Füchse (Franz Marc)

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Füchse (Franz Marc)
Füchse
Franz Marc, 1913
Öl auf Leinwand
79,5 × 66 cm
Museum Kunstpalast, Düsseldorf

Füchse ist ein Gemälde im kubischen Stil des deutschen expressionistischen Malers Franz Marc (1880–1916) aus dem Jahr 1913. Es zeigt zwei abstrakte Rotfüchse und gehört seit 1962 zum Bestand des Museums Kunstpalast in Düsseldorf.

Provenienz und Ausstellungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Erstmals öffentlich gezeigt wurde das Gemälde 1913 in der Hamburger Galerie Bock. Nach dem Besitzer der Galerie Der Sturm, Herwarth Walden, und weiteren privaten Besitzern war es ab 1928 im Besitz des jüdischen Berliner Kaufmanns und Kunstsammlers Kurt Grawi.[1][2] Dieser war ab November 1938 in mehrwöchiger Haft im KZ Sachsenhausen, musste Deutschland im Jahr 1939 mittellos verlassen und ging ins Exil nach Chile. Ob Grawi das Gemälde vor seiner Flucht selbst veräußert hat und, wenn ja, unter welchen Umständen, ist unbekannt. 1940 war es in amerikanischem Privatbesitz in New York. Wie es dorthin gelangte, ist wiederum unbekannt. Über die Galerie Karl Nierendorf wurde es weiterveräußert. Nach dem Zweiten Weltkrieg erwarb es die Berner Kunsthandlung Klipstein & Kornfeld. Von dieser kaufte es 1961 der Unternehmer Helmut Horten[2] und stiftete es 1962 für das Düsseldorfer Museum Kunstpalast. Dort gehört es zu den bekanntesten Werken. Sein Wert wird auf bis zu 14 Millionen Euro geschätzt. Von den Erben Kurt Grawis liegt eine Restitutionsforderung vor.[1]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Commons: Die Füchse – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien
  • Museum Kunstpalast: Füchse von Franz Marc. Kunstwerk des Monats Juni 2013.

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. a b Franz-Marc-Gemälde: Gerangel um „Füchse“. In: Spiegel Online. 9. Februar 2018 (spiegel.de [abgerufen am 9. Februar 2018]).
  2. a b Raubkunst-Debatte: Tauziehen um Franz-Marc-Gemälde. In: Kölnische Rundschau. (rundschau-online.de [abgerufen am 9. Februar 2018]).