Endlosrille

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Der Begriff Endlosrille (englisch „locked groove“) bezeichnet eine Technik in der Schallplattenpressung, bei dem eine Plattenrille so gepresst wird, dass sie quasi kreisrund wieder in sich selbst zurückläuft, also nicht wie sonst üblich spiralförmig nach innen weiterläuft.

Grundsätzlich haben alle Schallplatten eine Auslaufrille, die in sich selbst zurückgeführt wird. Diese ist jedoch in der Regel stumm, beinhaltet also kein Audio-Signal. Das Beatles-Album Sgt. Pepper’s Lonely Hearts Club Band von 1967 war die erste Schallplatte, die in der Auslaufrille der zweiten Seite ein sehr psychedelisch klingendes Geräusch untergebracht hatte, das endlos wiederholt wird, bis man den Plattenspieler schließlich ausschaltet. Danach haben verschiedene Bands diese Technik aus verschiedenen Gründen sporadisch wiederholt, oft um z. B. ein Lied, das sich über mehr als eine Plattenseite erstreckt, kunstvoll unterbrechen zu können.

Auch im Techno-Bereich fand die Technik Einzug bei der Herstellung von Platten ausschließlich für DJs, wobei sie hier nicht am Ende eingesetzt wurde, sondern Platten hergestellt wurden, die nur aus zahllosen solcher Endlosrillen bestanden, die dann zum Mixen verwendet werden konnten. In dieser Szene benutzt man dann auch öfter den Begriff „Killer-Loop“, eigentlich ein Begriff der Wellenreiter, der bei ihnen einen besonders gefährlichen Looping bezeichnet. Loop ist aber auch ein Begriff aus der elektronischen Musik, der ein immer wiederkehrendes Klangmuster bezeichnet. „Killer“ ist hier auf den Effekt bezogen, den die Monotonie des Klangs auf den Hörer hat.

Die Länge eines solchen Loops ergibt sich aus der jeweiligen Abspielgeschwindigkeit der Schallplatte:

  • bei 3313 min−1 = 1,8 s (entspricht bei einer Schlagfrequenz von 133 min−1 der Dauer eines 44-Takts)
  • bei 45 min−1 = 113 s (entspricht bei einer Schlagfrequenz von 180 min−1 genau einem 44-Takt)

Endlosrillen-Labels (Beispiele)[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Syncom Productionz[1]
  • Rrygular
  • Dekadent Records
  • Dinamuzac[2]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. - Illegal Loopz #1
  2. - DJShop.de (Memento des Originals vom 2. Februar 2017 im Internet Archive)  Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www.djshop.de