Etta Cameron

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Etta Cameron im Duett mit Manfred Krug, 1970
Etta Cameron im Duett mit Manfred Krug, 1970
Chartplatzierungen
Erklärung der Daten
Alben[1]
I Have a Dream
  DK 36 16.02.2001 (1 Wo.)
Singles[2]
I’m a Woman
  DE 43 09.02.1976 (4 Wo.)

Etta Cameron (* 1934[3] in Nassau auf den Bahamas; † 4. März 2010 in Aarhus, Dänemark[4]) war eine dänische Jazz-, Gospel- und Blues-Sängerin.

Leben und Wirken[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Geboren auf den britischen Bahamas, zog sie mit ihrer Familie 1948 in die USA, wo sie als Kind im Gospelchor ihrer Methodistenkirche sang. 1967 wurde ihr während eines Gastspiels in London angeboten, einige Tage in Ost-Berlin zu arbeiten, woraus fünf Jahre wurden. Im Jahr 1969 war sie im Film Mit mir nicht, Madam! als Sängerin zu sehen und trat 1970 im Film He, Du! mit dem Titel Jungle City, USA auf. Seit 1972 wohnte sie in Kopenhagen, von wo sie seit 1975 mit eigener Band tourte. Sie trat als Jazzsängerin u. a. mit der NDR Bigband, der Big Band von Radio Dänemark, Kurt Edelhagen, Clark Terry, Thad Jones, Ed Thigpen, Horace Parlan, Herb Geller, Frank Foster, Dusko Goykovich, Ben Webster, Palle Mikkelborg, Niels-Henning Ørsted Pedersen, Thilo Wolf, Poul Godske und Marilyn Mazur auf. Außerdem spielte sie in Musicals („South Park“) mit, interpretierte Pop-Balladen und tourte seit 1982 mit ihrem eigenen Gospelchor „Voices of Joy“.

1976 hatte sie einen kleinen Hit in den bundesdeutschen Single-Charts: I’m a Woman aus der gleichnamigen LP erreichte Platz 42. Ebenfalls populär war die Single Wild Widow. In jenen Jahren waren ihre Platten stark von Disco- und Soul geprägt.

Cameron unterrichtete seit 1986 an der Musikakademie im schwedischen Lund und ab 1987 am Rytmisk Musikkonservatorium in Kopenhagen, wo sie seit 1995 Professorin war.

Preise und Auszeichnungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Cameron erhielt viele Preise und Auszeichnungen: zuerst 1974 den Goldenen Löwen, zuletzt 1999 eine goldene und eine Platin-Schallplatte. 1997 wurde sie als Ritterin des Dannebrog-Ordens geehrt.

Diskographische Hinweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Alben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • 1975: Come Together with Etta
  • 1976: I’m a Woman
  • 1980: Mayday (mit Poul Godske und Lars Blach Swingtet; Aufnahme: live im Vognporten in Huset, Kopenhagen)
  • 1987: My Gospel
  • 1995: A Gospel Concert with Etta Cameron (Aufnahme: Sun Studio, Kopenhagen)
  • 1996: Etta Cameron mit der NDR-Bigband (mit NDR Bigband)
  • 2000: I Have a Dream
  • 2003: Lady Be Good (Danish Radio Big Band und Etta Cameron feat. Toots Thielemans)
  • 2005: A Bad Case of Jazz (Jens Søndergaard Quartet feat. Nikolaj Hess, Lennart Ginman, Carsten Dahl und Special Guest Etta Cameron)
  • 2009: Etta (mit Nikolaj Hess)

Singles[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • 1973: If You Should Go
  • 1974: Come Together All the People
  • 1974: I Gotta Feeling
  • 1974: Show Me a Man
  • 1974: One, Two, Three, Four
  • 1975: I’m a Woman
  • 1976: Wild Widow
  • 1976: To Die of Love
  • 1977: You Gotta Move

Quellen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Chartdaten DK
  2. Chartdaten DE
  3. Cameron hat sich selbst der beruflichen Vorteile wegen um 5 Jahre "verjüngt" https://www.taz.de/Afroamerikanische-Saengerin-in-der-DDR/!5350315/
  4. „Etta Cameron er død“ („Etta Cameron ist tot“), politiken.dk, 5. März 2010 (in Dänisch)

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]