Erich B. Cahn

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Erich Bernhard Cahn (* 24. Februar 1913 in Frankfurt am Main; † 26. April 1993 in Bern) war ein deutscher Numismatiker und Münzhändler; seit 1948 war er Schweizer Staatsbürger.

Erich Cahn stammte aus einer Frankfurter Münzhändlerfamilie. Sein Großvater Adolph Emil Cahn (1840–1918) gründete 1874 in Frankfurt eine Münzhandlung, die später auch bedeutende Auktionen durchführte. Sein Vater Ludwig Theodor Cahn (1877–1924) und dessen Bruder Julius Cahn (1871–1935) leiteten die väterliche Münzhandlung nach dem Ersten Weltkrieg gemeinsam. Nach der erzwungenen Emigration 1933 in die Schweiz gründete er mit seinem Bruder Herbert A. Cahn die Münzhandlung Basel, seit 1942 Münzen und Medaillen AG, die zu einer der bedeutendsten Münzhandlungen der Welt wurde.

Sein Spezialgebiet war die schweizerische und süddeutsche Münzgeschichte.

Schriften (Auswahl)[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Die Münzen des Hochstifts Eichstätt, Grünwald 1962.
  • Adrian de Vries und seine kirchlichen Bronzekunstwerke in Schaumburg, Rinteln 1966.
  • Münzgeschichte und Münzkatalog des Herzogtums und Kurfürstentums Bayern: von der Münzreform des Jahres 1506 bis zum Tode des Kurfürsten Ferdinand Maria 1679, Grünwald 1968. (= Dissertation Universität Basel 1966)
  • Schöne Münzen der Stadt Basel (= Belles monnaies de la Ville de Bâle), Basel 1975.
  • Der Frankfurter Münzhandel 1924–1934. In: 75 Jahre Frankfurter Numismatische Gesellschaft, Frankfurt 1981, S. 135–158.

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Hans-Ulrich Geiger: Erich B. Cahn siebzig. In: Schweizer Münzblätter 33 (129), 1983, S. 1.
  • Peter Berghaus: Erich B. Cahn. In: Numismatisches Nachrichtenblatt 42 (6), 1993, S. 161.
  • Peter Berghaus: Erich B. Cahn. In: Geldgeschichtliche Nachrichten 28 (156), 1993, S. 187.
  • Pierre Strauss: Zum Tode von Erich Bernhard Cahn. In: Helvetische Münzenzeitung 28 (7/8), 1993, S. 412–413.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]