Einfallsgraben

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Der Einfallsgraben unterhalb des Klappermühlchens
Karte des Einfallsgrabens
Der Einfallsgraben im Alzenauer Stadtwald
Das Klappermühlchen
50° 6′ 24″ N, 9° 3′ 37″ O
Der schon fast versickerte Einfallsgraben überquert einen Waldweg

Der Einfallsgraben ist ein 2,1 km[1] langer Bach im Alzenauer Stadtwald im Landkreis Aschaffenburg in Unterfranken, der im Volksmund oft auch Feldbach genannt wird. Er durchfließt in südwestlicher Richtung Teile der Bulau, ein größeres zusammenhängendes Waldstück zwischen Kinzig und Kahl. Das Gebiet um den Einfallsgraben ist abflusslos und befindet sich im Naturpark Spessart[2].

Geographie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Verlauf[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Eigentlich befindet sich die Quelle des Einfallsgraben am Fuße des Altenmarkskopfes (269 m), in der Nähe der Grenze zu Hessen. Dieser Oberlauf des Baches führt im Sommer aber oft kein Wasser. An manchen Stellen bildet sich dann oft ein kleines Rinnsal, das nach einigen Metern sofort wieder im sandigen Boden versickert.

In der Nähe einer Schutzhütte, im Waldgebiet Einfallgraben, bildet sich erneut ein kleines Bächlein. Dort befindet sich bei trockenen Tagen die Quelle des Baches. Der Einfallsgraben fließt nun in eine enge, etwa acht Meter tiefe Schlucht, wo ihm sein einziger Zufluss, ein kleiner, von links kommender Bach zufließt. Der Einfallsgraben trifft nun auf das sogenannte Klappermühlchen.

Das Klappermühlchen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das Klappermühlchen ist ein Miniaturmühlhaus im Alzenauer Stadtwald. Es besitzt ein kleines Wasserrad, das von der Wasserkraft des Einfallsgrabens betrieben wird. Ein Teil seines Wassers wird über eine künstlich angelegte Rinne gebündelt und auf das Mühlrad geleitet. Dieses dreht dann eine Scheibe, die mit Zwergfiguren besetzt ist. Durch ein Fenster wandern die Zwerge im Innern des Häuschens. Mit Hilfe dieser Scheibe werden vier winzige Hämmer bewegt, die auf zwei unterschiedliche Metallplättchen schlagen. Auf Grund ihrer unterschiedlichen Länge und Stärke entsteht bei jedem Hammerschlag ein anderer Ton. Das „klappern“ des Mühlchens kann man schon aus mehreren hundert Metern Entfernung hören. Das Mühlenhaus wurde im Jahre 1913 erbaut und wird heute ehrenamtlich gepflegt. Das Gelände um das Klappermühlchen ist umzäunt und darf nicht betreten werden.

Versickerungsstellen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Nach nur wenigen Kilometern Fließstrecke wird der Einfallsgraben auf Grund des sandigen Bulaubodens immer kleiner. In einem Sandloch versickert er schließlich vollständig (50° 6′ 14″ N, 9° 3′ 10″ O). Hier wurde schon oft vergeblich versucht das Bachbett über andere Wege weiterzugraben. Seit Beginn des 21. Jahrhunderts verschob sich die Hauptversickerungsstelle immer weiter bachaufwärts.

Ganz in der Nähe macht auch der sandige Bulauboden dem Bach an der Alzenauer Antoniusgrotte, nördlich der Staatsstraße 2305 zu schaffen. Ähnlich wie der Einfallsgraben wird auch er sein Ziel nie oberirdisch erreichen.

Der Bach, der dem See an der Barbarossaquelle in Hessen entfließt, versickert ebenfalls nach nur kurzer Fließstrecke im Sandboden.

Flora und Fauna[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Im sandigen Gebiet am Einfallsgraben wachsen Laubmoose und Heidekräuter. Der Waldmistkäfer und der Laubfrosch fühlen sich im feuchten, bewaldeten Gebiet besonders wohl. In den Schlammlachen des Einfallsgraben suhlen sich Wildschweine und Trughirsche.

Siehe auch[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Einfallsgraben – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Google Earth
  2. BayernViewer der Bayerischen Vermessungsverwaltung

Koordinaten: 50° 6′ 54″ N, 9° 4′ 17″ O