Europäischer Strandling

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Europäischer Strandling
Europäischer Strandling (Littorella uniflora)

Europäischer Strandling (Littorella uniflora)

Systematik
Asteriden
Euasteriden I
Ordnung: Lippenblütlerartige (Lamiales)
Familie: Wegerichgewächse (Plantaginaceae)
Gattung: Littorella
Art: Europäischer Strandling
Wissenschaftlicher Name
Littorella uniflora
(L.) Asch.

Der Europäische Strandling (Littorella uniflora)[1] ist eine Pflanzenart innerhalb der Familie der Wegerichgewächse (Plantaginaceae). Diese selten gewordene Pflanzenart kommt nur in nährstoffarmen Seen vor.

Beschreibung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Illustration

Vegetative Merkmale[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Europäische Strandling wächst als immergrüne, ausdauernde krautige Pflanze und erreicht Wuchshöhen von bis zu 12 Zentimetern. Er bildet bis zu 15 Zentimeter lange Ausläufer und bildet daher auf der Oberfläche Rasen.

Seine Laubblätter stehen bis zu 30 Stück in Rosetten, sie sind sehr veränderlich und variieren je nach Wasser- oder Landform. Die Laubblätter sind jedoch immer kahl bis schwach behaart, erscheinen im Durchmesser rundlich bis oval und sind am Grund scheidig.[2]

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Generative Merkmale[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die unscheinbaren, röhrenförmigen Blüten sind etwa 5 Millimeter lang, hellbraun gefärbt und stehen zu fünft in Blütenständen mit je meist drei männlichen gestielten Blüten und einer am Grund in den Achseln stehenden weiblichen Blüte. Bisher wurde nur die Landform blühend beobachtet.[2]

Vorkommen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Europäische Strandling wächst in nährstoffarmen, oligo- oder mesotrophen Seen und Heideweihern bis zu einer Tiefe von 3 Metern. Er ist jedoch auch an deren zeitweise trockenfallenden Gewässerrändern zu finden. Im Küstenbereich wächst er auch in feuchten Dünentälern. Er kann allerdings nur einen geringen Salzgehalt ertragen. Der Strandling ist in ganz Deutschland nur selten anzutreffen, einige seiner Bestände sind stark bedroht. Die stärkste Ausbreitung erfährt er momentan in den Oberharzer Teichen.[3] Der Europäische Strandling wurde 1996 auf der Roten Liste der Gefäßpflanzenarten Deutschlands als „stark gefährdet“ eingestuft. Ursachen für sein zunehmendes Verschwinden sind u. a. die Eutrophierung der Gewässer und das Betreten oder Befahren solcher. Vor allem der Bootsverkehr und der dadurch z. T. starke Wellenschlag machen dem Strandling zu schaffen.[1] Sonst wurde der Europäische Strandling nur in anderen Teilen Europas gesichtet. Er ist Kennart der Ordnung Littorelletalia.[4]

Systematik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Erstveröffentlichung erfolgte 1753 unter dem Namen (Basionym) Plantago uniflora durch Carl von Linné,

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Der Europäische Strandling (Littorella uniflora (L.) Asch.) wird von manchen Autoren auch wieder in die Gattung Plantago gestellt. Er heißt dann wie schon Linné Plantago uniflora L.

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. a b Littorella uniflora (L.) Asch., Europäischer Strandling. In: FloraWeb.de.
  2. a b Eckehart J. Jäger, Klaus Werner (Hrsg.): Exkursionsflora von Deutschland. Begründet von Werner Rothmaler. 10., bearbeitete Auflage. Band 4: Gefäßpflanzen: Kritischer Band. Elsevier, Spektrum Akademischer Verlag, München/Heidelberg 2005, ISBN 3-8274-1496-2.
  3. Justus Teicke, Kathrin Baumann: Talsperrenbetrieb für den Naturschutz in: Wasserwirtschaft Nr. 4/2010 online (PDF; 227 kB)
  4. Erich Oberdorfer: Pflanzensoziologische Exkursionsflora für Deutschland und angrenzende Gebiete. Unter Mitarbeit von Angelika Schwabe und Theo Müller. 8., stark überarbeitete und ergänzte Auflage. Eugen Ulmer, Stuttgart (Hohenheim) 2001, ISBN 3-8001-3131-5, S. 874.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Littorella uniflora – Album mit Bildern, Videos und Audiodateien