Engadiner Post

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Engadiner Post/
Posta Ladina
Engadiner Post-Posta Ladina.png
Sprache deutsch, Vallader, Puter
Verlag Gammeter Druck und Verlag AG, St. Moritz
Erstausgabe 1. August 1894
Erscheinungsweise dreimal wöchentlich
Verkaufte Auflage
(WEMF-Auflagebulletin 2017[1])
7'706 (Vj. 7'818) Exemplare
Verbreitete Auflage (WEMF-Auflagebulletin 2017) 7'736 (Vj. 7'838 (Grossauflage: 17'323; Vj. 17'506)) Exemplare
Reichweite (WEMF MACH Basic 2017-I) 0,017 (Vj. 0,016) Mio. Leser
Chefredaktor Reto Stifel
Herausgeberin Martina Flurina Gammeter
Weblink www.engadinerpost.ch
Artikelarchiv www.engadinerpost.ch/service/archiv-bis-26-07-2010.html
Logo der Engadiner Post/Posta Ladina

Die Engadiner Post/Posta Ladina ist eine zweisprachige Schweizer Lokalzeitung, die dreimal wöchentlich in St. Moritz im Engadin erscheint.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Engadiner Post[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Von 1877 bis 1881 druckte Elias Manzinoia in Pontresina die Zeitung L’Engiadinais (rätoromanisch für: Der Engadiner). Er verkaufte die Druckerei an Florian Gengel, welcher sie nach St. Moritz verlegte und dort als Filiale seines Churer Unternehmens betrieb. 1892 ging sie an Manatschal, Ebner & Cie.[2] Ab 1. August 1894 erschien bei Manatschal, Ebner & Cie. die Engadiner Post als deutschsprachige Wochenzeitung. 1938 kaufte Walter Gammeter senior die Druckerei in St. Moritz-Dorf. 1964 wurde die Druckerei eine Familien-AG in zweiter Generation, und im Jahr 1984 übernahm Walter-Urs Gammeter die Geschäftsführung.

Im Laufe der 1980er Jahre konnte die Auflage auf 8000 gesteigert werden, und 1990 wurde eine moderne Druckerei am Dorfrand in St. Moritz-Bad bezogen. 1997 wurde die Engadiner Post mit der Integration der Posta Ladina zweisprachig, deutsch-romanisch. Unter anderem wird die Engadiner Post/Posta Ladina – wie sie offiziell heisst – auf einer Rollenoffset-Maschine Albert A300 gedruckt. Am 5. Dezember 2009 eröffnete die Herausgeberin Gammeter Druck und Verlag AG eine Geschäftsstelle in Scuol mit einem für jedermann zugänglichen Redaktionsbüro.

Die Redaktion hat gegenwärtig sechs festangestellte Mitarbeitende plus eine Praktikumsstelle. Geleitet wird die Redaktion seit dem 1. April 2009 von Chefredaktor Reto Stifel. Sein Vorgänger Urs Dubs übernahm nach dem Abschluss der Ausbildung zum eidg. dipl. Medienmanager zum selben Datum die Verlagsleitung.

Am 21. Januar 2010 erschien die Engadiner Post/Posta Ladina erstmals im gegenwärtigen Layout, das vom Gestalter Pius Schuler aus Boll (BE) entworfen wurde. Zuvor war das Blatt während fast 20 Jahren in nur leicht modifiziertem Layout (mehr Farbeinsatz, grössere Bilder) erschienen.

Die Engadiner Post/Posta Ladina erscheint dienstags, donnerstags und samstags, jeden zweiten Donnerstag in Grossauflage. 2017 beträgt die WEMF-beglaubigte Auflage 7'706 (Vj. 7'818) verkaufte bzw. 7'736 (Vj. 7'838 verbreitete Exemplare in der Normal- bzw. 17'323 (Vj. 17'506) Exemplare in der Grossauflage[1], die Reichweite 17'000 Leser (WEMF MACH Basic 2017-I).

Posta Ladina[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Als im Herbst 1996 die Churer Südostschweiz Mediengruppe die rätoromanische Tageszeitung La Quotidiana lancierte, gewann sie dafür den Chefredaktor der dreimal wöchentlich erscheinenden romanischsprachigen Engadiner Zeitung Fögl Ladin (rätoromanisch für: Ladinisches Blatt), Enrico Kopatz. Deren Herausgeberin, die Engadin Press in Samedan, stellte darauf das romanische Blatt per Ende Jahr ein. Drei Wochen vorher, am 5. Dezember 1996, startete Walter Urs Gammeter, Verleger der Engadiner Post, mit der Rubrik Posta Ladina (rätoromanisch für: Ladinische Post) eine Nachfolgelösung für das romanischsprachige Engadin und das Münstertal. Hauptsächlich wird auf zwei bis drei Seiten in der sonst deutschsprachigen Engadiner Post über das Lokalgeschehen aus dem Unterengadin und dem Münstertal in den beiden ladinischen Idiomen Vallader und Puter berichtet.[3] Seither hat sich die Quotidiana denn auch vor allem im Bündner Oberland etabliert und publiziert mittlerweile mehr als die Hälfte der Texte im dortigen Idiom Sursilvan. Dabei war die erste romanische Zeitung Graubündens seinerzeit im Engadin beheimatet: 1720 erschien die erste Gazetta ordinaria da Scuol.[4]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. a b WEMF-Auflagebulletin 2017, S. 12 (PDF; 640 kB).
  2. Adolf Collenberg: Stamparias. In: Lexicon istoric retic (rätoromanisch).
  3. 10 Jahre Posta Ladina. In: Klein Report. 1. Dezember 2006.
  4. Adolf Collenberg: Pressa. In: Lexicon istoric retic (rätoromanisch).