Elisabeth Raether

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche

Elisabeth Raether (* 1979 in Heidelberg) ist eine deutsche Autorin und Journalistin.

Leben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Elisabeth Raether studierte Germanistik und Politikwissenschaft in Berlin und Paris. Sie arbeitete von 2005 bis 2007 im Lektorat des Rowohlt Verlag und war Journalistin für verschiedene Tageszeitungen in Hamburg und Berlin. Seit 2010 ist sie Mitarbeiterin für das Zeit-Magazin und entwickelte die Rezeptkolumne Wochenmarkt und ist seit 2016 Redakteurin im Ressort Politik der ZEIT.[1] Sie war Teilnehmerin im Presseclub (WDR 2016 und 2017) und bei Markus Lanz (ZDF 2017).

Wirken[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

2008 veröffentlichte sie zusammen mit Jana Hensel den Band Neue deutsche Mädchen, in dem die beiden Autorinnen ihre Erfahrungen als Frauen der Generation der 30-Jährigen und ihre Erinnerungen als Kinder in beiden deutschen Staaten beschreiben. In dem Buch beschreiben die Autorinnen den Feminismus der 70er Jahre – für den Alice Schwarzer und die Zeitschrift Emma stehen – als überkommen und setzen ihre eigenen, stark autobiographisch geprägten Geschichten von Rollenbildern und Sexualität, Familie und Beruf aus der Perspektive junger Frauen dagegen. Das Buch löste zusammen mit den zeitnah erschienenen Büchern Wir Alphamädchen von Meredith Haaf, Susanne Klingner, Barbara Streidl und Feuchtgebiete der Moderatorin Charlotte Roche eine Diskussion um einen „neuen Feminismus“ in den Feuilletons der großen deutschsprachigen Zeitungen aus. Im Zuge der Debatte warf Alice Schwarzer in ihrer Dankesrede bei der Verleihung des Ludwig-Börne-Preises den beiden Autorinnen „Wellness-Feminismus“ vor, woraufhin diese mit einem Text in der Süddeutschen Zeitung antworteten.[2]

Im August 2015 veröffentlichte das Magazin ein Interview mit der US-amerikanischen Autorin Rebecca Solnit unter anderem zu deren neuestem Buch Wenn Männer mir die Welt erklären.[3]

Ehrungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Werke[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • mit Jana Hensel: Neue deutsche Mädchen. Rowohlt, Reinbek 2008. ISBN 978-3-498-02994-4
  • mit Ulrike Holzwarth-Raether und Kerstin Meyer: Das Grundschulwörterbuch – sag es besser! Dudenverlag, Mannheim 2006. ISBN 978-3-411-72051-4
  • Wochenmarkt, ein Rezeptbuch mit den Zutaten der Jahreszeit. Berlin Verlag in der Piper Verlag GmbH, Berlin 2014, ISBN 978-3-8270-1259-3

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Elisabeth Raether, DIE ZEIT, abgerufen am 26. April 32017
  2. Antwort auf Alice Schwarzer „Warum wir gegen Buchhalter-Feminismus sind“, Süddeutsche Zeitung am 17. Mai 2010
  3. In Amerika geht es brutal zu. In Zeit-Magazin 32, Seiten 16 bis 25.