Emma Berndl

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Emma Berndl, Porträt von Franz von Lenbach, 1902

Emma Berndl (10. Juni 1877 in Ischl22. März 1934) war eine österreichische Theater- und Stummfilmschauspielerin.

Leben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Emma Berndl, Tochter des Karl Berndl, erhielt von Jocza Savits dramatischen Unterricht. Sie soll, so ist in Velhagen & Klasings Monatsheften aus dem Jahr 1901 zu lesen, von gardemäßiger Größe gewesen sein und, so in Ludwig Fuldas Briefwechsel zu lesen, dem Schönheitsideal der Kaulbachzeit entsprochen haben. Außerdem war sie, wie in der Deutschen Thalia 1902 konstatiert wurde, für alles verwendbar.

Ihr erstes Engagement fand sie 1895 am Hoftheater in Karlsruhe. Sie wirkte dort vier Jahre und wurde dann an die Münchner Hofbühne engagiert, wo sie bis 1928 verblieb. Emma Berndl wohnte in München zeitweise in der Herzog-Rudolf-Straße 24/II.[1]

Trotz ihrer Erfolge gab es auch kritische Stimmen zu ihrem Spiel. Sie habe etwa eine Rolle „mit guter Routine und ohne jedes Verständnis“ gestaltet, war in der Schaubühne einmal zu lesen;[2] und etliche Jahre nach ihrem Tod wurde sie als süßlich und leidenschaftslos-sentimental verurteilt.[3]

Ihre Großnichte ist Christa Berndl.[4]

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Filmografie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • 1920: Richtet nicht

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. J. Bielefeld, München und die Münchner, Karlsruhe 1905, S. 51
  2. Snippet aus Die Schaubühne
  3. Ernst Leopold Stahl, Shakespeare und das deutsche Theater, Kohlhammer 1947, S. 471
  4. Christa Berndl im Munzinger-Archiv (Artikelanfang frei abrufbar)