bistümer Brandenburg und Havelberg. Die deutsche Herrschaft begnügte sich mit der Besetzung vorhandener Burgen zur Eintreibung von Tributen und dem Bau von Bistumskirchen. Deutsche Bauern wurden noch nicht angesiedelt. Die Gemeinden der Bistümer waren daher sehr klein. Die tägliche Feier der Messe galt aber als Beweis der Herrschaft Christi im Slawenland.

Nach dem Tode von Gero wurde die Sächsische Ostmark[Anm. 3] in fünf kleinere Marken aufgeteilt: die Nordmark, das heißt die spätere Mark Brandenburg, und südlich davon in vier weitere Marken, vor allem in den Lausitzen. Im Slawenaufstand von 983 verbündeten sich viele slawische Stämme und warfen die Deutschen erneut zurück. Die Bistümer Brandenburg und Havelberg wurden dabei zerstört. Für rund 150 Jahre, bis zum Zerfall des Liutizenbundes Mitte des 11. Jahrhunderts, stand die deutsche Expansion still.

Annäherung des Hevellerfürsten Pribislaw-Heinrich an das Reich[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Situation um 1150

Im Jahr 1127 kam Pribislaw als Hevellerfürst auf der Brandenburg an die Macht. Er trug den deutschsprachigen Taufnamen Heinrich, daher der größtenteils zu lesende Doppelname Pribislaw-Heinrich. Bereits sein Vorgänger Meinfried war ein Christ. Deshalb ließ sich schlussfolgern, dass Pribislaw-Heinrich schon als Kind die Taufe empfangen hatte. Spätere mittelalterliche Chronisten idealisierten die Entwicklung und verlegten den Taufakt in seine Fürstenzeit. Er stand in enger Verbindung zum deutschen Adel und erhielt vom Kaiser 1134 offenbar den Titel eines Unterkönigs (später wieder aberkannt). Dadurch konnten die Deutschen das Heveller-Gebiet (beiderseits der Havel zwischen Potsdam und Brandenburg an der Havel) vorübergehend locker an das Reich binden. Die umstrittene Ostgrenze verlief damit zwischen den beiden elbslawischen Stämmen der Heveller und Sprewanen. Geografisch sehr grob gezeichnet, folgte sie den Flussläufen von Nuthe und Havel. Östlich dieser Linie residierte Jaxa von Köpenick (Jaxa de Copnic).

Mit der zweiten Phase der Deutschen Ostsiedlung trieb Albrecht der Bär die expansive Politik der aus Aschersleben stammenden Askanier entscheidend voran. Dabei erwies er sich als geschickter Diplomat, knüpfte bereits zwischen 1123 und 1125 enge Kontakte zu Pribislaw-Heinrich. Der Hevellerfürst wurde Taufpate seines ersten Sohns Otto I. und übergab diesem als Patengeschenk die Zauche, die an askanischen Streubesitz angrenzte. Lothar III. ernannte anno 1134 Albrecht zum Markgrafen der Nordmark. Der Kaiser wollte aber einer zu großen Machterweiterung des Askaniers von vornherein einen Riegel vorschieben, darum wohl die bereits o. g. Maßnahme – die im selben Jahr erfolgte Erhebung Pribislaw-Heinrichs in den Königsstand. Doch Albrecht gelang es schon um 1134 dem kinderlosen Hevellerfürsten eine verbindliche Zusage abzuringen. Nach dem Tod Pribislaws sollte Albrecht der Bär das Erbe und die Nachfolge antreten.

Unter den Askaniern (1150/1157–1320) [Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Siegel von Albrecht I., Markgraf von Brandenburg (1157–1170), Inschrift: Adelbertus Di. gra marchio

Pribislaw starb im Jahre 1150. Albrecht I. konnte die Brandenburg weitgehend unblutig übernehmen. Die Burg Spandau ließ er als askanische Burg neu errichten. Mit diesen Ereignissen betrachteten verschiedene Historiker das Jahr 1150 (statt 1157) als den eigentlichen Beginn der märkischen Geschichte. Die Bevölkerung der Heveller, die im Gegensatz zu ihrem Fürsten zum Teil noch den alten slawischen Gottheiten nachhing, stand Albrechts Machtübernahme eher ablehnend gegenüber. Dem lang andauernden Kampf um die Brandenburg sollte noch ein Kapitel folgen.

Der Sprewanenfürst Jaxa von Köpenick, möglicherweise ein Verwandter von Pribislaw-Heinrich, erhob ebenfalls Ansprüche. Es gelang ihm mit einer Mischung aus Verrat, Bestechung, List und Gewalt sowie mit polnischer Hilfe die Brandenburg zu besetzen und die Macht im Hevellerland an sich zu reißen. Die ältere Geschichtsforschung setzte diese Eroberung für das Jahr 1153 an, gesicherte Quellen zum Datum lagen nicht vor. Die jüngere Forschung ging eher vom Frühjahr 1157 aus. Laut Lutz Partenheimer war die Position Albrechts im Reich unsicher. Das erlaubte ihm nicht, der Besetzung vier Jahre lang tatenlos zuzusehen.

Am 11. Juni 1157 konnte Albrecht der Bär die Brandenburg in blutigen Kämpfen und diesmal endgültig erobern.[Anm. 4] Er vertrieb Jaxa und begründete eine neue Landesherrschaft auf slawischem Boden. Nachdem ihm der Titel schon zuvor mehrfach zugewiesen worden war, nannte sich Albrecht in einer Urkunde vom 3. Oktober 1157 erstmals selbst Markgraf in Brandenburg (Adelbertus Dei gratia marchio in Brandenborch). Daher galt dieses als das tatsächliche Gründungsjahr der Mark Brandenburg. Einen offiziellen Anstrich bekam das Datum nicht zuletzt mit der Feier am 11. Juni 2007 zum 850. Geburtstag der Mark. Die Auftaktveranstaltung fand bereits ein Jahr zuvor am 23. Juni 2006 in der Ritterakademie in Brandenburg an der Havel statt. Die Schildhornsage und ihre künstlerische Umsetzung erzählten ihre eigene Version der Ereignissen von Anno 1157.

Die territoriale Ausdehnung der frühen entsprach nicht der der späteren Mark Brandenburg. Lediglich die askanischen Stammlande, die Zauche und Teile des Havellands zählten dazu. Erst in den folgenden 150 Jahren gelang es den Markgrafen nach und nach das Territorium zu erweitern. De jure nicht Teil ihres Herrschaftsgebiets waren die drei märkischen Hochstifte als eigene Fürstentümer.

Wahrscheinlich noch 1157 rief Albrecht der Bär Siedler ins Land, die insbesondere aus der Altmark, dem Harz, Flandern (daher der Name Fläming) und den Rheingebieten kamen. Eine wichtige Rolle spielten die Zee- und Holländer. Nach verheerenden Nordsee-Sturmfluten zogen sie gern in neue Siedlungsgebiete. Ihre Erfahrung im Deichbau half bei den Trockenlegungen entlang von Elbe und Havel, die in den 1160er Jahren in Angriff genommen wurden.

Der märkische Adler, Wappen der Mark Branden­burg seit 1170, aus Scheibler­sches Wappen­buch, 1450–1480

Nach Albrechts Tod im Jahr 1170 wurde sein Sohn als Otto I. der Markgraf von Brandenburg. Den Titel erkannte Kaiser Friedrich I. Barbarossa zwei Jahre später an. Die Mark wurde politische Realität. Die Askanier betrieben weiterhin eine Politik der Expansion nach Osten und Nordosten. Letzteres zielte zu Lasten von Pommern auf eine Anbindung an die Ostsee, damals eine der wichtigsten internationalen Handelsmärkte. Diese Politik brachte sie in Konflikt mit rivalisierenden Interessenten (Könige von Dänemark, Herzöge von Schlesien und Pommern einschließlich Heinrich dem Löwen als dem zeitweiligen Lehnsherren der Pommern). Die Schlacht bei Bornhöved 1227 sicherte den brandenburgischen Anspruch auf Pommern. Diesen formalisierte Kaiser Friedrich II. anno 1231 mit der Belehnung an die Markgrafen von Brandenburg. Die Mitte des 13. Jahrhunderts stellte eine Zeit wichtiger Entwicklungen dar – der Zugewinn der Uckermark (1250).

Albrecht III. schenkte nach dem Tod seiner Söhne Otto und Johann (um 1299) seinem Schwiegersohn Heinrich II. von Mecklenburg – durch Scheinkauf – die Herrschaft Stargard. Durch den Wittmannsdorfer Vertrag im Jahr 1304 wurde die Übertragung nach dem Tod Albrechts endgültig festgeschrieben. Eine Allianz mit den Swenzonen brachte den erhofften Zugang zum Meer. Das pommersche Adelsgeschlecht hatte sich mit dem ab 1306 nominellen Herren des Herzogtums Pommerellen, Władysław I. Ellenlang, überworfen. Die Markgrafen gewannen 1307 die Lande Schlawe, Stolp und Rügenwalde. Ihrer Expansion gegen das pommerellische Kernland mit Danzig (Eroberung 1308 bis auf die Stadtburg) unter Markgraf Waldemar und seinem Bruder Otto IV., stellte sich der Deutsche Orden entgegen. Den Ritterorden hatte Władysław Ellenlang zu Hilfe gerufen. Im Norddeutschen Markgrafenkrieg vertrieb der Deutsche Orden die Brandenburger aus Danzig und kaufte im Vertrag von Soldin 1309 deren Ansprüche an Pommerellen auf. Daraufhin setzten sich die Ordensritter eigenmächtig als Landesherrn ein und übergingen dabei die polnischen Ansprüche.

Nach dem Tod der Tochter Albrechts III., Beatrix, kam es 1314 zum Erbschaftsstreit der Brandenburger mit dem mecklenburgischen Fürsten Heinrich II. um die Herrschaft Stargard. Im Jahr 1315 besetzte Markgraf Waldemar das Land Stargard. Heinrich II. konnte aber Waldemar bei Gransee besiegen und bekam mit dem Friede von Templin vom 25. November 1317 die Herrschaft Stargard endgültig zugesprochen. Dies besiegelte die Niederlage Waldemars gegen eine Koalition norddeutscher Fürsten, die vom Dänenkönig angeführt wurden. Der Ostseezugang mit den Landen Schlawe, Stolp und Rügenwalde ging an Herzog Wartislaw IV. von Pommern-Wolgast verloren. Mit den Toden von Waldemar (1319) und seinem unmündigen Vetter Heinrich II. (1320) erlosch die brandenburgische Linie der Askanier im Mannesstamm.

Unter den Wittelsbachern (1323–1373) [Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Nachdem er mit seinem Sieg über die Habsburger freie Hand bekommen hatte, übertrug der Wittelsbacher Kaiser Ludwig IV., ein Onkel des letzten märkischen Askaniers Heinrichs II., 1323 die Mark Brandenburg seinem ältesten Sohn Ludwig I.

Von Anfang an war die wittelsbachische Regierung über Brandenburg von schweren Spannungen mit dem einheimischen Adel geprägt. 1325 erschlugen die Berliner und Cöllner Bürger Propst Nikolaus von Bernau, der als Parteigänger des Papstes gegen den Kaiser auftrat, daraufhin verhängte der Papst über Berlin das Interdikt. Mit dem Herzogtum Pommern gab es kriegerische Auseinandersetzungen (Pommersch-Brandenburgischer Krieg). Nach dem Tod des Kaisers 1347 wurde Ludwig I., dessen Herrschaft vom einheimischen Adel abgelehnt wurde, mit dem falschen Waldemar konfrontiert, den der neue römisch-deutsche König Karl IV. von Luxemburg zunächst anerkannte, bis er mit den Wittelsbachern 1350 eine Einigung erzielte. 1351 gab Ludwig dann im Luckauer Vertrag die Mark an seine jüngeren Halbbrüder Ludwig II. und Otto V. ab, um im Gegenzug Oberbayern alleine regieren zu können.

Ludwig II. zwang den falschen Waldemar endgültig zum Verzicht auf den Titel des Markgrafen von Brandenburg. Die damit seit längerem verbundene Kurstimme bei der Königswahl bestätigte die Goldene Bulle von 1356. Als Ludwig II. 1364/1365 starb, übernahm Otto V. die Regierung, die er jedoch bald vernachlässigte. 1367 verkaufte er die Mark Lausitz, die zuvor schon an die Wettiner verpfändet war, an Karl IV. Ein Jahr später verlor er die Stadt Deutsch Krone an den polnischen König Kasimir III.

Unter den Luxemburgern (1373–1415) [Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Seit der Mitte des 14. Jahrhunderts unternahm Karl IV. mehrere Versuche, die Mark für sein Haus Luxemburg zu erwerben. Ihm ging es dabei vor allem um die Kurstimme Brandenburgs (die böhmische hatte er bereits). Mit deren Hilfe sollten die Wahlen eines Luxemburgers zum König von Deutschland gesichert werden. 1373 war der Kaiser schließlich gegen Zahlung von 500.000 Gulden an Otto V. erfolgreich (Vertrag von Fürstenwalde). Auf dem Landtag in Guben 1374 wurde die Markgrafschaft Brandenburg in die Länder der Böhmischen Krone eingereiht. Dies war ein verfassungsrechtlich fragwürdiger, weil gegen die von Karl IV. selbst erlassende Goldene Bulle verstoßender Schritt. Bedeutende Maßnahmen des Regenten waren u. a. die Erstellung des Landbuchs Kaiser Karls IV. und der Ausbau der Burg Tangermünde zur kaiserlichen Zweit- bzw. markbrandenburgischen Residenz. Schon unter seinem Neffen Jobst von Mähren sank die Macht der Luxemburger in Brandenburg gegenüber dem landständischen Adel. Unter den Wittelsbacher und Luxemburger Markgrafen kam es zum Verfall der landesherrlichen Gewalt und die Bedeutung der adeligen Landstände nahm zu.

Unter den Hohenzollern bis zum Dreißigjährigen Krieg (1415–1618) [Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Friedrich I. – der erste hohenzollernsche Markgraf von Brandenburg

Im Jahr 1411 setzte König Sigismund, der Luxemburger, den Hohenzoller Friedrich VI. von Nürnberg zum erblichen Hauptmann und Verwalter der Mark Brandenburg ein. Dies geschah in Anerkennung für dessen vorhergegangene Unterstützung bei der Königswahl am 20. September 1410 in Frankfurt am Main. Die offizielle Übertragung erfolgte vier Jahre später am 30. April 1415 auf dem Konstanzer Konzil. Die Huldigung der brandenburgischen Stände fand noch im gleichen Jahr am 21. Oktober in Berlin statt. Die förmliche Belehnung mit der Kurmark und die Verleihung der Würde des Erzkämmerers vollzog König Sigismund, wiederum auf dem Konstanzer Konzil, am 18. April 1417. Als brandenburgischer Markgraf wurde Friedrich VI. von Nürnberg dann in der Folge als Friedrich I. von Brandenburg bezeichnet. Er machte Berlin zu seiner Residenz, zog sich aber in seine fränkischen Besitzungen zurück, nachdem er 1437 die Regierung über die Mark Brandenburg seinem Sohn Friedrich II. übertragen hatte. Im Jahr 1524 zog Joachim I., Kurfürst von Brandenburg (1499–1535) die ursprünglich reichsunmittelbare Herrschaft Ruppin ein und vereinigte sie mit der Mark Brandenburg.

Trotz vieler märkischer Anhänger von Martin Luther sperrten sich die Bischöfe und Domkapitel gegen die Einflüsse der Reformation. Joachim I. verhielt sich ebenso, obwohl er den Wittenberger sogar persönlich empfing. Nach seinem Tod 1535 fand eine Erbteilung statt. Während Johann, Markgraf von Brandenburg-Küstrin (1535–1571) schnell und konsequent ans Werk ging, zeigte Joachim II., Kurfürst von Brandenburg (1535–1571) mehr Zurückhaltung. Dies entsprach seinem Charakter sowie familiärer und reichspolitischer Rücksichtnahme. Letztlich führte er aber in der Mark Brandenburg die Reformation nach lutherischem Bekenntnis ein. Auf seinen Druck übernahm das Bistum Brandenburg die zwei zentralen Repräsentationsformen – den Laienkelch und die Priesterehe. Am 1. November 1539 reichte der betagte Matthias von Jagow, Bischof von Brandenburg (1527–1544), Joachim das Heilige Abendmahl mit Brot und Wein.[Anm. 5] Der Messkelch mit dem Blut Christi war zuvor nur für die Priester bestimmt. Im Jahr 1541 musste Matthias auf der bischöflichen Residenz Burg Ziesar Katharina von Rochow heiraten. Der Kurfürst wohnte persönlich dem Geschlechtsverkehr der frisch Vermählten und damit der Abschaffung des Zölibats bei. Die neue, mit einem Nachwort des Bischofs von Brandenburg versehende Kirchenordnung erließ er 1540. Die beiden anderen märkischen Bischöfe von Havelberg und Lebus lehnten die neue Lehre weiterhin ab. Insgesamt war die Reformation keine klare Zäsur, sondern ein unsteter Prozess und die Beteiligten handelten weniger geradlinig, sondern mehr vielschichtig.[57][58]

Die brandenburgischen Hohenzollern betrieben eine Politik der Ausdehnung ihres Einflusses. Dabei standen sie im Norden zwischen Dänemark und insbesondere Schweden, mussten aufgrund des preußischen Status vorsichtig gegenüber Polen agieren und fanden sich im Westen im Konflikt mit Frankreich. In diesem Umfeld gelang es Johann Sigismund, Kurfürst von Brandenburg (1608–1619) im Zuge des Jülich-Klevischen Erbfolgestreites 1614 seinen Anspruch auf das Herzogtum Kleve, die Grafschaft Mark und die Grafschaft Ravensberg erfolgreich durchzusetzen. Die neugewonnenen Westprovinzen blieben allerdings vom Kernstaat räumlich isoliert. Dies führte zu einer erheblichen Behinderung des Handels durch Zölle, die erst durch die Gründung des Preußisch-Hessischen Zollvereins 1828 und später des Deutschen Zollvereins 1834 schrittweise beseitigt wurden.

Personalunion der Mark Brandenburg mit dem Herzogtum Preußen (1618–1701) [Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Georg Wilhelm, Kurfürst von Brandenburg (1619–1640) und Gemahlin Elisabeth Charlotte von der Pfalz

Ab 1618 regierten die Hohenzollern die Mark Brandenburg in einer Personalunion mit dem Herzogtum Preußen. Die Mark blieb zwar wichtigstes Herrschaftsgebiet, hatte aber nicht mehr den Absolutheitsanspruch auf seinen Landesherrn, der sich zunehmend seinen anderen Landesteilen widmete. Im Jahr 1619 betrugen die Staatsschulden 2.142.000 Reichstaler.[59] Die Mark lebte fast ausschließlich vom Ackerbau. Alle gehobeneren Güter mussten importiert werden.

Als 1618 der Dreißigjährige Krieg ausbrach, blieb die Mark Brandenburg bis 1626 von seinen Auswirkungen verschont. Am 3. April 1625 brach der Dänisch-Niedersächsische Krieg aus, in dem Dänemark, England und Holland sich gegen die Katholische Liga verbündeten. Brandenburg wollte sich weder der einen noch der anderen Seite anschließen, sodass sich seine Lage immer bedrohlicher entwickelte, da es sich geopolitisch zwischen allen am Konflikt beteiligten Parteien befand.

Dänische Kontingente rückten inzwischen in die Altmark und die Prignitz ein. Infolgedessen nahmen die kaiserlichen Generäle an, der brandenburgische Kurfürst stehe insgeheim mit dem Dänenkönig im Bunde. Nachdem die dänische Armee in der Schlacht bei Dessau geschlagen wurde, strömten die geschlagenen dänischen Soldaten nach Norden zurück, wobei sie die Kurmark verwüsteten. Da ganz Norddeutschland den kaiserlichen Truppen offen lag, nahm Georg Wilhelm, Kurfürst von Brandenburg (1619–1640) Verhandlungen mit dem Kaiser auf. Infolgedessen musste er das Land den kaiserlichen Truppen öffnen. Diese plünderten die Mark bei ihrem Durchmarsch, wodurch der Wohlstand, der in den friedlichen Jahrzehnten seit dem Augsburger Religionsfrieden aufgebaut worden war, zusammenbrach. Die Kurmark wurde in dieser Zeit von den kaiserlichen Truppen beherrscht, während der Kurfürst nach Preußen geflohen war. Durch die Flucht des Kurfürsten war die Kurmark jeder Willkür preisgegeben. Eine vorübergehende Entlastung gab es erst nach dem Sturz Wallensteins im Jahr 1630.

Am 6. Juli 1630 landete Gustav Adolf II., König von Schweden (1611–1632) mit 13.000 Mann auf Usedom. Damit begann ein neuer Abschnitt im Dreißigjährigen Krieg. Der Kurfürst setzte, da sein Land von kaiserlichen Truppen besetzt war, auf die Erhaltung seiner Neutralität, damit die Mark nicht zum Kriegsschauplatz wurde. Er musste jedoch ein Bündnis mit den Schweden eingehen, als diese im Frühjahr 1631 in Brandenburg einzogen. Nachdem die schwedischen Truppen in der Schlacht bei Nördlingen am 6. September 1634 vernichtend geschlagen wurden, brach die protestantische Allianz auseinander. Brandenburg ging ein neues Bündnis mit dem Kaiser ein. Georg Wilhelm versuchte im Jahr 1638 das von den Schweden besetzte Pommern zu erobern. Dabei berief er sich auf einen Erbschaftsanspruch Brandenburgs nach dem Tode von Bogislaw XIV., dem letzten Herzog von Pommern. Sein Feldzug scheiterte, es fehlte an geschulten Truppen, Munition und Verpflegung. Pommern blieb schwedisch besetzt. Die Kurmark wurde abwechselnd von Feind und „Freund“ besetzt. Der Kurfürst Georg Wilhelm zog sich daraufhin wieder nach Preußen zurück. Am 1. Dezember 1640 verstarb er in Königsberg.

Das Erbe trat sein Sohn Friedrich Wilhelm, Kurfürst von Brandenburg (1640–1688) an. Das brandenburgische Söldnerheer bestand zu diesem Zeitpunkt aus 6700 Mann,[60] wobei Friedrich-Wilhelm nicht den Oberbefehl ausübte, da die Truppen in erster Linie auf den Kaiser und erst in zweiter Linie auf den Kurfürsten vereidigt worden waren. Deswegen entließ der Kurfürst seine angeworbene Armee bis auf einen Stamm von 300 Reitern und 2000 Garnisonssoldaten.

Das erste Ziel der kurfürstlichen Politik war es, das Land zu befrieden. Dies versuchte Friedrich Wilhelm durch einen Ausgleich mit Schweden zu erreichen, der ab dem 24. Juli 1641 für zwei Jahre galt. In der Folgezeit standen die Skandinavier zwar noch immer in der Mark, aber offiziell nicht mehr als Feind. Der Waffenstillstandsvertrag sah vor, dass die kurfürstliche Regierung monatlich 10.000 Taler an die ausländischen Truppen zu zahlen hatte. Der mit dem schwedischen Reichskanzler Axel Oxenstierna ausgehandelte Vertrag vom 28. Mai 1643 gab das Land formell der kurfürstlichen Verwaltung zurück. Dennoch blieben die Kontributionen von 120.000 Taler bestehen. Bis zum Westfälischen Frieden 1648 blieb Brandenburg von den Schweden besetzt.

Friedrich Wilhelm, Kurfürst von Brandenburg (1640–1688)

Die vielen Truppendurchzüge lösten Hungersnöte und Epidemien aus. Infolge schrumpfte die Bevölkerungszahl der Mark Brandenburg dramatisch zusammen. Die Zahl der bewohnten Dörfer halbierte sich von etwa 8.000 auf 4.000. Die im Frühjahr nicht bestellten Felder brachten keine Ernten ein. Dies betraf auch die kurfürstlichen Domänen. Vor dem Krieg betrugen die Domäneneinkünfte 260.000 Taler, im Jahr 1640 nur noch 35.000 Taler.[61]

Städtische Bevölkerungsrückgänge durch den Dreißigjährigen Krieg[61]
Stadt vorherige Einwohnerzahl nachherige Einwohnerzahl
Alt- und Neustadt Brandenburg (anno 1619) 12.000 (anno 1643) 2.500
Beelitz 1.000 50
Berlin-Cölln (anno 1619) 12.000 (anno 1640) < 6.000
Osterburg 2.500 125
Potsdam 1.400 600
Prenzlau 9.000 600
Strausberg 2.000 150

Der Wiederaufbau der Mark zog sich bis weit ins 18. Jahrhundert hinein. Diese Zeit ist gekennzeichnet von einer starken Machtstellung der Gutsherren. Durch den Vertrag von Wehlau von 1657 erlangte der Kurfürst von Brandenburg die Souveränität über das Herzogtum Preußen. Ab 1685 wurde das Land für hugenottische Einwanderer geöffnet.

In der zweiten Hälfte des 17. Jahrhunderts baute Friedrich Wilhelm, der Große Kurfürst (1640–1688) die Macht Brandenburgs aus, die Kurbrandenburgische Marine auf und erwarb wie andere europäische Mächte Kolonien in Westafrika (Arguin, Groß Friedrichsburg) und der Karibik (St. Thomas). Die 1682 gegründete Brandenburgisch-Afrikanische Compagnie entsandte im selben Jahr eine Expedition an die westafrikanische Goldküste. Der Kommandeur, Major Otto Friedrich von der Groeben wurde beauftragt dort Handelsstützpunkte zu errichten. Die Kolonie Groß Friedrichsburg gehörte ab 1683 zu Brandenburg. Sie umfasste mehrere, durch Befestigungen geschützten Niederlassungen, an einem rund 30 Kilometer langen Küstenstreifen im heutigen Ghana. Als Hauptstützpunkt diente das Fort Groß Friedrichsburg. Von dort aus beteiligte sich Brandenburg am Dreieckshandel: Sklaven in die Karibik, Kolonialwaren nach Europa, spanischer Wein in andere europäische Länder bzw. Billigwaren nach Afrika. Obwohl die Rendite mitunter 300 bis 400 Prozent betrug, überstiegen die Aufwendungen die Erträge. Deshalb wurde Groß Friedrichsburg anno 1717 an die Vereinigten Niederlande verkauft.

Die Mark Brandenburg als Kernprovinz der Monarchie Preußen (1701–1815)[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Am 18. Januar 1701 krönte sich der Kurfürst Friedrich III. zum König Friedrich I. in Preußen. Damit wandelten sich die Bezeichnungen für Staat, Verwaltung, Armee, Münze usw. von „Kurmärkisch“ oder „Kurbrandenburgisch“ in „Königlich-Preußisch“ und die Mark wurde zur Zentralprovinz des sich herausbildenden Monarchie Preußen. Die Geschichte der Mark Brandenburg fällt fortan mit der Preußens zusammen, wobei die preußischen Könige den Titel „Markgraf von Brandenburg“, auf dem ihre Kurwürde beruhte, weiterhin führten.

In Fergitz bei Gerswalde in der Uckermark wurde am 17. Februar 1701 die 15-jährige Magd Dorothee Elisabeth Tretschlaff als Hexe hingerichtet. Sie ist das letzte der Todesopfer der Hexenverfolgung in Brandenburg. Die Umstände dieses Hexenprozesses waren Gegenstand eines Untersuchungsberichtes des Hof- und Landrichters der Uckermark Thomas Böttcher, beauftragt von König Friedrich I. Seit dem 13. Dezember 1714 bedurften Todesurteile oder Urteile auf peinliche Befragungen der landesherrlichen Zustimmung. In diesem Mandat wurde weiterhin angeordnet, alle noch im Land vorhandenen Brandpfähle abzuräumen. Dies kam einem Verbot der Hexenprozesse gleich.

Brandenburg verlor 1807 durch den Frieden von Tilsit an die napoleonischen Königreiche Westphalen und Sachsen die Altmark bzw. die Herrschaft Cottbus.

Als Preußen nach dem Wiener Kongress im Jahr 1815 in zehn Provinzen aufgeteilt wurde, kam die Altmark nicht an Brandenburg zurück. Die Mark Brandenburg ging de jure in der neugeschaffenen Provinz Brandenburg auf, die nun auch vormals sächsische Gebiete umfasste. Die Provinz wurde in die Regierungsbezirke Potsdam (Prignitz, Uckermark, Mittelmark und die neuen sächsischen Gebiete) und Frankfurt (Niederlausitz und die östlich der Oder gelegenen Gebiete) eingeteilt. Provinzhauptstadt wurde Berlin.

Verwaltung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Territoriale Gliederung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Eine territoriale Gliederung entwickelte sich in der Mitte des 14. Jahrhunderts. Während der Zeit der Wittelsbacher entstanden die Landreitereien (equitaturæ). Im Herbst 1373 wurde für Karl IV., Kaiser des Heiligen Römischen Reichs (1355–1378) die Landesbeschreibung der Mark Brandenburg angefertigt. Dort stand: „Marchia Brandemburgensis est distincta in quator dominia sive provincias, quarum provinciarum una vocatur Nova Marchia Brandemburgensis, altera Antiqua Marchia Brandemburgensis, tercia Prignicz, quarta Ukara et quinta Marchia trans Oderam.[62] – Die Mark Brandenburg besteht aus fünf Herrschaften oder Provinzen, darunter Provinz eins genannt Neumark Brandenburgs, zweitens Altmark Brandenburgs, drittens Prignitz, viertens Uckerland und fünftens Mark über Oder. Für jede Provinz wurden Städte, Burgen, Klöster und Stifte sowie der schlossgesessene Adel angegeben. Die reichsunmittelbaren Stellungen der Herrschaft Ruppin, der Hochstifte Brandenburg, Havelberg und Lebus wurden stillschweigend übergangen, teilweise zu erklären mit ihrer Einbindung als märkische Landstände.[63][14][64]

Nur wenig später unterschied das Landbuch Kaiser Karls IV. von 1375 drei Hauptteile: die Mark über Elbe oder Altmark (Marchia transalbeana alio nomine antiqua Marchia), die Mittelmark (Marchia media) und die Mark über Oder (Marchia transoderana). Die Mittelmark bestand mit Land Lebus, Barnim, Zauche, Teltow, Havelland, Glien (Ländchen Löwenberg nicht erwähnt),[Anm. 6] Prignitz, Uckerland und Herrschaft Ruppin aus neun Territorien. Diese, die Altmark und die Mark über Oder wurden zumeist weiter untergliedert (Bezirke, Kreise). Die spätmittelalterlichen Schriftquellen verwendeten die Begriffe für die unterschiedlichen Verwaltungsebenen recht willkürlich, die gleichen Worte bezeichneten oft unterschiedliche Strukturen.[64][65][66][14]

Der im Landbuch weit gefasste Eigenname Mittelmark verengte sich später auf den zentralen Bereich, Joan Blaeu: El Atlas Universal y Cosmographico de los orbes y terrestre, Amsterdam 1659. [66][67]

Zu Beginn des 19. Jahrhunderts bestand die Mark Brandenburg aus den Landesteilen Kurmark und Neumark. Jeder Landesteil war in Kreise unterteilt. Die Kurmark war darüber hinaus teilweise in Landschaften unterteilt, die mehrere Kreise zusammenfassten.

Markgrafen und Kurfürsten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Kanzler[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

(Auswahl)

Siehe auch[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Quellen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Sekundärliteratur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Gesamtschauen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Monografien[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Adolph Friedrich Riedel: Die Mark Brandenburg im Jahre 1250 oder historische Beschreibung der Brandenburgischen Lande und ihrer politischen und kirchlichen Verhältnisse um diese Zeit.
    • Erster Theil. Beschreibung der einzelnen Provinzen der Mark Brandenburg. Berlin 1831.
    • Zweiter Theil. Beschreibung der politischen und kirchlichen Verhältnisse der Mark Brandenburg. Berlin 1832.
  • Ulrich van der Heyden: Rote Adler an Afrikas Küste. Die brandenburgisch-preußische Kolonie Großfriedrichsburg an der westafrikanischen Küste. 1. Auflage. Brandenburgisches Verlagshaus, Berlin 1993, ISBN 3-89488-049-X.
  • Frank Göse (Hrsg.): Im Schatten der Krone. Die Mark Brandenburg um 1700 (= Brandenburgische historische Studien. Band 11). Verlag für Berlin-Brandenburg, Potsdam 2002, ISBN 3-935035-29-2.
  • Matthias Asche: Neusiedler im verheerten Land. Kriegsfolgenbewältigung, Migrationssteuerung und Konfessionspolitik im Zeichen des Landeswiederaufbaus. Die Mark Brandenburg nach den Kriegen des 17. Jahrhunderts. Aschendorf Verlag, Münster 2006, ISBN 3-402-00417-8.
  • Lutz Partenheimer: Die Entstehung der Mark Brandenburg. Mit einem lateinisch-deutschen Quellenanhang. Böhlau Verlag, Köln / Weimar / Wien 2007, ISBN 978-3-412-17106-3.
  • Joachim Müller, Klaus Neitmann, Franz Schopper (Hrsg.): Wie die Mark entstand. 850 Jahre Mark Brandenburg. Fachtagung vom 20. bis 22. Juni 2007 in Brandenburg an der Havel (= Forschungen zur Archäologie im Land Brandenburg. Band 11; Einzelveröffentlichung des Brandenburgischen Landeshauptarchivs. Band 9). Brandenburgisches Landesamt für Denkmalpflege und Archäologisches Landesmuseum Brandenburg, Wünsdorf 2009, ISBN 978-3-910011-56-4.
  • Clemens Bergstedt, Heinz-Dieter Heimann, Knut Kiesant, Peter Knüvener, Mario Müller, Kurt Winkler (Hrsg.): Im Dialog mit Raubrittern und Schönen Madonnen. Die Mark Brandenburg im späten Mittelalter. Begleitband zum Ausstellungsverbund Raubritter und Schöne Madonnen (= Studien zur brandenburgischen und vergleichenden Landesgeschichte. Band 6). 1. Auflage. Lukas Verlag für Kunst- und Geistesgeschichte, Berlin 2011, ISBN 978-3-86732-118-1.
  • Jan Winkelmann: Die Mark Brandenburg des 14. Jahrhunderts. Markgräfliche Herrschaft zwischen räumlicher „Ferne“ und politischer „Krise“ (= Studien zur brandenburgischen und vergleichenden Landesgeschichte. Band 5). 1. Auflage. Lukas Verlag für Kunst- und Geistesgeschichte, Berlin 2011, ISBN 978-3-86732-112-9.
  • Franz Josef Burghardt: Zwischen Fundamentalismus und Toleranz. Calvinistische Einflüsse auf Kurfürst Johann Sigismund von Brandenburg vor seiner Konversion (= Historische Forschungen. Nr. 96). Duncker & Humblot, Berlin 2012, ISBN 978-3-428-13797-8 (Kurzbiografie zu Johann Sigismund auf S. 103).
  • Lutz Partenheimer, André Stellmacher: Die Unterwerfung der Quitzows und der Beginn der Hohenzollernherrschaft über Brandenburg. Klaus-D. Becker Verlag, Potsdam 2014, ISBN 978-3-88372-099-9.

Zeitschriften[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Die Mark Brandenburg – Zeitschrift für die Mark und das Land Brandenburg. Die Mark Brandenburg – Verlag für Regional- und Zeitgeschichte, Berlin
  • Jahrbuch für brandenburgische Landesgeschichte – Landesgeschichtliche Vereinigung für die Mark Brandenburg, Berlin

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Anmerkungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Periglazial bedeutet ‚am Rande des Eises‘. Das Wort dient zur näheren Charakterisierung von geologischen und geomorphologischen Bildungen oder Prozessen. Kriterien sind, dass sie vor dem Rand von Eisschilden und Gletschern oder in Klimabereichen mit niedriger Jahresmitteltemperatur (−12 °C bis +3 °C) entstehen oder ablaufen. Unter diesen Bedingungen herrscht Permafrostboden (dauerhaft gefrorener Boden) oder Frost- und Tauvorgänge wechseln sich ab.
  2. Das Land Brandenburg weist gleichviel Urstromtäler auf, das Breslau-Bremer ersetzt dabei das Pommersche. Die eiszeitlichen Landschaften setzen sich östlich der Bundesgrenze nahtlos fort. Daher hilft es die polnischen Worte der glazialen Serie zu kennen: morena denna ‚Grundmoräne‘, morena czołowa ‚Endmoräne‘, sandr ‚Sander‘, pradolina ‚Urstromtal‘.
  3. Laut dem entsprechenden Wikipedia-Artikel gab es nie eine Sächsische Ostmark.
  4. Heinrich von Antwerpen, der einzige Chronist zu diesem Punkt, schrieb: „Als aber nun (viel) Blut [post hinc inde sanguinis effusionem] vergossen war und die in der Burg wahrnahmen, dass sie zu fest eingeschlossen den Händen der Feinde nicht entgehen könnten, ließen sie sich ihr Geschick durch Handschlag sichern und ergaben sich aus Not dem Markgrafen.“ (Zitiert nach: Winfried Schich, Jerzy Strzelczyk: Slawen und Deutsche an Havel und Spree. Hannover 1997, ISBN 3-88304-124-6, S. 39.)
  5. Abgesehen vom Datum sind die näheren Umstände des ersten offiziellen Abendmahls unbekannt. Vor allem der Ort ist in der Forschung umstritten. (Vergleiche dazu: Andreas Stegmann: Wo fand das erste offizielle evangelische Abendmahl statt? Zum Stand der wissenschaftlichen Diskussion im Reformationsjahr 2017. In: Jahrbuch des Vereins für die Geschichte Berlins. 66. Folge, Berlin 2017, S. 35–50.)
  6. Das Ländchen Löwenberg kam als Landschaft im Landbuch der Mark Brandenburg von 1375 nicht vor. Erst die von Bredows vereinten es mit dem Glien zu einer Verwaltungseinheit. Sie verblieb zunächst beim Havelland. Um 1660 löste sich der Glien-Löwenbergische Kreis ab. Über Zwischenschritte fand er 1993 im Landkreis Oberhavel einen Nachfolger.

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Helmut Assing: Brandenburgische Geschichte. Akademie Verlag, Berlin 1995, ISBN 3-05-002508-5, Die Landesherrschaft der Askanier, Wittelsbacher und Luxemburger (Mitte des 12. bis Anfang des 15. Jahrhunderts). Die Stellung der frühen Markgrafschaft innerhalb des Deutschen Reiches und der Anteil der askanischen Markgrafen an der Reichspolitik, S. 126–127.
  2. Lutz Partenheimer: Die Entstehung der Mark Brandenburg. Böhlau Verlag, Köln 2007, ISBN 978-3-412-17106-3, Die Übernahme des Hevellerfürstentums durch Albrecht den Bären und die „Gründung“ der Mark Brandenburg. Die Rückeroberung der Brandenburg durch Albrecht den Bären 1157, S. 74–76, hier S. 76
  3. Lew Hohmann: Die Brandenburger. Be.Bra Verlag, Berlin 1998, ISBN 3-930863-47-2, Eroberer, Siedler und Raubritter 928–1411. Die Kurmark Brandenburg, S. 30–31.
  4. a b c d e Rosemarie Baudisch: Brandenburgische Geschichte. Akademie Verlag, Berlin 1995, ISBN 3-05-002508-5, Geographische Grundlagen und historisch-politische Gliederung Brandenburgs. Landschaften, S. 22–32.
  5. a b c d Gerd Heinrich (Bearbeitung), K. Bremer, H.-J. Nitschke, Ch. Tolkmitt (Kartographie), G. Preuß (Kartolithographie und Reproduktion): Die Mark Brandenburg 1319–1575. Territoriale Entwicklung. Maßstab 1 : 650.000. Abteilung III, In: Historische Kommission zu Berlin beim Friedrich-Meinecke-Institut der Freien Universität Berlin (Hrsg.): Historischer Handatlas von Brandenburg und Berlin. Walter de Gruyter & Co., Berlin 1971.
  6. Lew Hohmann: Die Brandenburger. Be.Bra Verlag, Berlin 1998, ISBN 3-930863-47-2, Könige, Soldaten und Beamte 1646–1789. Der König von Königsberg, S. 80–82.
  7. Harald Müller: Brandenburgische Geschichte. Akademie Verlag, Berlin 1995, ISBN 3-05-002508-5, Brandenburg als preußische Provinz. Das 19. Jahrhundert bis 1871. Die neugeschaffene Provinz im Verband des preußischen Staates (1815–1830), S. 407–415.
  8. Claudia Schmid-Rathjen: Mark Brandenburg. Wie es damals war. Bucher Verlag, München 2010, ISBN 978-3-7658-1805-9, LandSchaft – von Wald, Wasser und Weite, S. 10–16.
  9. Lutz Partenheimer: Die Entstehung der Mark Brandenburg. Böhlau Verlag, Köln 2007, ISBN 978-3-412-17106-3, Vorwort: 850 Jahre Mark Brandenburg – Landes- und Ortsjubiläen, S. 9–16.
  10. Heidelore Böcker: Brandenburgische Geschichte. Akademie Verlag, Berlin 1995, ISBN 3-05-002508-5, Rückführung und Zugewinn des Landes, S. 200–208.
  11. a b c d Gerd Heinrich (Hrsg.): Handbuch der historischen Stätten Deutschlands. Band 10: Berlin und Brandenburg. Mit Neumark und Grenzmark Posen-Westpreußen (= Kröners Taschenausgabe. Band 311). 3., überarbeitete und ergänzte Auflage. Kröner, Stuttgart 1995, ISBN 3-520-31103-8, II. Geographische Grundlagen, S. XVI–XIX.
  12. Carl Beierkuhnlein, Dominik Faust, Cyrus Samimi, Ludwig Zöller: Die Physische Geographie Deutschlands. Hrsg.: Ludwig Zöller. Wissenschaftliche Buchgesellschaft, Darmstadt 2017, ISBN 978-3-534-26868-9, 1 Die Abgrenzung Mitteleuropas. 1.1 Geomorphologische Kriterien, S. 8–9.
  13. a b c Gerd W. Lutze (Autor), Lars Albrecht, Joachim Kiesel, Martin Trippmacher (Landschaftsvisualisierung): Naturräume und Landschaften in Brandenburg und Berlin. Gliederung, Genese und Nutzung. Be.Bra Wissenschaft Verlag, Berlin 2014, ISBN 978-3-95410-030-9, Naturraum und Landschaft in Brandenburg und Berlin im Überblick. Übersicht – Naturraum- und Landschaftsgliederung Brandenburg und Berlin, S. 21.
  14. a b c d Jan Winkelmann: Die Mark Brandenburg des 14. Jahrhunderts. 1. Auflage, Lukas Verlag, Berlin 2011, ISBN 978-3-86732-112-9, Herrschaft in Brandenburg. Über was herrscht der Markgraf? Die territoriale Ausdehnung und Gliederung der Mark Brandenburg, S. 108–111.
  15. Lutz Partenheimer: Die Entstehung der Mark Brandenburg. Böhlau Verlag, Köln 2007, ISBN 978-3-412-17106-3, Ausblick auf die weitere Entwicklung der Mark Brandenburg und der Askanier. Der Ausbau der jungen Mark Brandenburg, S. 78–81.
  16. Johannes Schultze: Die Mark Brandenburg. Erster Band. 4. Auflage, Duncker & Humblot, Berlin 2011, ISBN 978-3-428-13480-9, 18. Otto IV. und Hermann (1300–1308), S. 198–205, Mark Lausitz: S. 199–200.
  17. Johannes Schultze: Die Mark Brandenburg. Erster Band. 4. Auflage, Duncker & Humblot, Berlin 2011, ISBN 978-3-428-13480-9, 16. Die Mark unter den Söhnen Johanns I. und Otto III. bis zum Tode Johanns II. Sept. 1281. c) Beziehungen zu Thüringen und Böhmen, S. 185–186, Länder Bautzen und Görlitz: S. 186.
  18. Felix Escher: Otto III. In: Neue Deutsche Biographie (NDB). Band 19, Duncker & Humblot, Berlin 1999, ISBN 3-428-00200-8, S. 676 f. (Digitalisat).
  19. Johannes Schultze: Die Mark Brandenburg. Erster Band. 4. Auflage, Duncker & Humblot, Berlin 2011, ISBN 978-3-428-13480-9, 15. Johann I. und Otto III. (1220–1267). a) Die Zeit der gemeinsamen Regierung, S. 136–154, Wollgast: S. 140–143; Bautzen und Görlitz: S. 140.
  20. a b c Carl Beierkuhnlein, Dominik Faust, Cyrus Samimi, Ludwig Zöller: Die Physische Geographie Deutschlands. Hrsg.: Ludwig Zöller. Wissenschaftliche Buchgesellschaft, Darmstadt 2017, ISBN 978-3-534-26868-9, 5 Geomorphologischer Überblick – Formung unter Tropenklima bis zu den Eiszeiten. 5.1 Mitteleuropäisches Tiefland, S. 50–60.
  21. Friedhelm Pelzer: Polen. Eine Geographische Landeskunde (= Werner Storkebaum [Hrsg.]: Wissenschaftliche Länderkunden. Band 36). Wissenschaftliche Buchgesellschaft, Darmstadt 1991, ISBN 3-534-09160-4, 2. Strukturen: Eignung und Benachteiligung des Raumes. 2.2 Natur und Landschaft. 2.2.2 Der Reliefformenschatz. 2.2.2.2 Formkräfte und Formenschatz der Tieflandregionen, S. 31–34 (siehe auch Abb. 9: Reliefgenese und periglaziale Zonierung, S. 35).
  22. Dagmar Haase: Polen aktuell. Hrsg.: Alf Droth, Frank-Dieter Grimm, Annegret Haase (= Alois Mayr, Frank-Dieter Grimm [Hrsg.]: Daten – Fakten – Literatur zur Geographie Europas. Heft 6). Selbstverlag Institut für Länderkunde Leipzig, Leipzig 2000, ISBN 3-86082-038-9, II. Die Naturräume Polens. 1. Die landschaftliche Gliederung Polens, S. 12–14.
  23. Lieselott Enders: Die Altmark. Geschichte einer kurmärkischen Landschaft in der Frühneuzeit (Ende des 15. bis Anfang des 19. Jahrhunderts) (= Klaus Neitmann [Hrsg.]: Veröffentlichungen des Brandenburgischen Landeshauptarchivs. Band 56). Berliner Wissenschafts-Verlag, Berlin 2008, ISBN 978-3-8305-1504-3, Einleitung. Physisch-geographische Beschaffenheit der Altmark, S. 28–29.
  24. Gerd W. Lutze (Autor), Lars Albrecht, Joachim Kiesel, Martin Trippmacher (Landschaftsvisualisierung): Naturräume und Landschaften in Brandenburg und Berlin. Gliederung, Genese und Nutzung. Be.Bra Wissenschaft Verlag, Berlin 2014, ISBN 978-3-95410-030-9, Mittelbrandenburgische Platten und Niederungen. Landschaftliche Besonderheiten. Sperenberg – Salzstock und Gipshut, S. 68.
  25. Gerd W. Lutze (Autor), Lars Albrecht, Joachim Kiesel, Martin Trippmacher (Landschaftsvisualisierung): Naturräume und Landschaften in Brandenburg und Berlin. Gliederung, Genese und Nutzung. Be.Bra Wissenschaft Verlag, Berlin 2014, ISBN 978-3-95410-030-9, Barnim, Lebus und Oderbruch. Landschaftliche Besonderheiten. Rüdersdorfer Muschelkalk, S. 94–95.
  26. Kristine Jaath: Brandenburg. Unterwegs zwischen Elbe und Oder. 1. Auflage, ISBN 978-3-89794-150-2, Trescher Verlag, Berlin 2010, Märkisch Oderland, Dahme-Seen und Oder-Spree-Seengebiet. Erkner und Umgebung. Woltersdorf und Rüdersdorf. Rüdersdorf, S. 244.
  27. Gerd W. Lutze: Naturräume und Landschaften in Brandenburg und Berlin. Gliederung, Genese und Nutzung. Be.Bra Wissenschaft Verlag, Berlin 2014, ISBN 978-3-95410-030-9, Kleines Glossar. glazigen, S. 148.
  28. Wolfgang Fraedrich: Spuren der Eiszeit. Landschaftsformen in Mitteleuropa. 2. Auflage, Springer Spektrum, Berlin / Heidelberg 2016, ISBN 978-3-662-46259-1, 6 Der Einfluss des Gletscherschmelzwassers. 6.6 Formengesellschaften glazialer und fluvioglazialer Entstehung. 6.6.3 Formengesellschaft im Modell – die glaziale Serie, S. 81–82.
  29. Friedhelm Pelzer: Polen. Eine Geographische Landeskunde (= Werner Storkebaum [Hrsg.]: Wissenschaftliche Länderkunden. Band 36). Wissenschaftliche Buchgesellschaft, Darmstadt 1991, ISBN 3-534-09160-4, 2. Strukturen: Eignung und Benachteiligung des Raumes. 2.2 Natur und Landschaft. 2.2.1 Der geologisch-tektonische Aufbau. 2.2.1.3 Das eiszeitliche Geschehen, S. 23–26.
  30. a b c Gerd W. Lutze (Autor), Lars Albrecht, Joachim Kiesel, Martin Trippmacher (Landschaftsvisualisierung): Naturräume und Landschaften in Brandenburg und Berlin. Gliederung, Genese und Nutzung. Be.Bra Wissenschaft Verlag, Berlin 2014, ISBN 978-3-95410-030-9, Naturraum und Landschaft in Brandenburg und Berlin im Überblick. Landschaftstypen, S. 17–18.
  31. a b Heinz-Dieter Krausch (Bearbeitung), H.-J. Nitschke, Ch. Simon (Kartographie): Natürliche Vegetation. Maßstab 1 : 650.000. Abteilung I, In: Historische Kommission zu Berlin beim Friedrich-Meinecke-Institut der Freien Universität Berlin (Hrsg.): Historischer Handatlas von Brandenburg und Berlin. Walter de Gruyter & Co., Berlin 1965.
  32. a b c Heinz-Dieter Krausch: Oderbruch – Märkische Schweiz – Östlicher Barnim. Hrsg.: Fritz Brose, Johannes H. Schroeder (= Führer zur Geologie von Berlin und Brandenburg. Nr. 9). 1. Auflage, Selbstverlag Geowissenschaftler in Berlin und Brandenburg, Berlin 2003, ISBN 3-928651-11-0, I Grundlagen. 8 Geschichte von Besiedlung und Nutzung. 8.2 Entwicklung der Landnutzung vom Mittelalter bis heute, S. 147–150.
  33. Annette Zwahr (redaktionelle Leitung): Der Brockhaus in drei Bänden. Band 3: Pai–Z. In: Der Brockhaus in drei Bänden. 3 Bände. 3., völlig neu bearbeitete Auflage, F. A. Brockhaus, Leipzig 2004, ISBN 3-7653-0093-4, Zucker, S. 843.
  34. Bernd Eitel, Dominik Faust: Die Physische Geographie Deutschlands. Hrsg.: Ludwig Zöller. Wissenschaftliche Buchgesellschaft, Darmstadt 2017, ISBN 978-3-534-26868-9, 9 Bodengeographischer Überblick von Mitteleuropa. 9.4 Böden und Becken in Tiefländern. Glaziallandschaften in Mitteleuropa. Abb. 9.6, S. 187.
  35. Wolfgang Fraedrich: Spuren der Eiszeit. Landschaftsformen in Mitteleuropa. 2. Auflage, Springer Spektrum, Berlin / Heidelberg 2016, ISBN 978-3-662-46259-1, Glossar. Geschiebemergel, S. 147.
  36. Frauke Gränitz, Luise Grundmann im Auftrag Leibniz-Institut für Länderkunde Leipzig und Sächsische Akademie der Wissenschaften zu Leipzig (Hrsg.): Um Eberswalde, Chorin und den Werbellinsee. Eine landeskundliche Bestandsaufnahme im Raum Eberswalde, Hohenfinow und Joachimsthal (= Landschaften in Deutschland. Werte der deutschen Heimat. Band 64). Böhlau Verlag, Köln / Weimar / Wien 2002, ISBN 3-412-02401-5, Schorfheide, S. 78–86.
  37. Pharus-Plan GeoLand Entdeckerkarte. Ostbrandenburg 1 : 300.000. Pharus-Plan, Berlin 2016, ISBN 978-3-865-14212-2, Markgrafensteine.
  38. a b Gerd W. Lutze (Autor), Lars Albrecht, Joachim Kiesel, Martin Trippmacher (Landschaftsvisualisierung): Naturräume und Landschaften in Brandenburg und Berlin. Gliederung, Genese und Nutzung. Be.Bra Wissenschaft Verlag, Berlin 2014, ISBN 978-3-95410-030-9, Naturraum und Landschaft in Brandenburg und Berlin im Überblick. Landschaftsformen, S. 15–17.
  39. Wolfgang Fraedrich: Spuren der Eiszeit. Landschaftsformen in Mitteleuropa. 2. Auflage, Springer Spektrum, Berlin / Heidelberg 2016, ISBN 978-3-662-46259-1, 6 Der Einfluss des Gletscherschmelzwassers. 6.4 Analyseverfahren für die Untersuchung von Kiesgrubenaufschlüssen, S. 73–76.
  40. Wolfgang Fraedrich: Spuren der Eiszeit. Landschaftsformen in Mitteleuropa. 2. Auflage, Springer Spektrum, Berlin / Heidelberg 2016, ISBN 978-3-662-46259-1, 6 Der Einfluss des Gletscherschmelzwassers. 6.3 Fluvioglaziale Ablagerungsformen, S. 72–73, Sander und Schotterebenen: S. 72.
  41. Elisabeth Lichtenberger: Europa. Geographie Geschichte Wirtschaft Politik. Wissenschaftliche Buchgesellschaft, Darmstadt 2005, ISBN 3-89678-543-5, Natur und Gesellschaft. Die Relieflandschaften Europas. Tiefländer und Becken. Das mitteleuropäische Tiefland, S. 52–55, Streusandbüchse: S. 55.
  42. Wolfgang Fraedrich: Spuren der Eiszeit. Landschaftsformen in Mitteleuropa. 2. Auflage, Springer Spektrum, Berlin / Heidelberg 2016, ISBN 978-3-662-46259-1, 6 Der Einfluss des Gletscherschmelzwassers. 6.2 Fluvioglaziale Abtragungsformen, S. 69–72.
  43. Lieselott Enders: Die Altmark. Geschichte einer kurmärkischen Landschaft in der Frühneuzeit (Ende des 15. bis Anfang des 19. Jahrhunderts). Berliner Wissenschafts-Verlag, Berlin 2008, ISBN 978-3-8305-1504-3, V. Grundherrschaft und Gutswirtschaft. 4. Soziale und individuelle Verhältnisse der grundherrlichen Familien. c) Signaturen des Lebensstandards. Wohnhöfe, S. 751–755, Jagdschloss Letzlingen: S. 752.
  44. Lieselott Enders: Die Altmark. Geschichte einer kurmärkischen Landschaft in der Frühneuzeit (Ende des 15. bis Anfang des 19. Jahrhunderts) (= Klaus Neitmann [Hrsg.]: Veröffentlichungen des Brandenburgischen Landeshauptarchivs. Band 56). III. Die Lebensverhältnisse der Dorfbewohner. 2. Die Bauern und Kossäten. c) Die grundherrlichen Abgaben. Zehnt, S. 307–310, Wische: S. 307.
  45. Lieselott Enders: Die Prignitz. Geschichte einer kurmärkischen Landschaft vom 12. bis zum 18. Jahrhundert. Im Gedenken an Johannes Schultze (= Klaus Neitmann [Hrsg.]: Veröffentlichungen des Brandenburgischen Landeshauptarchivs. Band 38). 1. Auflage, Verlag für Berlin-Brandenburg, Potsdam 2000, ISBN 3-935035-00-4, A. Herrschaftsbildung und Siedlung. II. Verlauf der Herrschaftsbildung und Siedlung. 2. Andere Spuren der Herrschaftsbildung und Siedlung. c) Die terra Lenzen, S. 59–61 (siehe auch S. 37 zur zeitlichen Einordnung).
  46. Winfried Schich: Die havelländische Mühle Klinke und die Frühzeit der Wassermühlen in der Mark Brandenburg. In: Felix Biermann, Ulrich Müller, Thomas Terberger (Hrsg.): Die Dinge beobachten … Archäologische und historische Forschungen zur frühen Geschichte Mittel- und Nordeuropas. Festschrift für Günter Mangelsdorf zum 60. Geburtstag (= Felix Biermann, Thomas Terberger und Historische Kommission für Pommern [Hrsg.]: Archäologie und Geschichte im Ostseeraum. Band 2). Verlag Marie Leidorf, Rahden in Westfalen, 2008, ISBN 978-3-89646-462-0, S. 437–450, Mühlenstau: S. 438.
  47. Gerd W. Lutze (Autor), Lars Albrecht, Joachim Kiesel, Martin Trippmacher (Landschaftsvisualisierung): Naturräume und Landschaften in Brandenburg und Berlin. Gliederung, Genese und Nutzung. Be.Bra Wissenschaft Verlag, Berlin 2014, ISBN 978-3-95410-030-9, Ruppin und Oberhavel. Rheinsberger Becken, S. 116–117.
  48. Karl Brunner: Kleine Kulturgeschichte des Mittelalters. originale Auflage, Verlag C. H. Beck, München 2012, ISBN 978-3-406-63715-5, VI. Kultur-Landschaften. Landschaft und Weltbild, S. 217–219.
  49. Gerd W. Lutze (Autor), Lars Albrecht, Joachim Kiesel, Martin Trippmacher (Landschaftsvisualisierung): Naturräume und Landschaften in Brandenburg und Berlin. Gliederung, Genese und Nutzung. Be.Bra Wissenschaft Verlag, Berlin 2014, ISBN 978-3-95410-030-9, Fläming bis Uckermark, Eberswalder Urstromtal und Unteres Odertal, S. 35–138 (jeweils Kapitel Lage und Namensgebung; siehe auch Karte S. 22).
  50. Gerd W. Lutze (Autor), Lars Albrecht, Joachim Kiesel, Martin Trippmacher (Landschaftsvisualisierung): Naturräume und Landschaften in Brandenburg und Berlin. Gliederung, Genese und Nutzung. Be.Bra Wissenschaft Verlag, Berlin 2014, ISBN 978-3-95410-030-9, Naturraum und Landschaft in Brandenburg und Berlin im Überblick. Zur Methodik der Naturraum- und Landschaftsgliederung, S. 19–20.
  51. Gerd Heinrich (Bearbeitung), H.-J. Nitschke, W. Scharfe (Kartographie), S. Merz, G. Preuß, F. Staratzke (Kartolithographie und Reproduktion): Verwaltungsgliederung 1608–1806. Beritte und Kreise der Altmark, Kurmark und Neumark. Maßstab 1 : 500.000. Abteilung II, In: Historische Kommission zu Berlin beim Friedrich-Meinecke-Institut der Freien Universität Berlin (Hrsg.): Historischer Handatlas von Brandenburg und Berlin. Walter de Gruyter & Co., Berlin 1969.
  52. Ulrich Waack: Kirchenbau und Ökonomie. Lukas Verlag, Berlin 2009, ISBN 978-3-936872-73-6, Einleitung. Fragestellung und Abgrenzung, S. 15–22, hier S. 15–16.
  53. Rosemarie Baudisch: Brandenburgische Geschichte. Akademie Verlag, Berlin 1995, ISBN 3-05-002508-5, Geographische Grundlagen und historisch-politische Gliederung Brandenburgs. Geographie. Wasserstrassen, S. 19–2.
  54. Egmont Hamelow: Die obere Havel und der Finowkanal. Sutton Verlag, Erfurt 2015, ISBN 978-3-95400-575-8, Grußworte. [Grußwort Erster Beigeordneter des Landkreises Oberhavel], S. 8, „Der denkmalgeschützte Kanal ist die älteste künstliche Wasserstraße Deutschlands, die noch in Betrieb ist.“
  55. a b Uwe Michas: Slawen und Germanen im Berliner Raum. In: Berlinische Monatsschrift 1/1999 beim Luisenstädtischen Bildungsverein, S. 4–10
  56. a b Kristine Jaath: Brandenburg: Unterwegs zwischen Elbe und Oder. Trescher Verlag, 2012, ISBN 978-3-89794-211-0
  57. Mario Müller: Im Dialog mit Raubrittern und Schönen Madonnen. 1. Auflage, Lukas Verlag, Berlin 2011, ISBN 978-3-86732-118-1, Religiöses Leben in der spätmittelalterlichen Mark Brandenburg. Reformbewegungen im 15. und 16. Jahrhundert, S. 180–181.
  58. Frank Göse: Im Dialog mit Raubrittern und Schönen Madonnen. 1. Auflage, Lukas Verlag, Berlin 2011, ISBN 978-3-86732-118-1, Das Ende des Mittelalters? Die Reformation in der Mark Brandenburg, S. 214–226.
  59. Hans Bentzien: Unterm Roten und Schwarzen Adler. Verlag Volk & Welt, Berlin 1992, S. 58
  60. Ludwig Hüttel: Friedrich-Wilhelm von Brandenburg der Große Kurfürst 1620–1688. München 1981, S. 70
  61. a b Ludwig Hüttel: Friedrich-Wilhelm von Brandenburg der Große Kurfürst 1620–1688. München 1981, S. 71
  62. Johannes Schultze (Hrsg.): Das Landbuch der Mark Brandenburg von 1375. Kommissionsverlag von Gsellius, Berlin 1940, Beschreibung der Mark Brandenburg 1373, S. 1–5.
  63. Lieselott Enders: Die Altmark. Geschichte einer kurmärkischen Landschaft in der Frühneuzeit (Ende des 15. bis Anfang des 19. Jahrhunderts). Berliner Wissenschafts-Verlag, Berlin 2008, ISBN 978-3-8305-1504-3, I. Werden der Regionen im Mittelalter. 1. Vom Herzogtum Sachsen zur Mark Brandenburg, S. 31–41, Landreiter: S. 38–39.
  64. a b Johannes Schultze: Die Mark Brandenburg. Zweiter Band. 4. Auflage, Duncker & Humblot, Berlin 2011, ISBN 978-3-428-13480-9, II. Die Mark unter dem Hause Luxemburg. 1. Kaiser Karl IV. (1373–1378), S. 161–175, territoriales Ziel, Wenzel der Landesherr, Regent Karl IV., Landesbeschreibung von 1373: S. 161–164; Landbuch der Mark Brandenburg: S. 164, 169–170.
  65. Johannes Schultze: "Das Landbuch der Mark Brandenburg von 1375". Kommissionsverlag von Gsellius, Berlin 1940, Zur Einführung. Inhalt und Unterlagen des Landbuches, S. XIII–XIX.
  66. a b Johannes Schultze (Hrsg.): Das Landbuch der Mark Brandenburg von 1375. Kommissionsverlag von Gsellius, Berlin 1940, [Topographische Beschreibung der Mark], S. 62–66.
  67. Felix Escher: Brandenburgische Geschichte. Akademie Verlag, Berlin 1995, ISBN 3-05-002508-5, Das Kurfürstentum Brandenburg im Zeitalter des Konfessionalismus. Wirtschaftswandel und landesherrlich-ständische Machtteilung, S. 235–253, Huldigung an Joachim I. und darüber hinaus: S. 236–238.
  68. Bratring: Statistisch-topographische Beschreibung der gesammten Mark Brandenburg. 1804, Band 1, S. 5.
  69. Bratring: Statistisch-topographische Beschreibung der gesammten Mark Brandenburg. 1805, Band 2, S. 414.
  70. Bratring: Statistisch-topographische Beschreibung der gesammten Mark Brandenburg. 1805, Band 2, S. 431.
  71. Bratring: Statistisch-topographische Beschreibung der gesammten Mark Brandenburg. 1809, Band 3, S. 5.