Hexansäureethylester

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Strukturformel
Strukturformel von Hexansäureethylester
Allgemeines
Name Hexansäureethylester
Andere Namen
  • Ethylhexanoat
  • Ethylcaproat
  • Capronsäureethylester
Summenformel C8H16O2
CAS-Nummer 123-66-0
PubChem 31265
Kurzbeschreibung

farblose Flüssigkeit mit fruchtigem Geruch[1]

Eigenschaften
Molare Masse 144,22 g·mol−1
Aggregatzustand

flüssig

Dichte

0,87 g·cm−3[1]

Schmelzpunkt

−67 °C[1]

Siedepunkt

168 °C[1]

Dampfdruck

2,7 hPa (20 °C)[1]

Löslichkeit

unlöslich in Wasser[1]

Brechungsindex

1,407 (20 °C)[2]

Sicherheitshinweise
GHS-Gefahrstoffkennzeichnung [2]
02 – Leicht-/Hochentzündlich 07 – Achtung

Achtung

H- und P-Sätze H: 226​‐​315​‐​319​‐​335
P: 261​‐​305+351+338 [2]
EU-Gefahrstoffkennzeichnung [3][1]
keine Gefahrensymbole
R- und S-Sätze R: 10
S: keine S-Sätze
Soweit möglich und gebräuchlich, werden SI-Einheiten verwendet. Wenn nicht anders vermerkt, gelten die angegebenen Daten bei Standardbedingungen. Brechungsindex: Na-D-Linie, 20 °C
Vorlage:Infobox Chemikalie/Summenformelsuche vorhanden

Hexansäureethylester, auch Ethylhexanoat, gehört zu der Gruppe der Fruchtester und ist das Produkt der Veresterung von Capronsäure und Ethanol.[4]

Vorkommen[Bearbeiten]

Hexansäureethylester entsteht u. a. bei Gärungsprozessen und kommt so z. B. in Bier[5], Wein[6] und Fruchtsäften aus Zitrusfrüchten vor.

Eigenschaften[Bearbeiten]

Hexansäureethylester ist eine farblose, brennbare Flüssigkeit mit mildem Weingeruch. Sie löst sich nur wenig in Wasser, gut dagegen in Ölen[6], Ethanol und Diethylether.[7]

Verwendung[Bearbeiten]

Wie die meisten Ester hat Hexansäureethylester einen fruchtigen Duft mit mildem Weinaroma und wird für viele natürliche Aromen in verschiedenen Lebensmitteln (z. B. Äpfel-, Bananen- und Rumaroma) verwendet.[6]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. a b c d e f g Eintrag zu CAS-Nr. 123-66-0 in der GESTIS-Stoffdatenbank des IFA, abgerufen am 7. Januar 2008 (JavaScript erforderlich).
  2. a b c Datenblatt Ethyl hexanoate bei Sigma-Aldrich, abgerufen am 25. Mai 2011 (PDF).
  3. Seit dem 1. Dezember 2012 ist für Stoffe ausschließlich die GHS-Gefahrstoffkennzeichnung zulässig. Bis zum 1. Juni 2015 dürfen noch die R-Sätze dieses Stoffes für die Einstufung von Gemischen herangezogen werden, anschließend ist die EU-Gefahrstoffkennzeichnung von rein historischem Interesse.
  4. Shuang-Yan Han, Zhi-You Pan, Deng-Feng Huang, Mitsuyoshi Ueda, Xiao-Ning Wang, Ying Lin: "Highly efficient synthesis of ethyl hexanoate catalyzed by CALB-displaying Saccharomyces cerevisiae whole-cells in non-aqueous phase", Journal of Molecular Catalysis B: Enzymatic, Volume 59, Issues 1–3, July 2009, S. 168–172 (doi:10.1016/j.molcatb.2009.02.007).
  5. Markus Herrmann: Entstehung und Beeinflussung qualitätsbestimmender Aromastoffe bei der Herstellung von Weißbier. Dissertation TU München, 2008, urn:nbn:de:bvb:91-diss20051124-1257375787.
  6. a b c Richard J. Lewis, Richard J. Lewis (Sr.): Food additives handbook. Springer, 1989, ISBN 0-442-20508-2, S. 201
  7. Ethyl hexanoate (Ciyun) (PDF; 150 kB)