Erfurt & Sohn

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Zur Navigation springen Zur Suche springen
Erfurt & Sohn KG

Logo
Rechtsform Kommanditgesellschaft
Gründung 1827
Sitz Wuppertal, Deutschland
Leitung Henrik Erfurt,
(Geschäftsführer)
Martin Erfurt
(Geschäftsführer)
Mitarbeiterzahl ca. 400 (2010)
Branche Wandbelags-/Tapetenhersteller
Website www.erfurt.com

Hugo Erfurt, Erfinder der Raufaser
Firmengebäude des Unternehmens Erfurt & Sohn, Schwelm

Die Firma Erfurt & Sohn KG ist eine Papierfabrik, die sich auf die Herstellung von überstreichbaren Wandbelägen spezialisiert hat. Das Firmengelände befindet sich im Tal der Wupper im Osten der Stadt Wuppertal im Stadtbezirk Langerfeld-Beyenburg und im Süden der Stadt Schwelm zu beiden Seiten des Flusses, der hier die Grenze zwischen beiden Städten bildet.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Im Jahre 1827 erhielt der Firmengründer Friedrich Erfurt die Konzession zur Errichtung einer Papierfabrik. Er gründete im Tal der Wupper eine Papiermühle, wobei das Wasser des Flusses zum Antrieb der Mühle und zum Bleichen der Papiererzeugnisse genutzt wurde. Sein Enkel, der gelernte Apotheker Hugo Erfurt, erbte die Fabrik von seinem Vater Heinrich Erfurt. Er entwickelte 1864 ein „Papier zur Schaufenstergestaltung“ und ein „Basispapier für Leimdrucktapeten“, das später als Rau(h)faser weltweit Verbreitung fand.

Heute[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das Produktangebot umfasst insbesondere Raufaser, Vliesfaser-, Papierpräge- und Digitaldrucktapeten sowie Wandsticker und Produkte mit funktionalem Zusatznutzen (z. B. Fassadensanierung, Innenwanddämmung, Elektrosmog-Abwehr).[1] Das Produkt Erfurt-Rauhfaser ist nicht zuletzt durch Bandenwerbung in Fußballstadien überregional bekannt.

Die Firma sieht sich traditionell dem Gedanken des Umweltschutzes verpflichtet. Bereits seit 1996 lässt sich das Familienunternehmen, damals unter der Geschäftsführung von Wilhelm Erfurt, durch das Umwelt-Management-System nach DIN EN ISO 14001 leiten. Dazu gehört auch ein bewusster Umgang mit den besonders für die Tapetenproduktion wichtigen Ressourcen Wasser, Holz, Energie und Luft. So besteht beispielsweise der überwiegende Anteil der bei der Raufaserproduktion zu verarbeitenden Rohstoffe aus Altpapier, Zellstoff und Holzspänen.[2]

Produktgruppen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Raufaser
  • Vliesfaser (glatt/strukturiert)
  • Papierprägetapeten
  • Kreativtapeten
  • Wand-Tattoos mit verschiedenen Motiven

Wandbeläge mit Zusatzfunktion:

  • Fassadensystem zur Sanierung, Gestaltung und zum Schutz vor wiederkehrenden Rissen
  • Elektrosmog-Abschirmungstapete EMV 80 Carbonvlies zur Abwehr von elektromagnetischer Strahlung
  • KlimaTec zur Erhöhung der Anheizgeschwindigkeit in Innenräumen, Schimmelsanierung/-prävention, Rissüberbrückung
  • Digitaldrucktapeten'(glatt/leicht strukturiert) zur Realisierung individueller Motive

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Gerd Helbeck: Erfurt – Eine Fabrik im regionalgeschichtlichen Kontext, Wuppertal, 2002
  • Gerd Helbeck: Erfurt & Sohn : 1827–2002, Wuppertal, 2002, ISBN 3-00-009413-X

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Commons: Erfurt & Sohn KG – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Produkte. Website des Unternehmens Erfurt & Sohn. Aufgerufen am 17. Juli 2012.
  2. Nachhaltigkeit – Umwelt Website des Unternehmens Erfurt & Sohn. Aufgerufen am 17. Juli 2012.

Koordinaten: 51° 15′ 32″ N, 7° 16′ 28″ O