Erbium(III)-chlorid

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche
Kristallstruktur
Kristallgitter von Erbium(III)-chlorid
__ Er3+     __ Cl
Raumgruppe

C2/m (Nr. 12)Vorlage:Raumgruppe/12

Allgemeines
Name Erbium(III)-chlorid
Andere Namen

Erbiumtrichlorid

Verhältnisformel ErCl3
Kurzbeschreibung

rosafarbener Feststoff[1][2]

Externe Identifikatoren/Datenbanken0[Ein-/ausblenden]
CAS-Nummer
  • 10138-41-7
  • 10025-75-9 (Hexahydrat)
PubChem 66277
Wikidata Q408349
Eigenschaften
Molare Masse 273,62 g·mol−1
Aggregatzustand

fest[2]

Dichte

4,1 g·cm−3[2]

Schmelzpunkt
Siedepunkt

1500 °C[1]

Löslichkeit

löslich in Wasser[1]

Sicherheitshinweise
GHS-Gefahrstoffkennzeichnung [2]
07 – Achtung

Achtung

H- und P-Sätze H: 315​‐​319​‐​335
P: 261​‐​305+351+338 [2]
Toxikologische Daten

4.417 mg·kg−1 (LD50Mausoral)[2]

Soweit möglich und gebräuchlich, werden SI-Einheiten verwendet. Wenn nicht anders vermerkt, gelten die angegebenen Daten bei Standardbedingungen.
Vorlage:Infobox Chemikalie/Summenformelsuche vorhanden

Erbium(III)-chlorid ist eine chemische Verbindung aus der Gruppe der Chloride.

Gewinnung und Darstellung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Erbium(III)-chlorid kann durch Reaktion von Erbium(III)-oxid oder Erbium(III)-carbonat und Ammoniumchlorid gewonnen werden.[4]

Das Hexahydrat entsteht durch Reaktion von Erbium mit Salzsäure. Durch Reaktion mit Thionylchlorid kann dieses zur Anhydratform umgesetzt werden.[4]

Erbium(III)-chlorid kann auch direkt aus den Elementen Erbium und Chlor synthetisiert werden.[5]

Eigenschaften[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Erbium(III)-chloride-Hexahydrat unter UV-Licht

Erbium(III)-chlorid ist ein fast farbloser leicht rosaroter Feststoff. Sein Hexahydrat ist ein rosafarbener hygroskopischer Feststoff. Beide sind löslich in Wasser. Erbium(III)-chlorid besitzt eine monokline Kristallstruktur mit der Raumgruppe C2/m (Raumgruppen-Nr. 12)Vorlage:Raumgruppe/12 entsprechend der von Aluminium(III)-chlorid. Das Hexahydrat besitzt ebenfalls eine monokline Kristallstruktur mit der Raumgruppe P2/n (Nr. 13, Stellung 2)Vorlage:Raumgruppe/13.2.[1] Erbium (III)-chlorid ist ein guter Katalysator für die Acylierung von Alkoholen und Phenolen.[6]

Verwendung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Erbium(III)-chlorid wird zur Herstellung von reinem Erbium verwendet.[7] Es kann auch als Ausgangsmaterial für neue kantenverbrückte oktaedrische M6-Cluster-Verbindungen wie CsErTa6Cl18 verwendet werden, für die Elektronen- und Stabilitätsstudien durchgeführt werden.[2]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. a b c d Jean D'Ans, Ellen Lax: Taschenbuch für Chemiker und Physiker. 2007, ISBN 978-3-540-60035-0, S. 444 (eingeschränkte Vorschau in der Google-Buchsuche).
  2. a b c d e f g h Datenblatt Erbium(III) chloride, anhydrous, powder, 99.9% trace metals basis bei Sigma-Aldrich, abgerufen am 30. April 2012 (PDF).
  3. Datenblatt Erbium(III) chloride hexahydrate, 99.995% trace metals basis bei Sigma-Aldrich, abgerufen am 30. April 2012 (PDF).
  4. a b Georg Brauer: Handbuch der Präparativen Anorganischen Chemie, Band 2, ISBN 3-432-87813-3, S. 897.
  5. Webelements: Erbium
  6. Renato Dalpozzo, Antonio De Nino, Loredana Maiuolo, Manuela Oliverio, Antonio Procopio, Beatrice Russo, Amedeo Tocci: Erbium(III) Chloride: a Very Active Acylation Catalyst, Australian Journal of Chemistry, 2006, 60(1), S. 75–79, doi:10.1071/CH06346.
  7. John Emsley: Nature's building blocks: an A-Z guide to the elements. Oxford University Press, 2003, ISBN 978-0-19-850340-8, S. 137 (eingeschränkte Vorschau in der Google-Buchsuche).