Elounda

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Stadtbezirk Elounda
Δημοτική Κοινότητα Ελούντας (Ελούντα)
Elounda (Griechenland)
Bluedot.svg
Basisdaten
Staat Griechenland
Region Kreta
Regionalbezirk Lasithi
Gemeinde Agios Nikolaos
Gemeindebezirk Agios Nikolaos
Geographische Koordinaten 35° 16′ N, 25° 43′ OKoordinaten: 35° 16′ N, 25° 43′ O
Höhe ü. d. M. 28 m
(Durchschnitt)
Fläche 23,954 km²[1]
Einwohner 2193 (2011[2])
LAU-1-Code-Nr. 72010103
Ortsgliederung 8
Elounda.jpg

Elounda (griechisch Ελούντα (f. sg.)) ist ein Stadtbezirk der Gemeinde Agios Nikolaos im Nordosten der griechischen Insel Kreta. Der Stadtbezirk mit einer Fläche von 23,954 km² und 2.193 Einwohnern besteht neben der Kleinstadt Schisma mit 1.730 Einwohnern, die meist als Elounda identifiziert wird, aus sechs Siedlungen und Weilern sowie den beiden unbewohnten Inseln Kolokytha und Spinalonga.

Lage[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Stadtbezirk liegt im Osten der Gemeinde Agios Nikolaos entlang der Küste des Golfs von Mirabello. Auf der Landbrücke zur Spinalonga-Halbinsel lag die in archaischer Zeit gegründete Hafenstadt Olous.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die antike Vorläufersiedlung von Elounda hieß Olous und war eine bedeutende Hafenstadt Kretas. Olous wurde bereits im ersten Jahrtausend vor Christus als Hafenort der einflussreichen, dorischen Bergstadt Dreros gegründet.[3] Die Siedlung verlor allerdings an Bedeutung, als sich im 4. Jahrhundert nach Christus der Osten Kretas senkte und der Westen hob. Dadurch versank Olous und die vorgelagerte Halbinsel war fast vollständig vom Festland abgeschnitten. Die Ruinen der antiken Stadt liegen heute unter dem Meeresspiegel, einige Mauerzüge sind noch zu erkennen.

Bis 1997 war Elounda eine eigenständige Landgemeinde (kinotita) mit dem Sitz Schisma.

Heutzutage ist Elounda ein Feriendomizil mit vielen noblen Unterkünften in der Umgebung. Von Elounda aus gelangt man per Boot zu der ehemaligen Leprakolonie auf der Insel Spinalonga.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Elounda – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Nationaler Statistischer Dienst Griechenlands (ΕΣΥΕ) nach Volkszählung 2001, S. 113 (PDF, 793 kb)
  2. Ergebnisse der Volkszählung 2011, Griechisches Statistisches Amt (ΕΛ.ΣΤΑΤ) (Memento vom 27. Juni 2015 im Internet Archive) (Excel-Dokument, 2,6 MB)
  3. Elounda auf Kreta. Kreta Reiseguru, abgerufen im 7. September 2017.