Südostschweiz (Zeitung)

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Südostschweiz
Logo Südostschweiz
Beschreibung Schweizer Tageszeitung
Verlag Somedia
Erstausgabe 12. Januar 1862/1997
Erscheinungsweise täglich
Verkaufte Auflage
(WEMF-Auflagebulletin 2017[1])
71'123 (Vj. 73'188)* Exemplare
Verbreitete Auflage (WEMF-Auflagebulletin 2017) 75'277 (Vj. 76'504) (Grossauflage 81'703; Vj. 83'123)* Exemplare
Reichweite (WEMF MACH Basic 2018-I) 0,171 (Vj. 0,165) (Grossauflage 0,212; Vj. 0,214)* Mio. Leser
Chefredaktorin Martina Fehr[2]
Weblink www.suedostschweiz.ch

* (inkl. Bündner Tagblatt und
La Quotidiana)

Die Südostschweiz ist eine regionale Schweizer Tageszeitung der Somedia in Chur. Sie gilt als liberale Zeitung der politischen Mitte.

Mantel mit Regionalausgaben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Südostschweiz erscheint in verschiedenen Teilauflagen:

  • seit 2006 Regionalausgabe Gaster und See (bis 2000 Gasterländer/Seepresse)
  • seit 2000 Regionalausgabe Glarus (bis 2000 Glarner Nachrichten)
  • seit 1997 Regionalausgabe Graubünden (bis 1997 Bündner Zeitung).

Im Verbund der Südostschweiz, jedoch weiterhin als eigenständige Titel und im eigenständigen Verlag erscheinen die folgenden Zeitungen:

Südostschweiz am Wochenende[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Seit dem 4. März 2017 erscheint samstags unter dem Namen Südostschweiz am Wochenende[3] die von AZ Medien produzierte Wochenendausgabe der az Nordwestschweiz, Schweiz am Wochenende, die von AZ Medien, Somedia und ZT Medien (Zofinger Tagblatt) als Nachfolgerin der eingestellten Schweiz am Sonntag gemeinsam herausgegeben wird.[4]

Auflage[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Südostschweiz rechnet zur Gesamtauflage auch das eigenständige konservative Bündner Tagblatt und die romanischsprachige La Quotidiana. Die so errechnete Gesamtauflage stieg von 111'000 im Jahr 1997 auf den Höchstwert von 145'000 Exemplaren im Jahr 2004. Seither erleidet die Südostschweiz wie alle Schweizer Zeitungen einen steten Auflagerückgang, der durch zusätzliche E-Papers nicht kompensiert werden kann.

Die WEMF-beglaubigte Gesamtauflage beträgt noch 71'123 (Vj. 73'188) verkaufte bzw. 75'277 (Vj. 76'504) verbreitete Exemplare[1], die Reichweite 171'000 (Vj. 165'000) Leser (WEMF MACH Basic 2018-I). Ohne Bündner Tagblatt und La Quotidiana beträgt die Auflage der Südostschweiz 59'621 (Vj. 61'636) verkaufte bzw. 62'558 (Vj. 63'954) verbreitete Exemplare. Wöchentlich wird eine Grossauflage mit einer Auflage von 81'703 (Vj. 60'420) Exemplaren verteilt (davon Bündner Tagblatt 22'997; Vj. 22'703 Exemplare).[1] Sie hat eine Reichweite von 212'000 (Vj. 214'000) Lesern (WEMF MACH Basic 2018-I).

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Geschichte der 1997 gegründeten Südostschweiz beginnt lange davor mit dem Entstehen ihrer Vorgängerzeitungen.

Glarner Nachrichten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Hauptartikel: Glarner Nachrichten

1884 gründete der spätere demokratische National- und Ständerat David Legler diese Tageszeitung als Organ der Opposition. Die seit 1875 erscheinende Zeitung Der Freie Glarner kaufte die Glarner Nachrichten auf und legte die beiden 1890 unter letzterem Namen zusammen. In den ersten drei Jahrzehnten des 20. Jahrhunderts wurde sie zur grössten Zeitung des Kantons. Nach dem Zweiten Weltkrieg wandte sie sich einem liberalen Kurs zu. 1997 übernahm die Gasser AG Chur die Tschudi Druck und Verlag AG, und die Glarner Nachrichten wurden zur Regionalausgabe Glarus der Südostschweiz.

Gasterländer[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Gasterländer wurde 1885 ein erstes Mal in Uznach gegründet, hatte jedoch nur bis 1894 Bestand. Ebenfalls 1885 erschien als Vorläufer des Gasterländers ein Blatt unter dem Namen Gasterländer Anzeiger, gleichfalls in Uznach. 1990 versuchte das Blatt unter dem Namen Seepresse ohne Erfolg die Flucht nach vorn und die Expansion. 1992 übernahm die Herausgeberin der Glarner Nachrichten, die Tschudi Druck und Verlag AG, den Gasterländer und verschmolz ihn 1993 mit dem gleichzeitig erworbenen March-Anzeiger (Lachen) zur Linth-Presse-Zeitung. 1997 übernahm die Gasser AG Chur die Tschudi Druck und Verlag AG und benannte die Zeitung in Gasterländer/Seepresse um. Diese wurde 2000 zur Regionalausgabe Gaster und See der Südostschweiz.[5]

Bündner Zeitung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Bündner Zeitung entstand 1975 aus der Integration des 107-jährigen freisinnigen Freien Rätiers in die oppositionelle demokratische Neue Bündner Zeitung (gegründet 1892).

Südostschweiz[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

1997 ging aus der Bündner Zeitung die Südostschweiz als kantonsübergreifender Zeitungsverbund mit Zentralredaktion in Chur hervor, mit den drei Regionalausgaben Gaster und See (bis 2000 Gasterländer/Seepresse), Glarus (bis 2000 Glarner Nachrichten) und Graubünden sowie den drei angeschlossenen Titeln (mit jeweils eigenem Verlag) Bote der Urschweiz, Höfner Volksblatt und March-Anzeiger. Die Südostschweiz etablierte sich als liberale Zeitung der politischen Mitte, im Gegensatz zum ebenfalls von Somedia herausgegebenen eher konservativen Bündner Tagblatt.

1998 stiessen die Zeitungen Liechtensteiner Vaterland, Liechtensteiner Volksblatt, Sarganserländer und Werdenberger & Obertoggenburger zum Zeitungsverbund, 2004 die Rheintalische Volkszeitung.

Per Ende 2013 beendeten die vier Regionalzeitungen Bote der Urschweiz, Liechtensteiner Vaterland, Rheintalische Volkszeitung und Werdenberger & Obertoggenburger ihre Partnerschaft mit der Südostschweiz und kooperieren seitdem mit der Luzerner Zeitung (Bote der Urschweiz) bzw. dem St. Galler Tagblatt, die beide zur NZZ-Mediengruppe gehören.[6] Die Südostschweiz verlor dadurch einen Auflagenanteil von rund 39'000 Exemplaren.[7]

Im Herbst 2017 prüfte Somedia die Möglichkeit eines Mantels zusammen mit der Basler Zeitung,[8] verwarf das Projekt aber Anfang 2018.[9]

Desgleichen wurde der im Januar 2018 bekanntgegebene Plan einer Zusammenlegung der Redaktionen der Südostschweiz und des Bündner Tagblatts[10] im März 2018 zurückgenommen. Die Redaktionen bleiben eigenständig, arbeiten jedoch ab Mitte April 2018 verstärkt zusammen.[11]

Chefredaktoren[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • 1875–? Daniel Tschudi-Aebli (Verleger Der Freie Glarner)
  • 1884–? David Legler (Verleger Glarner Nachrichten)
  • 1905–1937 Rudolf Tschudi
  • 1937–1966 Hans Trümpy
  • 2009–2015 David Sieber (Die Südostschweiz)
  • ab 2016 Martina Fehr (Südostschweiz)

Siehe auch[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. a b c WEMF-Auflagebulletin 2017, S. 24 (PDF; 2,6 MB).
  2. Impressum. In: Website der Südostschweiz.
  3. Hansruedi Berger: Die «Südostschweiz» setzt auf Samstag. In: Website der Südostschweiz. 21. Februar 2017.
  4. Der Sonntag beginnt schon am Samstag. In: Website der AZ Medien. 17. Dezember 2016.
  5. Michael Walther: Mediengeschichte des Kantons St. Gallen (Memento vom 15. Dezember 2011 im Internet Archive). Hg. vom Historischen Verein des Kantons St. Gallen, 144. Neujahrsblatt, 2004 (PDF; 2,9 MB).
  6. Vier Verlage im Südostschweiz-Verbund wechseln den Partner. In: Blick. 25. Juni 2013, abgerufen am 2. Januar 2014.
  7. Auflagebulletin 2013 (Memento vom 3. Dezember 2013 im Internet Archive), S. 18 (Rheintalische Volkszeitung S. 14; PDF; 688 kB).
  8. Gemeinsamer Mantelteil in Planung. In: persoenlich.com 24. Oktober 2017.
  9. Verzicht auf gemeinsamen Mantel mit BaZ. In: persoenlich.com. 30. Januar 2018.
  10. Somedia führt eine Zentralredaktion ein. In: persoenlich.com. 30. Januar 2018.
  11. Tageszeitungen bleiben nun doch «unabhängig». In: persoenlich.com. 19. März 2018.