Evangelisch-Lutherische Kirche in Namibia

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Dieser Artikel behandelt die englischsprachige Evangelisch-Lutherische Kirche in Namibia; für weitere Bedeutungen siehe Evangelisch-Lutherische Kirche in Namibia (Begriffsklärung). Für den türkischen und aserbaidschanischen Personennamen siehe Elçin.
The Evangelical Lutheran Church in Namibia
Evangelisch-Lutherische Kirche in Namibia
Allgemeines
Zweig Protestantismus
Glaubensrichtung evangelisch
Verbreitung NamibiaNamibia Namibia
Reverend Bischof S. Nambala
Reverend Bischof Josephat Sanghala
Mitgliedschaft LWB, Weltkirchenrat, Ökumenischer Rat der Kirchen, Lutherische Kommunion im Südlichen Afrika[1], Namibischer Kirchenrat
Gründung
Gründungsdatum 1870
Gründungsort Windhoek
Abkunft und Entfaltung
Abspaltung von

Finnischen Evangelisch-Lutherischen Missionsgesellschaft (Evangelisch-Lutherische Kirche Finnlands)

Nachfolger von

Evangelisch-Lutherische Ovambo-Kavango-Kirche (1954)

Zahlen
Mitglieder 678.000 (2009)
Gemeinden 18 (Kirchenkreise)
Kongregationen 126
Sonstiges
Website www.elcin.org.na

Die Evangelisch-Lutherische Kirche in Namibia (ELCIN; engl. The Evangelical Lutheran Church in Namibia) ist mit fast 700.000 Gemeindemitgliedern[2] die größte Evangelisch-Lutherische Kirche in Namibia. Neben ihr bestehen die überwiegend südnamibische Evangelisch-Lutherische Kirche in der Republik Namibia sowie die deutschsprachige Evangelisch-Lutherische Kirche in Namibia (DELK).

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Kirche ging aus der seit den 1870er Jahren betrieben Missionsarbeit der Finnischen Evangelisch-Lutherischen Missionsgesellschaft (FELM) der Evangelisch-Lutherischen Kirche Finnlands hervor. Die ersten Taufen fanden am 6. Januar 1883 statt. Seit 1954 kam es zur Bildung der Evangelisch-Lutherische Ovambo-Kavango-Kirche, die 1984 in den heutigen Namen umbenannt wurde. Die ELCIN spielte im Kampf um die Unabhängigkeit Namibias eine wichtige Rolle. Durch die geographische Lage von Ovambo- und Kavangoland an der Grenze zu Angola lag die Kirche jahrelang im Zentrum des Aufmarschgebietes der südafrikanischen Armee für den Bürgerkrieg in Angola und des Kampfes gegen die Unabhängigkeitsorganisation SWAPO.

Die Kirche betreibt zwei Privatschulen in Oshigambo (High School, gegründet 1960) und in Nkurenkuru (High school, gegründet 1990).

Vorsitzende Bischöfe seit 1957[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Leonard Auala (1960–1978)
  • Kleopas Dumeni (1978–2000)
  • Apollos Kaulinge (2000–2004)
  • Tomas Shivute (2004–2010)
  • S. Nambala und Josephat Sanghala (beide seit 2011)[3]

Gliederung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Obwohl die ELCIN in Bezug auf ihre Mitgliederzahl die größte Evangelisch-Lutherische Kirche in Namibia ist, erstreckt sich das Kirchengebiet weitestgehend auf die Regionen Nordnamibias von Kunene bis Sambesi. Mit dem Zuzug der Nordnamibier nach Windhoek und anderen Landesteilen hat die Kirche jedoch in ganz Namibia Zuwachs. Die Kirche gliedert sich derzeit in zwei Bistümer (Ongeleki Onkwaevangeli, paLuther muNamibia), bestehend aus insgesamt 18 Kirchenkreisen und 126 Kirchengemeinden. Sie hat ihren Sitz in Oniipa, Oshikoto in Nordzentralnamibia.

Fotos[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Gerhard L. Buys, Shekutaamba V. Nambala: History of the church in Namibia, 1805–1990. An introduction. Gamsberg Macmillan, Windhoek 2003, ISBN 999160490-1.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. http://www.lucsa.org/
  2. 2010 World Lutheran Membership Details; Lutheran World Information 1/2011 (Memento vom 26. September 2011 im Internet Archive)
  3. Congratulatory Message for The Newly Elected ELCIN Bishops By Jeremiah Nambinga, RDP, 21. April 2011