Ernst Löschner (Bankmanager)

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Ernst Löschner (* 20. Mai 1943 in Schwarzach im Pongau) ist ein ehemaliger österreichischer Bankdirektor, der seit 2007 in der Sozial- und Flüchtlingshilfe aktiv ist.

Werdegang[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Löschner verbrachte die ersten 13 Jahre seines Lebens in Zell am See, später in Salzburg. Seine Ausbildung erhielt er an der Universität Wien (Abschluss mit Dr. jur.), dem Institut für Höhere Studien Wien (Ökonomie) und der Harvard Business School, Boston (Finanzwesen). Nach Abschluss seiner Studien in Wien lebte er von 1969 bis 1976 in den USA. Von 1970 bis 2010 war er in leitenden Funktionen multinationaler, nationaler und internationaler Finanzinstitutionen tätig, beginnend in der Weltbank (1970–1976), in der Österreichischen Kontrollbank (1976–1985), in der Länderbank/Bank Austria (1985–1992) und abschließend in der französischen Großbank BNP Paribas (1993–2010).

Er ist Autor von Publikationen und Monographien, im Besonderen auf den Fachgebieten Internationale Kapitalmärkte, volkswirtschaftliche Prognosen, Exportförderung und -finanzierung und Globale Verschuldung, darunter das im Manz Verlag 1983 erschienene Buch „Souveräne Risken und Internationale Verschuldung“.

Löschner ist seit 1968 mit Waltraud Löschner verheiratet; er hat drei Töchter und einen Sohn. Seit 1976 lebt Löschner mit seiner Familie in Wien und Maria Alm (Salzburg).

Engagement[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

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Gründung von Alpine Peace Crossing (2007)[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Etablierung der jährlich stattfindenden APC-Friedenswanderung und des Krimmler Friedensdialogs mit mittlerweile über 5.000 Teilnehmern
  • Neugründung von APC als gemeinnütziger Verein für Sozial- und Flüchtlingshilfe (2011) und Ausschüttungen von ca. € 700.000 für Sozialprojekte.
  • Entwicklung (gemeinsam mit Hans Nerbl) des „Nationalpark-APC-Friedensweg“: 7 drei-sprachige Gedenktafeln entlang der historischen Fluchtroute des jüdischen Exodus des Jahres 1947 (2013).
  • Konzeption und Umsetzung (gemeinsam mit Hans Nerbl) von Musik verbindet mit 30 Veranstaltungen in Salzburg (2016), inkl. Trommelworkshops mit Kindern.
  • Konzeption und Errichtung des Hain der Flucht: 7x7 Bäume, 2 Natursteine, 1 Prisma als spiritueller Ort des Hoffnung, gewidmet allen Flüchtlingen weltweit (2017).
  • Entwicklung der Sozial-Innovationen „Zu Hause – Kautionsgarantien für Flüchtlinge“ und „Wir Geben – Sachspenden für Arbeitsplätze“ (2017/18) mit dem Ziel, 100 Wohnungen für Flüchtlingsfamilien bzw. Jobs für Arbeitssuchende zu ermöglichen, u. a. für Langzeitarbeitslose.

Impulsgeber für[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Kompositionen von Friedrich Cerha (2004, WV 135 und 2011–2012, WV 172[1])
  • ORF-Dokumentarfilme von Andreas Gruber (Harlem in Wien – 2005 und Der Krimmler Exodus – 2007)
  • eine Gedenkmedaille (WNR-1191/-1192,[2] 2007) von Helmut Zobl
  • eine Monographie vom Land Salzburg (Über die Berge – dem gelobten Land entgegen,[3] Alpine Peace Crossing – 2007) und
  • den Zeitzeugen-Dokumentarfilm von Susanne Glass (Schaut’s net aus dem Fenster – 2017)

Initiator[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Löschner ist Initiator der von 15 Organisationen getragenen Petition an die österreichische Bundesregierung und das Parlament „Gegen Unmenschlichkeit. Für eine menschliche Flüchtlingspolitik“ (2013). Die Petition, die Löschner gemeinsam mit Michael Kerbler publizierte, wurde von über 30.000 Menschen on-line unterzeichnet und von 300 Persönlichkeiten des öffentlichen Lebens mit persönlichen Zitaten unterstützt.

Publizist[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Monographie über die Zeitzeugen Bilha und Moshe Talit (Von Palästina in den Pinzgau[4], 2014)
  • Rezension (Kommentar zu Herbert Cordts Auf der Überholspur, 2015)

Mehrere Zeitungsartikel in Der Standard über zeitgenössische Herausforderungen, u. a.

  • zu menschlicher Flüchtlingspolitik, 2013[5]
  • zur EU-Asylpolitik, 2014[6]
  • zur Zivilcourage im Sport, 2015[7]
  • zur Flüchtlingskrise mit einem Aufruf zur Besteuerung von Waffenexporten als globale Antwort, 2016[8]

Kunst[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Löschner ist Mitglied des Direktoriums des Wiener Konzerthauses (seit 2007); Sammler und Publizist (in Vorbereitung) von Luis Monza (Terrakotta-Skulpturen)

Auszeichnungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Walther Kastner-Preis (1983) für die Publikation „Souveräne Risken und Internationale Verschuldung“ (Manz Verlag, Wien 1983)
  • Goldenes Ehrenzeichen der Republik Österreich (2002)
  • Porträt „Ich will nicht nur zuschauen“ in der Ö1-Radiosendung „Menschenbilder“ (2008)
  • „Rot-weiß-rotes PaN Ehrenzeichen“ des BMEIA und BMWF (2009)

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Friedrich Cerha – Werkverzeichnis
  2. Zobl – Auftragsarbeiten
  3. Über die Berge – dem gelobten Land entgegen (PDF)
  4. Von Palästina in den Pinzgau (PDF)
  5. Unmenschlichkeit, nüchtern betrachtet – derStandard.at
  6. Österreichs Asylpolitik ist kein Ruhmesblatt – derStandard.at
  7. EU-Asylpolitik: „Staaten mit weniger Flüchtlingen sollen zahlen“ – derStandard.at
  8. Besteuert die Waffenexporte – derStandard.at