Eugen von Gorup-Besánez

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche

Eugen Franz Freiherr von Gorup-Besánez (* 15. Januar 1817 in Graz; † 24. November 1878 in Erlangen) war ein deutscher Chemiker.

Leben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Eugen Gorup von Besánez besuchte die humanistischen Gymnasien in Graz und Klagenfurt. Ab 1836 widmete er sich dem Studium der Medizin an der Universität Wien und Universität Padua. Ab 1839 setzte er seine Studien an der Ludwig-Maximilians-Universität München fort. Im selben Jahr trat er dem Corps Bavaria München bei.[1]

Gorup von Besánez promovierte 1842 in München, studierte dann Chemie in München und an der Georg-August-Universität Göttingen. Er habilitierte sich 1849 an der Friedrich-Alexander-Universität Erlangen und wurde im selben Jahr Extraordinarius. Er kam 1855 auf den Erlanger Lehrstuhl für Chemie und wurde Direktor des Laboratoriums der Universität. Im Jahr 1859 wurde er in die Deutsche Akademie der Naturforscher Leopoldina gewählt.

Gorup von Besánez lieferte zahlreiche wichtige Untersuchungen im Gebiet der organischen und physiologischen Chemie und gilt als der bedeutendste Förderer der zoochemischen Analyse. Mehrere seiner Werke wurden in mehrere Sprachen übersetzt. Einer seiner Schüler war Heinrich von Ranke.

1876 wurde er zum korrespondierenden Mitglied der Göttinger Akademie der Wissenschaften zu Göttingen gewählt.[2] Der Bayerischen Akademie der Wissenschaften gehörte er ebenfalls als korrespondierendes Mitglied an. Gorup von Besánez starb am 24. November 1878 in Erlangen.

Sein Verleger Heinrich Vieweg betraute 1880 auf Veranlassung von Hermann Kolbe dessen Neffen Hermann Ost[3] mit der Neubearbeitung des Lehrbuch der Organischen Chemie für den Unterricht auf Universitäten, Technischen Lehranstalten und für das Selbststudium.[4]

Schriften[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Anleitung zur qualitativen und quantitativen zoochemischen Analyse, Braunschweig 1850, 3. Aufl. 1871
  • Lehrbuch der Chemie
    • Bd. 1: Anorganische Chemie, 7. Aufl. 1885
    • Bd. 2: Lehrbuch der Organischen Chemie für den Unterricht auf Universitäten, Technischen Lehranstalten und für das Selbststudium, 6. Aufl. 1881 neu bearbeitet von Hermann Ost
    • Bd. 3: Physiologische Chemie, 4. Aufl. 1878 ff.

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Wikisource: Eugen Franz Gorup von Besánez – Quellen und Volltexte
 Commons: Eugen Gorup von Besánez – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Kösener Korpslisten 1910, 170, 385.
  2. Holger Krahnke: Die Mitglieder der Akademie der Wissenschaften zu Göttingen 1751-2001. Vandenhoeck & Ruprecht, Göttingen 2001, ISBN 3-525-82516-1, S. 95.
  3. Grete Ronge: Kolbe, Hermann. In: Neue Deutsche Biographie (NDB). Band 12, Duncker & Humblot, Berlin 1980, ISBN 3-428-00193-1, S. 447 (Digitalisat).
  4. Alan J. Rocke: The Quiet Revolution. Hermann Kolbe and the Science of Organic Chemistry, University of California Press, Berkeley 1993, S. 303.
Meyers Dieser Artikel basiert auf einem gemeinfreien Text aus Meyers Konversations-Lexikon, 4. Auflage von 1888 bis 1890.
Bitte entferne diesen Hinweis nur, wenn du den Artikel so weit überarbeitet hast, dass der Text den aktuellen Wissensstand zu diesem Thema widerspiegelt, dies belegt ist und er den heutigen sprachlichen Anforderungen genügt.
Um danach auf den Meyers-Artikel zu verweisen, kannst du {{Meyers Online|Band|Seite}} benutzen.