Expander (Sport)

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ein Expander

Als Expander bezeichnet man ein Fitnessgerät, das in der Regel aus zwei Handgriffen besteht, welche über eine Zugfeder, ein Band oder eine Spannschnur miteinander verbunden sind. In vielen Ausführungen lässt sich die Anzahl der Federn, Bänder oder Schnüre variieren, in einigen auch deren Länge. Der Expander selbst ist ein sehr einfaches, aber flexibles Fitnessgerät, dass in seiner Grundform schon seit über 100 Jahren verbreitet ist.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der bis heute hin bekannte Expander wurde schon im Jahr 1903 als eines der ersten Heimfitnessgeräte in Solingen von der Firma H&W Kampschulte entwickelt. Dieses als "Zimmerturngerät" entwickelte Gerät wurde im Jahr 1903 erfolgreich zum Patent angemeldet.

Patentschrift von 1971

Harry Gelbfarb, ein geborener Wiener, der nach Ende des Zweiten Weltkriegs in die USA emigrierte, kam dort mit dem Bodybuilding in Kontakt. Gelbfarb war neben seiner Sportbegeisterung auch ein wahrer Pionier und Tüftler. Und so meldete er 1958 nach seiner Rückkehr nach Deutschland unter anderem das Patent für einen von ihm entwickelten Gummi-Expander an.

Im Jahr 1970 meldete der italienische Immigrant Eugenio Beltrami aus Urdorf bei Zürich, ein passionierter Tüftler und Techniker bei einem Zürcher Mikroelektronik-Unternehmen, eine abgeleitete Form des Expanders zum Patent an, bei der zusätzlich zur herkömmlichen Nutzung auch ein Training der Bein-, Bauch- und Rückenmuskulatur ermöglicht wurde. Dieses in der Schweiz produzierte Gymnastikgerät wurde ab dem Jahr 1971 unter dem Markennamen Eubel erfolgreich in Europa und den USA vertrieben. Und 1972 erreichte Eugenio Beltrami mit seiner Erfingung am 21. Salon international des inventions - Bruxelles (heute Eureka Brussel Innova) den zweiten Rang und die Verleihung der Silbermedaille.

Kind mit Expander, Datum unbekannt

Anwendung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Anwendung des Expanders besteht darin, die elastischen Bänder/Spannschnüre zu dehnen. Es kann sowohl vor als auch hinter dem Körper gearbeitet werden. Die Übungen beanspruchen vor allem Arm- und Schultermuskulatur. Wird hinter dem Körper gearbeitet, wird zusätzlich die Brustmuskulatur beansprucht, vor dem Körper die Rückenmuskulatur. Es gibt noch viele weitere Möglichkeiten der Anwendung. Steht man beispielsweise auf einem Griffende und hat den anderen Griff in der entsprechenden Hand, so kann damit der Bizeps trainiert werden. Jedoch wird von dieser Übung abgeraten, da sich das Griffende unter dem Fuß lösen kann, und das hochschnellende Ende zu Kopfverletzungen führen kann.[1] Der Expander eignet sich gut um auch die kleinsten stabilisierenden Muskeln zu trainieren, da diese benötigt werden um den Expander bei der Übungsausführung daran zu hindern nach vorne oder hinten auszubrechen. Expander sind auch sinnvoll als wandmontiertes Trainingsgerät einzusetzen.

Impander[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Ein gegensinnig wirkendes Gerät, das nicht auf Zug, sondern auf Druck benutzt wird, ist unter dem Namen Impander im Handel.

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Prof. Dr. -Ing. Peter Constantin Compes: Unfall-Vorkommen und Unfall-Verhütung beim Gebrauch von Heimsportgeräten. 1981, ISBN 978-3-663-19795-9.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]