Ernst August Hermann Wilhelm Nolte

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Die Kirche in Pöhlde, auf den Grundmauern der Pfalz Pöhlde
Die Kirche St. Martin in Linden war 1859 bs 1872 Wirkungsstätte von Nolte

Ernst August Hermann Wilhelm Nolte (* 25. September 1805 in Parensen; † 9. November 1872 in Linden) war ein deutscher evangelischer Theologe.[1]

Leben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Nachdem Ernst August Hermann Wilhelm Nolte in Pöhlde bei seinem Vater, dem Pastor Johann Friedrich Nolte, als Hilfsgeistlicher gearbeitet hatte, trat er 1848 dessen Nachfolge an. Noch zur Zeit des Königreichs Hannover wurde Nolte 1859 schließlich Pastor an der St. Martinskirche in Linden und wirkte dort in dieser Funktion bis zu seinem Tode 1872.[1][2]

Nolte zeigte ein ausgeprägt soziales Engagement: In der Zeit der rapide fortschreitender Industrialisierung in Linden[3] sorgte er für die Einrichtung einer Diakonissenstation und war Mitbegründer einer Warteschule für Kinder.[1]

Ehrungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Mit der Namensgebung der 1903 angelegten Noltestraße im heutigen Stadtteil Linden-Nord wurde der Pastor posthum geehrt.[4][5]

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. a b c Jens Schmidt-Clausen: Nolte, (1) In: Hannoversches Biographisches Lexikon, S. 272
  2. Hannovers Schicksalsjahr 1866 im Briefwechsel König Georgs V. mit der Königin Marie, Veröffentlichungen der Historischen Kommission für Niedersachsen und Bremen, Band 25, Lax, Hildesheim 1966, S. 184 (Hier wird als Todesjahr 1871 genannt).
  3. Zur Industriegeschichte und sozialen Situation im 19. Jahrhundert im „Industriedorf“ Linden siehe Wolfgang Voigt: Der Eisenbahnkönig oder Rumänien lag in Linden. Materialien zur Sozialgeschichte des Arbeiterwohnungsbaus mit Beispielen aus Hannovers Fabrikvorort Linden, Sozialpolitischer Verlag SPV, Berlin 1980
  4. Helmut Zimmermann: Noltestraße. In: Die Strassennamen der Landeshauptstadt Hannover, Hannover: Hahnsche Buchhandlung, 1992, ISBN 3-7752-6120-6, S. 183
  5. Hannoversche Geschichtsblätter, Bde. 35–38, 1981, S. 85