Einkünfte aus Land- und Forstwirtschaft (Deutschland)

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Einkünfte aus Land- und Forstwirtschaft gehören in Deutschland zu den in § 2 Abs. 1 EStG genannten sieben Einkunftsarten und zählen zu den Gewinneinkünften. Gesetzliche Grundlage der Einkünfte aus Land- und Forstwirtschaft ist § 13 EStG.

Zu den Einkünften gehören:

  1. Einkünfte aus dem Betrieb von Landwirtschaft, Forstwirtschaft, Weinbau, Gartenbau und aus allen Betrieben, die Pflanzen und Pflanzenteile mit Hilfe der Naturkräfte gewinnen.
  2. Einkünfte aus Jagd.
  3. Einkünfte aus Tierzucht und Tierhaltung, wenn ein bestimmter Viehbestand je landwirtschaftlicher Flächeneinheit nicht überschritten wird
  4. Einkünfte aus Binnenfischerei, Teichwirtschaft, Fischzucht, Imkerei und Wanderschäferei
  5. Einkünfte aus forst- und landwirtschaftlichen Nebenbetrieben

Freibetrag für Land- und Forstwirtschaft[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einkünfte aus Land- und Forstwirtschaft werden steuerlich berücksichtigt, soweit sie 900 € bzw. 1.800 € bei Ehegatten übersteigen. Dieser Freibetrag gilt allerdings nur, wenn die Summe der Einkünfte nicht mehr als 30.700 € (bei Ehegatten: 61.400 €) beträgt. Liegen also Einkünfte aus Land- und Forstwirtschaft in Höhe von 500 € vor und die genannte Einkunftsgrenze wird nicht überschritten, werden in der Einkommensteuerberechnung 500 € Freibetrag abgezogen. Wurden 2.000 € erzielt, kommen als Freibetrag die Höchstbeträge von 900 € oder 1.800 € zum Ansatz.

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