Eva Pfanzelter

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Eva Pfanzelter (* 1969 in Bozen) ist eine Südtiroler Zeithistorikerin. Seit 1999 lehrt und forscht sie am Institut für Zeitgeschichte der Universität Innsbruck. Sie ist Assistenzprofessorin für Zeitgeschichte und Stellvertretende Leiterin des Forschungszentrums Digital Humanities der Universität Innsbruck.

Die aus Kastelruth stammende Pfanzelter studierte an der Universität Innsbruck Geschichte sowie die Fächerkombination Englisch und EDV für Geisteswissenschaften. 1995 schloss sie ihr Studium mit einer in englischer Sprache verfassten Diplomarbeit über Südtirol und das Selbstbestimmungsrecht ab.[1] Bereits 1994 hatte sie den Master of Arts an der amerikanischen Eastern Illinois University in Charleston erworben. 2005 erlangte sie in Innsbruck mit einer Dissertation über die amerikanische Besatzungszeit in Südtirol 1945 ihre Promotion.[2] Seit September 2010 ist sie Assistenzprofessorin am Institut für Zeitgeschichte der Universität Innsbruck.

Zu Pfanzelters Forschungsschwerpunkten zählen europäische und regionale Zeitgeschichte nach 1945, die Regionalgeschichte Südtirol/Tirols (insbesondere die Option in Südtirol), Erinnerungskulturen und Geschichtspolitik, Holocaust Studies und Digital Humanities.

Publikationen (Auswahl)[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Südtirol unterm Sternenbanner: die amerikanische Besatzung Mai-Juni 1945. Bozen: Edition Raetia 2005. ISBN 978-88-72832516
  • (Hrsg., mit Ingrid Böhler, Thomas Spielbüchler und Rolf Steininger) 7. Österreichischer Zeitgeschichtetag 2008. 1968 – Vorgeschichten – Folgen. Bestandsaufnahme der österreichischen Zeitgeschichte, Innsbruck/Wien/Bozen: StudienVerlag 2010. ISBN 978-3-706548670
  • (Hrsg., mit Ingrid Böhler und Rolf Steininger) Stationen im 20. Jahrhundert (Innsbrucker Forschungen zur Zeitgeschichte 27). Innsbruck/Wien/Bozen: Studienverlag 2011. ISBN 978-3-706550086
  • (Hrsg., mit Peter Haber) historyblogosphere: Bloggen in den Geschichtswissenschaften. München: Oldenbourg 2013. ISBN 978-3-486717150 Open Access
  • Option und Gedächtnis: Erinnerungsorte der Südtiroler Umsiedlung 1939. Bozen: Raetia 2014. ISBN 978-88-72835074
  • (Hrsg.) Option und Erinnerung, Geschichte und Region/Storia e regione 2013 (Heft 2), Innsbruck/Wien/Bozen: StudienVerlag 2014. ISBN 978-3-706552769
  • At the Crossroads with Public History: Mediating the Holocaust on the Internet. In: Holocaust Studies. A Journal of Culture and History, 21/4, 2015, S. 250–271.
  • The (Un)digested Memory of the South Tyrolean Resettlement in 1939. In: Georg Grote, Hannes Obermair (Hrsg.): A Land on the Threshold. South Tyrolean Transformations, 1915–2015. Peter Lang, Oxford-Bern-New York 2017, ISBN 978-3-0343-2240-9, S. 119–143.
  • (Hrsg., mit Dirk Rupnow) einheimisch – zweiheimisch – mehrheimisch. Geschichte(n) der neuen Migration in Südtirol. Bozen: Raetia 2017. ISBN 978-88-72835951

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Diplomarbeit von Eva Pfanzelter (Universität Innsbruck, 1995)
  2. Dissertation von Eva Pfanzelter (Universität Innsbruck, 2005)