Eidinghausen

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Eidinghausen
Wappen von Eidinghausen
Koordinaten: 52° 13′ 20″ N, 8° 47′ 53″ O
Höhe: 61 m ü. NN
Fläche: 8,02 km²
Einwohner: 7802 (31. Dez. 2017)
Bevölkerungsdichte: 973 Einwohner/km²
Eingemeindung: 1. Januar 1973
Postleitzahl: 32549
Vorwahl: 05731
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Lage von Eidinghausen in Bad Oeynhausen

Eidinghausen (plattdeutsch: Äidinghusen) ist ein Stadtteil von Bad Oeynhausen im Kreis Minden-Lübbecke in Ostwestfalen.

Lage[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Eidinghausen liegt südlich des Wiehengebirges. Im Westen grenzt Eidinghausen an die Bad Oeynhausener Stadtteile Volmerdingsen und Werste, im Osten an Dehme und im Süden an Rehme und das Stadtzentrum. Im Norden grenzt der Ort an die Stadtteile Dützen und Haddenhausen der Stadt Minden.

Naturräumlich gesehen liegt der Ort im nördlichen Teil des Ravensberger Hügellands und hat Anteil am Östlichen Wiehengebirge, das auf dem Kamm die Nordgrenze des Ortes bildet. Im äußersten Süden hat Eidinghausen Anteil an der west-östlich verlaufenden Werre-Niederung mit Auelehm-Böden. Der tiefstliegende, direkt an der unteren Werre gelegene Streifen ist hochwassergefährdet und teilweise eingedeicht, die Deichpflege übernimmt der Werre-Wasserverband.[1]

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Erstmals wird Eidinghausen 1183 urkundlich erwähnt.

Anlässlich der kommunalen Neugliederung, die am 1. Januar 1973 in Kraft trat, wurde die bis dahin selbstständige Gemeinde Eidinghausen im Amt Rehme mit einer Gesamtfläche von rund 8,01 km² sowie 6.029 Einwohnern nach Bad Oeynhausen eingemeindet.[2]

Ortsteile[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Wöhren und Hedingsen sind Ortsteile von Eidinghausen.

Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das Wasserschloss Ovelgönne wurde 922 erstmals urkundlich erwähnt, es ist damit einer der ältesten Adelssitze im Kreis Minden-Lübbecke. Ab der Mitte des 18. Jahrhunderts wurde das ursprüngliche Gut in eine barocke Anlage ausgebaut. Da das Schloss immer mehr verfiel, kaufte die Gemeinde Eidinghausen es 1940, um ein Dorfgemeinschaftshaus zu errichten. Nach dem Krieg diente das Haus u. a. als Altenheim. 1981 begann die Stadt Bad Oeynhausen, Schloss Ovelgönne als Bürgerzentrum umzubauen.

Die Evangelische Kirche Eidinghausen wurde in der Zeit von 1892 bis 1896 erbaut.

Im steht mit der Krausen Buche eine Süntelbuche, die als Naturdenkmal ausgewiesen ist.

Vereine[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Vereinsring Eidinghausen koordiniert die Aktivitäten von 16 Vereinen.[3]

Wirtschaft und Infrastruktur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

In Eidinghausen liegt das größte Gewerbegebiet der Stadt Bad Oeynhausen mit einer Fläche von 64 ha in unmittelbarer Nähe eines Anschlusses an die Bundesautobahn A 30.[4]

Die Klinik Bad Oexen ist mit 300 Betten eine Reha-Klinik insbesondere für Patienten mit bösartigen Geschwulsterkrankungen und malignen Systemerkrankungen.

Eidinghausen ist Standort eines evangelischen Kindergartens, einer Grundschule und eines Schulzentrums mit der Realschule Nord und der Europaschule Bad Oeynhausen – Städtische Gesamtschule.[5][6]

Persönlichkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Gerhard Limberg (1920–2006), Generalleutnant der Bundeswehr, Inspekteur der Luftwaffe

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Bundesanstalt für Landeskunde (Hrsg.): Die naturräumlichen Einheiten auf Blatt 85 Minden. Bearbeitet von Sofie Meisel. (Geographische Landesaufnahme 1:200000, Naturräumliche Gliederung Deutschlands), Remagen 1959. online
  2. Martin Bünermann, Heinz Köstering: Die Gemeinden und Kreise nach der kommunalen Gebietsreform in Nordrhein-Westfalen. Deutscher Gemeindeverlag, Köln 1975, ISBN 3-555-30092-X, S. 115.
  3. Fest vor der weißen Schule am 28. September 2015
  4. Gewerbegebiet Eidinghausen
  5. Bad Oeynhausen: Kindergärten
  6. Bad Oeynhausen: Schulen